Elektromobilität

E-Lastenräder: Wie Sie von der Förderung profitieren

von Sabrina Lieb

Förderung für E-Lastenräder und -anhänger: aio erklärt, wie Sie den Zuschuss erhalten, wo auch Privatkäufer einen Bonus bekommen und warum Eile geboten ist.

Lastenfahrrad vor Hausfassade
Das Fahrrad macht sich laaaang: E-Lastenräder und Lastenanhänger erobern die City – eine Förderung für sie gibt es seit März 2018 in ganz Deutschland. Foto: Shutterstock / Baloncici

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum die Grünen eine bundesweite Förderung fordern
  • Welche Städte bereits private E-Lastenräder fördern
  • Wer von der staatlichen Förderung von E-Lastenrädern profitiert
  • Wie Sie einen Antrag auf gewerbliche Förderung stellen können

Um die Elektromobilität attraktiver zu gestalten, fördert der Bund die Anschaffung von Elektroautos. Aber auch E-Lastenräder sind unter bestimmten Bedingungen durch den Bund förderungsfähig, allerdings nur für gewerbliche Zwecke.

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Manche Städte und Landkreise machen sich deshalb von der staatlichen Förderung unabhängig und bieten auch für Privatpersonen eine finanzielle Unterstützung beim Kauf eines E-Lastenrads – worauf es dabei zu achten gilt, haben wir in elf Tipps zusammengefasst.

Grüne fordern: Jedes Lastenrad sollte gefördert werden

Den Grünen im Parteitag geht dieses Angebot noch nicht weit genug. Laut der taz vom 13. Juni 2018 beantragen die Grünen, dass bundesweit alle Käufer von Lastenrädern ab 2019 pauschal mit 1000 Euro pro Rad bezuschusst werden.
Die Idee: Innerhalb von vier Jahren soll so der Kauf von einer Million Lastenräder mit insgesamt einer Milliarde Euro gefördert werden.

Den Antrag begründete Grünen-Haushälter Sven Kindler in der taz mit der Verkehrswende in den Städten, die einen "großen Schub" brauche:

Wir wollen gezielt Fahrradfahrerinnen und -fahrer fördern, denn Radfahren sorgt für saubere Luft, weniger Lärm und mehr Platz in unseren Städten.

Bis der Antrag bewilligt ist, sind Käufer von Lastenrädern weiterhin auf die kommunale Unterstützung vor Ort angewiesen. Wenngleich längst nicht alle Städte ein eigenes Förderprogramm für Lastenräder anbieten, wächst die Zahl der Teilnehmer doch langsam, aber stetig an.

Welche Städte fördern private E-Lastenräder?

In Deutschland ist der Kauf eines Lastenrads förderfähig – auch für Privatpersonen. Allerdings unterscheiden sich die Zuschüsse und Rahmenbedingungen von Stadt zu Stadt. Hier finden Sie eine regelmäßig aktualisierte Übersicht der Städte, die Sie finanziell unterstützen (Stand: Juli 2018).

Auch in Berlin gab es Zuschüsse – für knapp 24 Stunden

Das ging schnell: Nicht einmal 24 Stunden hat es gedauert, bis die bereitgestellte Förderungssumme für Privatpersonen ausgeschöpft war – bereits im Vorfeld hatte die taz Befürchtungen ob der geringen Menge geäußert (siehe unten).

Einen Tag nach dem Start der Förderung veröffentlichte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ein Update zum Stand unter der Überschrift: "Lastenräder-Förderprogramm ist ein voller Erfolg."

Darin heißt es, dass bereits am ersten Tag mehr als 1000 Anträge gestellt wurden – mehr als durch die 200.000 Euro Förderungssumme bewilligt werden können. Von dem Betrag standen allerdings nur 90.000 Euro für Einzelpersonen zur Verfügung; die restlichen 110.000 Euro dienen der "Förderung von gemeinschaftlichen sowie gewerblichen bzw. freiberuflichen Nutzenden".

Deswegen, so weiter, steht der Antrag für die Förderung von einzelnen Privatpersonen nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen entscheidet nun das Los darüber, wer unter den Antragstellern den Zuschuss von jeweils maximal einem Drittel der Kaufsumme erhält.

