Elektromobilität

E-Bikes: Spaniens Post testet Elektro-Lastenfahrräder

von
Carola Franzke

Die Briefträger in spanischen Großstädten rüsten um auf Elektro-Lastenfahrräder: Die wendigen Fahrzeuge passen auch in enge Gassen — ohne Abgase.

Die elektrischen Lastenräder der spanischen Post.
So gelb wie hierzulande: Die elektrischen Lastenräder der spanischen Post. Foto: BIKELECING

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Vorteile Elektro-Lastenräder für Spaniens Post haben
  • Was für E-Bikes in den fünf ersten Städten eingesetzt werden
  • Welche anderen nationalen Postunternehmen E-Bikes nutzen

Elektro-Lastenfahrrad: Vorteile in der Altstadt

Die spanische Post kommt auf das E-Bike: Seit Anfang 2018 testet das nationale Postunternehmen Correos in fünf spanischen Städten Elektro-Lastenfahrräder.

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Die Spanier setzen auf dreirädrige Lastenfahrräder mit hoher Zuladung (Spezifikationen siehe unten). Sie versprechen sich gegenüber dem Auto Vorteile gerade in engen Altstadtgassen und schlecht zugänglichen Fußgängerzonen im Innenstadtbereich.

In den Stadtzentren mit hohem Personenaufkommen und besonders in den Zonen, die für konventionell motorisierte Fahrzeuge zugangsbeschränkt sind, kommen die wendigen E-Bikes problemlos voran. Die Elektromobilität kann hier ihre Vorzüge voll ausspielen.

Als erstes werden die Elektro-Lastenfahrräder von Briefzustellern in Madrid, Sevilla, Málaga, Córdoba und Granada eingesetzt.

Die Post in Spanien bezieht die Lastenräder lokal von dem spanischen Anbieter Bikelecing. Die E-Bikes vom Typ BKL BOX LMC 559 haben folgende Spezifikationen:

  • Leergewicht: 38 Kilogramm
  • Stauraum: 550 Liter
  • Motor: 250-Watt-Elektromotor von Continental
  • Drehmoment: 70 Nm
  • Reichweite: 60 Kilometer
  • Stromkosten: 0,12 Euro pro 100 Kilometer

Diesen Vorbildern folgt Spaniens Post

Mit ihrem Test ist Spaniens Post eher ein Spätzünder. Nicht nur die deutsche Post sind bereits auf Elektromobilität und ist längst mit elektrisch unterstützten Lastenrädern unterwegs, auch in Österreich, den Niederlanden und Dänemark gehören die E-Bikes der Post zum Stadtbild.

Die deutsche Post hat im Herbst 2017 noch einen anderen Ansatz zur Entlastung der Zusteller getestet: Der PostBOT, der dem Postboten autonom auf Schritt und Tritt folgt. Der rollende Elektrocontainer kann 150 Kilogramm transportieren und folgt den Beinen des Zustellers automatisch, bei Hindernissen hält er an und umfährt sie.

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Für die Post steht die Entlastung bei der körperlich anstrengenden Arbeit im Vordergrund, damit ihre Zusteller die Tätigkeit bis zum Rentenalter ausführen können. Entwickelt wurde der PostBOT auf Basis eines Roboters der französischen Firma "Effidence S.A.S".

Der Test fand über einen Zeitraum von sechs Wochen in Bad Hersfeld statt, denn die Stadt bezeichnet sich selbst als deutsche „Smart City“. Erkenntnisse aus dem Test, der als Basis für weitere Entwicklungen dienen sollte, wurden allerdings bisher nicht veröffentlicht.

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