Elektromobilität

Erster E-Bagger vorgestellt: Jetzt kommen Baumaschinen mit E-Antrieb

von
Carola Franzke

Der erste Elektro-Bagger wurde im Oktober 2018 vorgestellt. Die Baumaschine könnte der Auftakt für den E-Antrieb auf Baustellen darstellen.

Eine Baggerschaufel vor gelbem Grund.
Die Baustelle wird elektrisch: Jetzt bekommen auch Baumaschinen einen E-Antrieb. Foto: shutterstock/Grizanda

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Mini-Elektro-Bagger die Baustellen der Zukunft gestalten könnten
  • Weshalb Elektro-Baumaschinen weniger Lärm und Luftverschmutzung bedeuten
  • Warum sich deshalb E-Antrieb auch auf Baustellen durchsetzen könnte

Bisher sind schwere Maschinen ohne Verbrennungsmotoren noch die Ausnahme. Der hohe Energiebedarf bedeutet große und entsprechend schwere Akkus, die die Geräte verteuern. Eine Kooperation von Hyundai Construction Equipment (HCE) und Cummins, Hersteller von Schwerlast-Motoren und Generatoren, hat nun aber einen Mini-Elektro-Bagger hervorgebracht, der eine Wende einläuten könnte. Der Prototyp wurde Ende Oktober 2018 vorgestellt.

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Cummins ist bisher vor allem für schwere Dieselantriebe und -generatoren bekannt. Mit diesem Gemeinschaftsprojekt will das Unternehmen zweifellos seinen Einstieg in die Zukunftstechnologie Elektromobilität vorantreiben. Der Prototyp des Elektro-Baggers wiegt 3,5 Tonnen und enthält acht Akkumodule BM4.4E, die zusammen eine Leistung von mehr als 35 Kilowattstunden speichern können. Damit soll ein voller Arbeitstag von acht Stunden im Baustellenbetrieb möglich sein. Die Ladezeit geben die Hersteller mit drei Stunden an.

Bei der Elektrifizierung von Baumaschinen geht es sowohl um Umweltbewusstsein, als auch um ökonomisch sinnvolle Lösungen.

D. S. Kim, CTO von Hyundai Construction Equipment (HCE)

Elektro-Bagger: E-Antriebe für die Baumaschine

Die Vorteile, wie etwa weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, weniger Luftverschmutzung und leisere Motoren, sind auch für Anwendungen in großen Maschinen nicht von der Hand zu weisen. Weltweit gibt es viele Projekte, die sich mit der Entwicklung von Schiffen und Flugzeugen mit E-Antrieb oder Elektro-Lkw bzw. -Nutzfahrzeuge befassen – hier ist bei der Anschaffung sogar eine Umweltprämie möglich.

Der Elektrobagger von Hyundai Construction Equipment (HCE) und Cummins.
Der Mini-Elektrobagger von Hyundai Construction Equipment (HCE) und Cummins bei der Arbeit. Foto: Cummins

Insofern ist die Kooperation von Hyundai und Cummins nur folgerichtig. Vertreter der beiden Unternehmen erwarten, dass Mini-Bagger wie der vorgestellte Prototyp die ersten elektrischen Baumaschinen sein werden, die sich im Bereich von schwerem Gerät ernsthaft durchsetzen können.

HCE ist der Auffassung, dass Mini-Bagger die besten Kandidaten für eine Elektrifizierung sind. Sie werden vornehmlich im Einzugsbereich von Wohngebieten eingesetzt, und werden mit dem E-Antrieb in naher Zukunft Zero-Emissions- und Lärmschutzvorgaben erfüllen.

D. S. Kim, CTO von Hyundai Construction Equipment (HCE)

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Auflagen werden restriktiver

Mit dem leisen und sauberen Mini-Elektro-Bagger versprechen sich Hyundai und Cummins einen Wettbewerbsvorteil. Viele Städte gehen inzwischen restriktiver gegen Luftverschmutzung vor und richten Umweltzonen ein, wovon zunehmend auch Baumaschinen betroffen sind.

Im Zusammenhang mit Fahrverboten für Dieselfahrzeuge ist es für Fahrzeughaltern auch zunehmend unverständlicher, dass sie nicht weiterfahren dürfen, während die alte Technik auf den Baustellen – Bagger, Kräne, Muldenkipper etc. – weiter fleißig Abgase in die Luft blasen.

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