Elektromobilität

Elektrische Kriegsführung: Fährt die US-Armee bald E-Scooter?

von
Thomas Pitscheneder

Während in Städten Menschen mit dem E-Scooter zum nächsten Café fahren, könnte sich die US-Armee damit schon bald durch Kriegsgebiete bewegen.

Ein Soldat auf einem EZRaider
Durch seinen Aufbau und den Allradantrieb kommt der E-Scooter von EZRaider auch im Gelände zurecht. Foto: EZRaider

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Art von E-Scooter die US Army einsetzen will
  • Wie die ersten Tests mit den Fahrzeugen aussehen sollen
  • Welche Einheiten schon jetzt auf die Technik setzen

Lange dauerte es, bis die Regierung hierzulande den Weg für eine Zulassung von E-Scootern ebnete. Seitdem verursachen sie in den Städten einige Probleme: vor allem durch falsch abgestellte Fahrzeuge. Die US-Armee sieht in ihnen aber wohl potenzial – und testet einen möglichen Einsatz in Kriegsgebieten.

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Auf dem E-Scooter durch das Gelände

Praktisch wäre es kaum, wenn sich die Soldaten erst bei einem Verleihservice anmelden und dann per App eines der Fahrzeuge entsperren müssten. Vielmehr geht es darum, die Geräte direkt mit als Fahrzeug in Krisengebiete zu nehmen. Natürlich geht es auch nicht um die öffentlich genutzten Exemplare mit zwei kleinen Rädern und knapper Standfläche. Zum Einsatz könnte stattdessen eine spezielle Variante des E-Scooters von EZRaider kommen.

Der besitzt vier Räder, die durch ihre Größe und das tiefe Profil auch für Fahrten im Gelände geeignet sind. Besonders die stärkste Version mit 18 kW (24,5 PS) und Allradantrieb dürfte für die Armee interessant sein. Bis zu 200 Kilo kann dieser E-Scooter bewegen – genug um Soldat und Ausrüstung zu tragen. Bei Bedarf lässt sich sogar ein eigens dafür entwickelter Anhänger ziehen.

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Erster Test auf sicherem Grund

Die Erprobung des Gefährts soll im Rahmen der „Army Expeditionary Warrior Experiments“ (AEWE) erfolgen. Dabei handelt es sich um eine Reihe von testweise ausgeführten Gefechtssituationen und Spielen mit Kriegsgerät. Dort testet die US Army jährlich neue Waffen, Gadgets und Fahrzeuge.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Armee die E-Scooter in Zukunft wirklich mit ins Kriegsgebiet nimmt. Schon jetzt setzen etwa die US Special Forces, die niederländische Armee sowie die israelische Polizei Modelle von EZRaider ein. Die Vorteile seien dabei ihre Wendigkeit, die geringe Geräuschentwicklung und die unkomplizierte Handhabe.

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