Technik

Drohnen sollen Straßenbelag in der Smart City reparieren

von Carola Franzke

In vielen Städten kommen die Bauarbeiter nicht mit dem Flicken von Schlaglöchern hinterher. Jetzt sollen sich autonome Drohnen um den Straßenbelag kümmern.

Ein Schlagloch in einer Straße.
Drohnen könnten Künftig solche Schlaglöcher reparieren. Foto: Shutterstock / vulcano

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Drohnen künftig Löcher im Straßenbelag selbstständig auffinden und mit 3D-Druck reparieren
  • Warum gerade in Leeds so viel an der Infrastruktur von Smart Citys geforscht wird
  • Welche weiteren Projekte neben dem Straßenbelag-Flicken an der Uni laufen

Im englischen Leeds forscht die örtliche Universität an der Wartung und Reparatur der Städte der Zukunft: Smart Citys sollen keine Schlaglöcher oder defekte Straßenlaternen haben. Und wenn so ein Fall doch eintritt, soll die Reparatur schnell und unauffällig stattfinden.

Die Studenten haben eine Drohne entwickelt, die per 3D-Druck Schäden im Straßenbelag reparieren kann. Das Fluggerät mit fünf Rotoren kann schnell auch auf kleinere Löcher reagieren: Sobald ein Schlagloch oder Riss entdeckt ist, kann der Schaden vom 3D-Drucker an Bord der Drohne aufgefüllt werden.

So sind keine tagelangen Sperrungen notwendig, sondern nur noch wenige Stunden – vielleicht auch gar keine, falls die Drohne mit weiteren Entwicklungen bei der Technik zukünftig auch nachts operieren kann.

Drohnen, 3D-Drucker und Roboter

Für die Forschungsprojekte und den Bau von Prototypen hat die Universität ein Budget von rund 4,7 Millionen Euro. Ihre Aktivitäten sind Teil der „Engineering Grand Challenge“, für die insgesamt über 23,6 Milliarden Euro bereitstehen.

Leeds soll die erste Stadt der Welt sein, in der es keine Verkehrsstörungen durch Straßenbauarbeiten mehr gibt.

Professor Phil Purnell, Leiter des Forschungsteams

In Leeds profitieren insgesamt drei große Projekte von den Fördergeldern, und alle drei sollen die Infrastruktur von den künftigen Smart Citys verbessern.

  • „Perch and Repair“: Drohnen, die von höhergelegenen Standorten wartungsbedürftige Straßenlaternen finden und reparieren
  • „Perceive and Patch“: Fliegende 3D-Drucker reparieren den Straßenbelag
  • „Fire and Forget“: Autonome Roboter inspizieren und reparieren Rohrleitungen und die Kanalisation

Der Schlüssel ist es, Fehler und Schwachstellen früh zu erkennen und dann schnell und intelligent zu handeln.

Dr. Rob Richardson, Direktor des Instituts für innovative Robotiksysteme

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Fördergelder für die Smart City

Die geförderten Projekte der „Engineering Grand Challenge“ sollen sich alle mit besonderen Herausforderungen im Bereich Wissenschaft und Technik befassen. Vergeben werden die Fördergelder vom britischen EPSRC (Engineering and Physical Sciences Research Council), einem behördlichen Gremium.

Der damalige Minister für Bildung und Wissenschaft, Jo Johnson, kommentierte den Forschungsauftrag an Leeds: „Diese Investition wird uns dabei helfen, die alternde Infrastruktur in unseren Städten zu bekämpfen und das Leben von Millionen Menschen zu verbessern.“

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