Elektromobilität

Elektro-Mofa kaufen: Modelle, Preise und Führerscheinklasse

von
Thomas Pitscheneder

Wer in jungen Jahren bereits am Verkehr teilnehmen möchte, greift zu einem Mofa. In Zeiten der Elektromobilität stehen die unter Strom.

Fahrt mit dem Roller über eine öffentliche Straße.
Mit Elektro-Mofas sind schon Fahrer ab 15 Jahren im Straßenverkehr unterwegs. Foto: Unsplash/Collins Lesulie

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Elektro-Mofas es gibt
  • Worauf beim Kauf zu achten ist
  • Welchen Führerschein es zum Fahren braucht

Der früheste Einstieg in den motorisierten Straßenverkehr gelingt über ein Mofa. Die Zweiräder sind mit wenig leistungsstarken Antrieben ausgestattet und dürfen nicht schneller als 25 km/h fahren. Dafür lassen sie sich bereits mit 15 Jahren führen. Obwohl Mofas ihren größten Boom wohl bereits in den 70er Jahren verzeichneten, sind sie auch heute bei Jugendlichen noch beliebt.

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Früher noch mit Pedalen zum Starten, Bremsen und als Fußablage ausgerüstet, glänzen moderne Modelle mit innovativer Technologie. Statt einem Zwei- oder Viertakter für Benzin, kommen Elektromotoren mit Akkus zum Einsatz.

Elektro-Mofa kaufen: Aktuelle Modelle Vergleich

Ursprünglich sollten Mofas eine schwächere und günstigere Unterkategorie der Mopeds sein. Hersteller wie Kreidler und Zündapp stellten dafür früher eigenständige Modelle für Fahrten mit bis zu 25 km/h her. Diese Zeiten sind lange vorbei. Heutige Mofas sind von Marken wie Saxxx, GT Union, LuXXon sowie Rolektro erhältlich und haben mit ihren Urvätern kaum etwas gemein. Einige Roller mit Drossel ab Werk gibt es in der Tabelle:

Elektro-Mofas im Vergleich

  • Hersteller
  • Modell
  • Leistung
  • Reichweite
  • Bremse vorn
  • Bremse hinten
  • Preis
  • AGM-Motors
  • Scoody 25
  • 0,5 kW
  • 45 km
  • Trommel
  • Trommel
  • 900 Euro
  • GT Union
  • eRunner 25
  • 1,6 kW
  • 60 km
  • Scheibe
  • Trommel
  • 1200 Euro
  • Rolektro
  • eco-City 20
  • 0,5 kW
  • 40 km
  • Trommel
  • Trommel
  • 1400 Euro
  • Rolektro
  • E-Trike 25
  • 0,8 kW
  • 50 km
  • Trommel
  • Trommel
  • 1800 Euro
  • LuXXon
  • E3000
  • 3 kW
  • 100 km
  • Trommel
  • Trommel
  • 2000 Euro
  • Saxxx
  • MadAss E
  • 1,5 kW
  • 60 km
  • Scheibe
  • Trommel
  • 2000 Euro
  • LuXXon
  • E3100Li
  • 2,7 kW
  • 100 km
  • Scheibe
  • Trommel
  • 2500 Euro
  • Saxxx
  • Speed E
  • 1,5 kW
  • 80 km
  • Scheibe
  • Trommel
  • 2700 Euro

(Stand: September 2018)

E-Mofa: Diese Technik steckt dahinter

Die Maximalgeschwindigkeit

Im Grunde verbergen sich hinter den Elektrofahrzeugen auf 45 km/h ausgelegte Roller. Damit die maximale Geschwindigkeit jedoch 25 km/h nicht übersteigt, sind sie ab Werk mit einer elektrischen Drossel versehen. Die lässt bei Erreichen der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit keine Gasannahme mehr zu. Ein nachträglicher Umbau zum Mofa ist also bei vielen Modellen möglich, kostet jedoch einen Aufpreis und braucht eine Abnahme vom TÜV.

Die Leistung

Die maximale Leistung der verbauten Motoren liegt meist zwischen 0,5 kW und 3 kW. Was bei einem E-Auto oder E-Motorrad wenig wäre, ist für die gemächlich über den Asphalt rollenden Bikes als leistungsstark zu bezeichnen. Für die Stromversorgung setzen viele Hersteller auf Lithium-Ionen-Akkus, aber auch Blei-Akkus kommen teilweise zum Einsatz.

Die Reichweite

Was die Reichweite angeht, liegen erhältliche Fahrzeuge im Bereich zwischen 50 und 100 km. Das reicht in vielen Fällen für den täglichen Weg zur Arbeit und zurück – ohne jeden Tag neu aufladen zu müssen.

Wechselbarer Akku im Elektro-Mofa.
Austauschbare Akkus ermöglichen einen schnellen Wechsel und das Laden direkt in der Wohnung. Foto: SFM Bikes

Die Vorteile von einem Elektro-Mofa

Schon ohne einen Blick auf die technischen Daten ist klar: Im Vergleich zu ihren benzinbetriebenen Gegenstücken sind E-Mofas schonender zu Mensch und Umwelt. Das liegt zum einen an weniger Schadstoffen, zum anderen an der geringeren Lärmbelastung – die großen Vorteile von Elektromobiliät.

Beim Stop-and-go in der City machen die mit E-Motoren ausgestatteten Roller außerdem Spaß. Vom Stand weg steht das volle Drehmoment zur Verfügung, was einen kleinen Vorteil gegenüber Auto- und Radfahren ermöglicht – zumindest solange die nicht selbst mit elektrischen Antrieben unterwegs sind. Ist die Straße verstopft, dürfen Mofas bei entsprechender Beschilderung zudem auf den Radweg ausweichen und am Verkehr vorbeiziehen.

Zweirad mit Akku: Darauf ist beim Kauf zu achten

Trotz einheitlicher Geschwindigkeit bei voller Fahrt macht die Motorleistung einen Unterschied. Eine höhere Wattzahl bedeutet mehr Power. Kommt ein Antrieb mit 500 Watt (0,5 kW) langsamer vom Fleck, fährt ein Exemplar mit 3000 Watt (3 kW) starkem Motor flotter an. Beim Kauf von einem Fahrzeug mit Technik von großen Herstellern wie Bosch sind außerdem eine hohe Qualität, unkomplizierte Reparaturen und eine nachhaltige Versorgung mit Ersatzteilen garantiert.

Welcher Akku ist für mich geeignet?

Auch die Technik in den Akkus ist wichtig. Li-Ion-Batterien bieten viel Reichweite, sind kompakt gebaut und leicht. Blei-Akkus stehen ihnen in den genannten Punkten zwar nach, halten jedoch wesentlich mehr aus. Sie stecken etwa Stöße besser weg und garantieren somit eine insgesamt längere Lebensdauer.

Während viele Hersteller die Akkus fest im Zweirad verbauen, bieten manche Elektro-Mofas wechselbare Batterien. Wer zwei davon besitzt, kann bequem ein Exemplar nutzen, während das zweite am Strom hängt. Ein weiterer Vorteil: Es braucht keine Ladesäule oder Steckdose in der Garage oder im Fahrradkeller. Der Akku lädt stattdessen in der Wohnung.

Worauf muss ich bei den Bremsen achten?

Besonders wichtig für die Sicherheit sind die Bremsen. Hierbei ist grob zwischen hydraulischen Scheibenbremsen und klassischen Trommelbremsen zu unterscheiden. Erstere verzögern schneller, treiben den Preis für das E-Mofa jedoch in die Höhe. Beim Verkauf eines gebrauchten Mopeds machen sie sich natürlich positiv bemerkbar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein günstiger Preis nicht zwingend ein Vorteil ist. Wer den Roller später wieder verkaufen möchte, sollte auf vernünftige Technik und Ausstattung achten. Auch das Design ist dabei wichtig. Ein klassischer Look, angelehnt an historische Modelle wie die Vespa 50 von Piaggio, kommt auch in einigen Jahren noch gut an. Die Kapazität des Akkus ist für Käufer ebenfalls ein entscheidender Punkt.

Elektro-Mofa: Führerscheinklasse und Versicherung

Wer ein Mofa im öffentlichen Straßenverkehr fahren möchte, braucht dafür eine Prüfbescheinigung. Dabei handelt es sich streng genommen um keinen normalen Führerschein. Vielmehr soll das Papier die grundlegende Fähigkeit zum Führen des Fahrzeugs attestieren. Dazu gehört eine praktische und theoretische Ausbildung. Die Prüfung erfolgt allerdings nur zur Theorie.

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Die Anmeldung für die Mofa-Prüfbescheinigung kann bereits ein halbes Jahr vor Erreichen des 15. Lebensjahres erfolgen. Das Ablegen der Prüfung ist jedoch nicht länger als drei Monate vor dem Geburtstag möglich. Auf die Straße dürfen die jungen Mofa-Piloten natürlich erst mit 15. Wer einen Führerschein mit Klasse AM (früher M und S) besitzt, darf Mofas auch ohne zusätzliche Prüfung fahren.

Die Versicherung eines Mofas entspricht der eines Rollers oder E-Bikes bis 45 km/h. Es reicht also ein Versicherungskennzeichen. Das gibt es nicht bei der örtlichen Zulassungsstelle, sondern direkt beim gewünschten Versicherungsunternehmen. Es gilt für ein Jahr, gemessen jeweils ab 1. März. Die Kosten dafür beginnen bei rund 30 Euro.

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