Leben

Dynamische Preise: Schadstoffe machen das Parken günstiger

von
Thomas Pitscheneder

Solange Autos nicht deutlich weniger Schadstoffe ausstoßen, sollen sie von den Straßen verschwinden. Flexible Preise in Parkhäusern sollen da helfen.

Blick in ein altes Parkhaus
Parkhäuser in Nürnberg und Fürth bekommen bald ein digitales System, mit dem Kunden zum Teil sparen können – zugunsten der Stadtluft. Foto: Unsplash/Scottie Scheid

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum eine Verringerung des Autoverkehrs sinnvoll ist
  • Wie ein neues System für Parkhäuser das schaffen soll
  • Wie sich die Bundesregierung daran beteiligt

Trotz einem Rückgang der CO2-Emissionen, hat Deutschland auch weiterhin mit Problemen im Verkehr zu kämpfen. So liegen vielerorts noch immer die Stickoxid-Werte viel zu hoch. Die Regierung versucht dem etwa mit Fahrverboten für Diesel entgegenzuwirken. Ein großer Erfolg ist das jedoch bisher nicht, wie die Stadt Hamburg zeigt.

Lesen Sie auch

Ladestation

aio-Empfehlung

Unter Strom! Mobilität wird elektrisch

Alternativen sind deshalb gefragt. Ein Lösungsansatz könnte in einer Neugestaltung von Parkhäusern liegen.

N-ERGIE und infra: Flexible Preise in Parkhäusern

Das in Nürnberg ansässige Energieunternehmen N-ERGIE und die Firma infra aus Fürth wollen gemeinsam einige Parkhäuser in der Region mit moderner Technik ausrüsten. Genauer ist in sechs Nürnberger und vier Fürther Parkhäusern die Installation von 3.100 Parksensoren und 370 Ladepunkten für Elektroautos geplant.

So sollen die Parkhäuser auf den aktuellen Stand kommen. Sie alle stehen nicht im Innenstadtbereich, sondern etwas außerhalb. Das hat einen guten Grund, denn die Unternehmen wollen die Kunden dazu anregen, das Auto stehen zu lassen und mit dem ÖPNV in die Stadt zu fahren. Dafür entwickeln sie eine digitale Plattform, die anhand der aktuellen Schadstoffbelastung und des Verkehrsaufkommens die Preise anpasst. Liegen beide Werte hoch, ist das Parken günstiger.

Leben

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Millionenprojekt mit Förderung der Regierung

Günstig ist dieses Vorhaben allerdings nicht. N-ERGIE und infra stecken gemeinsam rund 7,7 Millionen Euro in die Umrüstung der Parkhäuser und die Entwicklung der Plattform. Hilfe dabei bekommen sie allerdings von der Bundesregierung. Das Verkehrsministerium bezuschusst das Projekt mit 3,8 Millionen aus dem Fördertopf “Saubere Luft”.

Die Bundestagsabgeordneten Sebastian Brehm (CSU) und Martin Burkert (SPD) übergaben den entsprechenden Scheck bereits. Die Arbeiten sind somit in vollem Gange. Bis Ende 2020 soll das Projekt vollständig abgeschlossen sein. Ob es wie gewünscht wirkt, dürften die Jahre danach zeigen.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen