Elektromobilität

Elektrofahrrad: Muss das E-Bike immer aussehen wie ein Fahrrad?

von Jennifer Hollack

Die Auswahl an E-Bikes ist riesengroß. Viele sehen aus wie normale Räder – manche aber auch wie Elektroroller oder eine Vespa.

Das E-Bike Onyx CTY The Free Spirit vor einem hellen Hintergrund.
Elektrofahrräder sind nur was für Senioren? Von wegen! Auffälliges Design wie hier beim Onyx CTY The Free Spirit spricht sicher auch jüngere Biker an. Foto: Onyx Motorbikes

Das erfahren Sie gleich:

  • Was den Charme eines Elektrofahrrads in Vespa-Optik ausmacht
  • Warum für die meisten eine Helm- und Kennzeichenpflicht besteht
  • Wie sich die vor allem im Ausland beliebten E-Bikes auch hier beziehen lassen

Dass ein Elektrofahrrad nicht immer aussehen muss wie ein normales Fahrrad, ist mittlerweile bekannt. Egal, ob City-E-Bike oder Retro-Fahrrad – Pedelecs und S-Pedelecs kommen in vielen Variationen daher. Kein Wunder also, dass es auch E-Bikes gibt, die aussehen wie eine Vespa oder zumindest sehr an eine erinnern.

Vollelektrischer Fahrspaß

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Mit dem großen Unterschied, dass sie mit Pedalen zum Treten ausgestattet sind. Für den Style-Faktor des besonderen Fahrrads können diese aber eingeklappt werden.

Mindestalter: 15 Jahre

Zwar gelten als zulassungsfreie Pedelecs alle E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern pro Stunde und einer maximalen Motorleistung von 250 Watt. Der Motor der meisten Vespa ähnlichen Elektroroller schafft allerdings mindestens 500 Watt.

Alles, was über 250 Watt hinausgeht, benötigt in Deutschland eine Mofa-Prüfbescheinigung oder einen Führerschein der Klasse AM. Das bedeutet aber, dass selbst junge E-Bike-Fans auf das schicke Elektrofahrrad ausweichen dürfen, sobald sie mindestens 15 Jahre alt sind und eine Mofa-Prüfbescheinigung in der Tasche haben. Ein Versicherungskennzeichen ist ebenfalls Pflicht bei den Scootern im Italo-Style.

Fünf Elektrofahrräder mit 500 Watt

Bekanntermaßen hinkt Deutschland in Bezug auf die Zulassungen in der Elektromobilität einigen anderen Ländern hinterher. Kein Wunder also, dass alle Elektroroller aus der unten stehenden Liste aus dem Ausland kommen.

Wer am Bodensee wohnt, hat es am einfachsten: Die Schweizer stehen auf Elektromobilität im Allgemeinen und auf E-Bikes sowieso. Warum also nicht einen Ausflug auf die andere Seite des Sees machen, Elektroroller kaufen, Akku laden und auf dem Landweg mit der neuen Errungenschaft zurückfahren?

Sowohl die Vespino City Bluetooth als auch die e-Solex und die Easy Velo-Vespas gibt es dort zu kaufen. Alle drei Elektroroller haben eine Motorleistung von 500 Watt und fahren um die 25 Kilometer in der Stunde. Sie sind somit in Deutschland zugelassen und dürfen nach der Anmeldung bei der Versicherung im Straßenverkehr benutzt werden.

Bei Daymaks Lonestar 72V und dem Jetson Gen 1 Electric Bike wird es da schon schwieriger: Der E-Roller Lonestar 72V lässt sich über einen Online-Shop in Italien bestellen. Dieser bekommt seine S-Pedelec-Vorräte aus der Daymak-Zentrale in Kanada und sind da häufig ausgeschöpft. Grundsätzlich ein gutes Zeichen für die Elektro-Vespa.