Die Senatsverwaltung nimmt die positive Resonanz auf das Förderprogramm zudem zum Anlass, zu prüfen, ob für 2018 noch weitere Fördergelder für Lastenräder und -anhänger bereitgestellt werden können. 2019 will Berlin das Programm ebenfalls fortführen – dann mit insgesamt 500.000 Euro.

München als Vorreiter der Lastenrad-Förderung

München fördert den Privatkauf von elektrischen Transportfahrrädern bereits seit Januar 2017 – und zählt damit zu den ersten Städten überhaupt, die in Deutschland Privatpersonen unterstützen. Die Fördersummen setzen sich wie folgt zusammen:

  • Zwei- und dreirädrige Elektroleichtfahrzeuge mit 25 Prozent der Nettokosten bis maximal 1000 Euro
  • Lastenpedelecs mit 25 Prozent der Nettokosten bis maximal 1000 Euro
  • Ladeinfrastruktur mit 20 Prozent der Nettokosten für Montage bis maximal 6000 Euro
  • Installation und Beratungsleistungen mit 80 Prozent bis maximal 6000 Euro
  • Zusätzliche 200 Euro bis 1000 Euro Förderung sind möglich bei Verschrottung eines Altfahrzeuges oder wenn das geförderte Elektrofahrzeug mit Ökostrom geladen wird

In München ist also nicht nur das E-Lastenrad förderfähig, sondern auch die Ladeinfrastruktur für den Heimgebrauch. Bis zum 31. Dezember 2020 können Privatpersonen in München noch von der Prämie profitieren.

Der Antrag auf Förderung lässt sich via Online-Formular ausfüllen.

Wichtig: Der Antrag muss vor dem Kauf erfolgen. Rückwirkend ist eine Förderung nicht mehr möglich!

Ansicht von München
München fördert auch Privatfahrer: Ob E-Lastenräder oder Lastenanhänger, die Förderung gibt es in der Stadt auch für Privatpersonen. Foto: Shutterstock / manfredxy

Auch Heidelberg fördert E-Lastenräder

Auch Heidelberg fördert die private Anschaffung von E-Lastenrädern mit bis zu 500 Euro.

Förderfähig sind dabei Elektro-Lastenräder, Lasten-Pedelecs oder E-Lastenanhänger:

  • die bereits ab Werk mit einem Elektroantrieb ausgestattet sind
  • die eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h haben
  • und mindestens 40 Kilogramm Zuladung zulassen

Nicht förderfähig sind:

  • nachträgliche Umbauten herkömmlicher Pedelecs
  • gebrauchte Fahrzeuge

Im Online-Formular lässt sich ein Antrag auf Förderung stellen – dem ist aber unbedingt die Rechnung des Rades beizulegen.

Wichtig: Anders als in München muss die Rechnung bei Antragstellung bereits vorliegen. Allerdings darf der Kauf nicht länger als sechs Monate zurückliegen.

Baden-Württemberg füllt Fördertopf neu auf

Zum 1. September 2018 hat das Baden-Württemberg die Förderung von E-Lastenrädern zum zweiten Mal bewilligt. Rund zwei Millionen Euro stellt das Bundesland dafür bereit, allerdings nicht ausschließlich für den Kauf von Elektro-Lastenrädern, sondern für E-Fahrzeuge insgesamt.

"Unser Ziel ist es, mit unserer Förderung ein Prozent der jährlichen Pkw-Zulassungen durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen, also etwa 5000 Fahrzeuge", sagt Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg.

Die Förderung ist an folgende Rahmenbedingungen geknüpft:

  • Die Zuwendung beträgt 30 Prozent der Investitionskosten bei Kauf oder Leasing, maximal 3000 Euro
  • Gefördert werden E-Lastenräder oder Elektro-Lastenanhänger für Fahrräder
  • Gefördert werden ausschließlich Unternehmen, Körperschaften des privaten Rechts, Freiberufler, gemeinnützige Organisationen oder Kommunen mit Sitz in Baden-Württemberg
  • Die E-Lastenräder müssen mindestens drei Jahre im gewerblichen, gemeinnützigen, gemeinschaftlichen oder kommunalen Einsatz sein
  • Der Kauf von E-Lastenrädern für den privaten Gebrauch wird nicht unterstütztWichtig: Der Antrag muss vor dem Kauf postalisch oder elektronisch bei der Landesbank eingegangen sein.