Interessenten müssen aber Geduld mitbringen, wenn sie sich für diese schöne E-Vespa entscheiden. Der Jetson-E-Roller macht mit seinen 1.900 Euro preislich zwar den besten Eindruck, da das gute Stück aber aus den USA verschifft wird, kommen hier noch einige Kosten für die Lieferung und den Zoll oben drauf.

Elektroroller im Vergleich

  • Modell
  • Reichweite
  • Vmax
  • Batterie
  • Ladezeit
  • Leistung
  • Preis
  • Vespino City Bluetooth
  • 50‑60 km
  • 25 km/h
  • 48 Volt/ 20 Ah
  • 6‑8 Stunden
  • 500 Watt
  • 3070 US-Dollar
  • Solex e‑Solex
  • 40 km
  • 35 km/h
  • Lithium‑Ionen‑Akku 36 Volt – 15 Ah
  • -
  • 500 Watt
  • 1995 US-Dollar
  • Easy Velo EMOTO20
  • 50‑55 km
  • 20-25 km/h
  • LiFePo4‑Batterie 23 Ah
  • 4‑6 Stunden
  • 500 Watt
  • 2450 Euro
  • Easy Velo EMOTO25
  • 50‑55 km
  • 30-35 km/h
  • LiFePo4‑Batterie 23 Ah
  • 4‑6 Stunden
  • 1.000 Watt
  • 2590 Euro
  • Easy Velo EMOTO45
  • 45‑50 km
  • 45 km/h
  • LiFePo4‑Batterie 23 Ah
  • 4‑6 Stunden
  • 1.000 Watt
  • 2650 Euro
  • Onyx CTY The free Spirit
  • 65 km
  • 50 km/h
  • Lithium‑Ionen‑Akku 48 Volt
  • -
  • 2.500 Watt
  • 2420 Euro (zur Zeit ausverkauft)
  • Daymak Lonestar 72V
  • 55‑65 km
  • 32 km/h
  • Bleisäure‑Batterie 72 Volt/ 20 Ah
  • 6‑8 Stunden
  • 500 Watt
  • nicht auf Lager
  • Jetson Gen 1 Electric Bike
  • 50‑60 km
  • 30 km/h
  • Lithium‑Ionen‑Akku 48 Volt/ 17 Ah
  • 4‑5 Stunden
  • 500 Watt
  • 1900 Euro zzgl. Versand
  • Speedster Moped
  • 30‑40 km
  • 32 km/h
  • 48V
  • -
  • 500 Watt
  • 1000 Euro (keine Lieferung nach Deutschland)
  • American Electric Power Assisted Bike
  • 45‑50 km
  • 32 km/h
  • 48V
  • -
  • 500 Watt
  • 2150 Euro (keine Lieferung nach Deutschland)

Stand: August 2018

Elektroroller im Ausland beliebt

Der Pedelec- und E-Bike-Markt ist riesengroß und außerhalb von Deutschland schon fast unübersichtlich. Da ist es hilfreich, dass in dieser Liste nur acht Elektroroller auftauchen.

So schnell, wie sich die E-Mobilität entwickelt, werden in den nächsten Jahren noch einige E-Bikes im Roller- oder Vespa-Look dazu kommen. Einige Pedelec-Hersteller haben bereits angefangen, und die ersten Hybrid-Roller herausgebracht.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Elektromobilität immer informiert.

So verlängert sich die Akkulaufzeit während der Fahrt und die herausnehmbaren Akkus der Fahrräder müssen nicht nach durchschnittlich 30 Kilometern wieder an die Steckdose. Mit den neuesten E-Bikes sind 100 oder 200 Kilometer Reichweite überhaupt kein Problem mehr.

Für wen es beim Pedelec oder der schnelleren Variante allerdings nicht auf Reichweite ankommt, sondern auf Faktoren wie Komfort oder Alltagstauglichkeit, erfährt hier, worauf es beim Kauf ankommt und was man vorab beachten sollte.

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