Weitere Städte, die private E-Lastenräder bezuschussen

  • Bamberg: max. 500 Euro mit Elektromotor, das Lastenpedelec muss für eine Zuladung von min. 40 kg zugelassen sein, die Förderung läuft bis 31. Oktober 2019

Wichtig: Der Antrag muss postalisch oder elektronisch vor dem Kauf beim Landratsamt Bamberg eingegangen und bewilligt worden sein.

  • Dachau: max. 500 Euro ohne Elektromotor, max. 1000 Euro mit Elektromotor, bis 31. Dezember 2019

Wichtig: Der Antrag muss postalisch vor dem Kauf bei der Stadt Dachau eingegangen und bewilligt worden sein.

  • Limburg: 600 Euro pauschal, weitere Förderung durch Abwrack- und Ökoboni möglich, bis 31. Januar 2019

Wichtig: Der Antrag muss bis spätestens zwei Wochen nach Abschluss des Kaufs postalisch oder per Mail bei der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn beantragt werden.

  • Regensburg: max. 400 Euro ohne Elektromotor, max. 1000 Euro mit Elektromotor

Wichtig: Der Antrag muss postalisch vor dem Kauf bei der Stadt Regensburg eingegangen und bewilligt worden sein.

  • Sonthofen: max. 400 Euro ohne Elektromotor, max. 800 Euro mit Elektromotor

Wichtig: Die Antragsunterlagen können per Mail angefordert werden. Die Fördergelder für das Jahr 2018 sind bereits vergeben. Anträge für 2019 können bis 15. März 2019 eingereicht werden.

  • Wolfratshausen: 50 Prozent der Nettokosten, max. 1500 Euro pro Fahrzeug (bei Pedelecs: max. 1000 Euro), weitere 500 Euro durch Abwrackprämie möglich

Wichtig: Der Antrag auf Förderung muss spätestens vier Wochen nach Kauf postalisch bei der Stadt Wolfratshausen eingegangen sein.

Fazit zur Förderung privater E-Lastenrädern: Die private Nutzung der Räder fördern derzeit nur wenige Städte wie München und Heidelberg. Auch die Beiträge variieren stark. Vor allem im südlichen Raum wächst die Bereitschaft, Cargobikes mit Elektroantrieb auch für den privaten Nutzen zu subventionieren.

Großstädte wie Hamburg, Köln oder Frankfurt haben noch keine vergleichbaren Förderungsprogramme für Privatpersonen lanciert. Immerhin: Seit Juni 2018 fördert auch die Bundeshauptstadt den Privatkauf von E-Lastenrädern – und nimmt damit vielleicht eine Vorbildfunktion für andere Städte ein.

Wer profitiert von der bundesweiten Förderung von E-Lastenrädern?

Bereits seit 2016 fördern einzelne Städte und Bundesländer E-Lastenräder und Lastenanhänger. Seit März 2018 hat die Bundesregierung die Förderung auf Schwerlast-Transporträder mit Elektroantrieb ausgeweitet.

Im Zuge der Bezuschussung alternativer Energien und der Elektromobilität steht Unternehmen, Gemeinden oder Hochschulen eine Fördersumme durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu. Im einzelnen profitieren davon:

  • private Unternehmen unabhängig von der Art der Tätigkeit und ihrer Rechtsform (einschließlich Genossenschaften)
  • freiberuflich Tätige
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung
  • öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Hochschulen (Volkshochschulen sind davon ausgenommen)
  • Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser bzw. deren Träger
  • Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise)

Tipp: Die Förderung gilt auch rückwirkend für E-Lastenräder, die ab dem 29. November 2017 angeschafft wurden.

Geparkte Fahrräder am Bordstein
E-Lastenräder bezuschussen: Die Förderung durch das Bafa gilt bundesweit für Lastenfahrräder und Lastenanhänger mit Elektroantrieb. Foto: Shutterstock/Grisha Bruev

Wie hoch ist die Fördersumme?

Das hängt von den Preisen für das Rad ab: Denn das Bafa fördert die Räder mit 30 Prozent der Anschaffungskosten – maximal jedoch 2500 Euro pro Rad.

Eine Beispiel-Rechnung des Bafa verdeutlicht den Unterschied zwischen 30 Prozent Förderung und einer maximalen Summe von 2500 Euro pro E-Lastenrad:

  • Will ein Unternehmen fünf Räder für je 10.000 Euro anschaffen, beträgt die Fördersumme von 30 Prozent 15.000 Euro
  • Bei einem maximalen Förderbetrag von 2500 Euro pro Rad beträgt die Fördersumme für fünf Räder 12.500 Euro
  • Der Fördersatz liegt hier somit bei 12.500 Euro

Gibt es eine Obergrenze für die Förderung?

Ja. Die Förderung des Bafa ist Bestandteil der geringfügigen Kleinst-Finanzierung durch den Bund (De-minimis). Für Unternehmen, die bereits Förderungen in anderen Bereichen erhalten haben, die in die De-minimis-Regelung fallen, gibt es eine Obergrenze an Fördergeldern.

Im aktuellen und in den beiden vorangegangenen Steuerjahren darf die Summe nicht 200.000 Euro – bzw. 100.000 Euro für Unternehmen des Straßentransportsektors – überschreiten. Gegebenenfalls kürzt das Bafa die Förderung dementsprechend.

Tipp: Noch vor der bundesweiten Förderung boten einige Bundesländer und Städte Zuschüsse für gewerblich genutzte E-Lastenräder an – etwa München, Baden-Württemberg oder Niedersachsen. Da der bundesweite Zuschuss nicht mit anderen Förderungen kombinierbar ist, ist eine Doppel-Bezuschussung nicht möglich.

Beim Bafa heißt es: "Die Förderung nach der Kleinserien-Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme aus."

Fazit: Wer die Obergrenze der Förderung durch den Bund (De-minimis) noch nicht erreicht hat, für den bietet der E-Lastenrad-Zuschuss eine gute Möglichkeit. Und auch bei älteren Anschaffungen – ab 29. November 2017 – ist eine Förderung noch möglich.

Welche E-Lastenräder oder Lastenanhänger sind förderfähig?

Das Bafa fördert mit dem Zuschuss lediglich Schwerlastenfahrräder oder -anhänger mit elektrischer Unterstützung. Die E-Lastenräder oder E-Lastenanhänger müssen mindestens:

  • eine Ladefläche von 1 m³ haben
  • über eine Nutzlast von 150 Kilogramm verfügen (setzt sich zusammen aus Gewicht des Fahrers und Gewicht der transportierten Last)Zur Nutzlast heißt es im offiziellen Merkblatt des Bafa: "Die Nutzlast im Sinne dieser Richtlinie ist wie folgt definiert: Nutzlast = zulässiges Gesamtgewicht - Eigengewicht des Fahrzeugs = Ladung + Fahrer".

Hinweis: Die Begriffe "Nutzlast" und "Zuladung" werden von Fahrradhändlern und Anbieter oft unterschiedlich benutzt, da nicht alle einheitlich das Gewicht des Fahrers in die angegebene Nutzlast mit hinein rechnen. Erkundigen Sie sich deshalb am besten vor dem Kauf beim Bafa, ob das Lastenrad Ihrer Wahl förderfähig ist.

Neben Rädern und Anhängern im Einzelnen fördert das Bafa auch ein Gespann aus E-Lastenfahrrad und E-Lastenanhänger, solange eines der beiden eine elektrische Unterstützung besitzt.

Eine Einschränkung macht das Bundesamt außerdem bei der Art der Nutzung des Rades oder des Anhänger.

Welche Räder fördert das Bundesamt nicht?

Grundsätzlich sind gewerblich genutzte E-Lastenräder förderfähig – es gibt jedoch Ausnahmen, die das Bafa nicht bezuschusst. Dazu gehören:

  • E-Fahrräder und Anhänger für den Personentransport (z. B. Rikschas)
  • E-Fahrräder und Anhänger, die als Verkaufsfläche bzw. für Verkaufsaufbauten dienen (z. B. Getränkeverkauf)

Außerdem gibt es einige Einschränkungen, die gebrauchte Räder oder nicht vollständig ausgereifte Modelle betrifft. Nicht förderungsfähig sind deshalb E-Lastenräder und Anhänger, die:

  • gebraucht erworben wurden oder deren Bauteile größtenteils gebraucht gekauft wurden
  • noch im Status eines Prototypen erworben wurden
  • zusätzlich sind Eigenleistungen nicht förderfähig

Fazit: Mit Ausnahme von Personenbeförderung und Verkaufsständen fördert das Bafa alle gewerblich genutzten E-Lastenräder bzw. E-Lastenanhänger für das Fahrrad – solange sie die Mindestanforderungen von 1 m³ Stauraum bzw. 150 Kilogramm Nutzlast erfüllen. Es lohnt sich also bei einer Anschaffung in jedem Fall, einen Antrag auf Förderung zu stellen.

Hinweis: Anders als bei der Umweltprämie für Elektroautos ist "eine Finanzierung über Leasing bei Lastenfahrrädern nicht zulässig, weil eine geleaste Einheit / ein geleastes Schwerlastenfahrrad nicht in das Eigentum des Leasingnehmers übergeht. Eine Kaufoption im Leasingvertrag ist nicht ausreichend."

Wie kann ich einen Antrag auf Förderung stellen?

Um einen Antrag zu stellen, müssen Sie das Online-Formular für die Förderung von E-Lastenrädern ausfüllen. Zusätzlich zu dem vollständig ausgefüllten Antragsformular müssen Sie ein Produktdatenblatt einreichen, aus dem das notwendige Transportvolumen und die Nutzlast hervorgehen.

Hinweis: Das Bundesamt weist derzeit darauf hin (Stand: 25. Mai), dass Zuschüsse voraussichtlich erst nach der Sommerpause 2018 bearbeitet werden, da momentan lediglich eine vorläufige Haushaltsführung aktiv ist. Die Anträge, so heißt es vom Bafa, werden aber trotzdem geprüft und bearbeitet. Ob sie letztlich auch bewilligt werden, entscheidet sich aber erst nach Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes, also seit September 2018.

Leihen statt kaufen

Beim deutschen Mobilitätspreis 2018 zählt unter anderem der Verein wiewirleben e.V. aus Köln zu den zehn Preisträgern. Der Verein setzt sich dafür ein, Lastenräder kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Als Initiator des Forums Freie Lastenräder unterstützt der Verein das kostenfreie Ausleihen von Lastenrädern. Dahinter steht die Idee der Gemeingüter, die ein Umdenken in der urbanen Mobilität und ein nachbarschaftliches Miteinander erreichen will.

Das erste freie Lastenrad rollte 2013 unter dem Namen Kasimir durch Köln und setzt bis heute auf das Prinzip “teilen statt besitzen”. Inzwischen folgen deutschlandweit über 60 Initiativen dem Prinzip und beteiligen sich an Freie Lastenräder.

Neben einer Online-Karte, die die Teilnehmer übersichtlich bündelt, hält wiewirleben e.V. auch digitale Tools bereit, die den Leihprozess für Endnutzer und Initiativen so einfach wie möglich gestalten sollen, um den Aufbau eines stetig wachsenden Netzwerks zu fördern.

Zur Begründung der Auszeichnung heißt es auf der offiziellen Homepage des deutschen Mobilitätspreises: "wielebenwir e.V. ermöglicht gemeinsam mit weiteren Initiativen die kostenfreie Entleihe von Lastenrädern und bietet eine ressourcenschonende und gemeinschaftsfördernde Alternative zum motorisierten Verkehr in Städten."

2018 stand die Verleihung unter dem Motto: "Intelligent unterwegs – Innovationen für eine nachhaltige Mobilität". Von den rund 250 eingereichten Beiträgen wählte eine Jury die zehn aus, die am ehesten "Lösungsansätze, wie der Verkehr und die Logistik dank der Digitalisierung nachhaltiger gestaltet werden können", präsentierten, wie es in der Pressemitteilung dazu heißt.

Fazit: Die Antragstellung im Onlineverfahren ist sehr simpel und lohnt sich für alle Unternehmen, die bereits Lastenräder oder Lastenanhänger mit elektrischer Unterstützung ab dem 29. November 2017 angeschafft haben oder dies noch tun möchten. Auch wenn die Auszahlung des Zuschusses noch etwas dauern könnte, sind die Fördersummen von bis zu 2500 Euro pro Rad oder Anhänger lohnenswert.

Ebenso wie die Umweltprämie für Elektroautos bezuschusst die Bundesrepublik so die Elektromobilität und deren Wachstum in Deutschland.

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