Elektromobilität

Drei Gründe, warum 2018 das Jahr der Elektromobilität wird

von Alexander Cohrs

Was wird uns 2018 bringen? Wir prophezeien: Auf jeden Fall einen riesigen Sprung für die Elektromobilität. Das hat vor allem drei Gründe.

Drei Gründe, warum 2018 das Jahr der Elektromobilität wird
Unser Blick in die Glaskugel: Im Jahr 2018 wird die Elektromobilität einen großen Sprung machen. Foto: CC0: Unsplash/Melanie Magdalena

Das erfahren Sie gleich:

  • Das Netz an Ladestationen für Elektroautos vergrößert sich rasant
  • Wer ein Elektroauto kaufen will, muss weniger bezahlen als noch vor einem Jahr
  • Das größere Angebot treibt die Elektromobilität zusätzlich voran

Die Elektromobilität im Jahr des Hundes

Das chinesische Horoskop sagt: 2018 wird das Jahr des Hundes. Wenn Sie es genauer wissen wollen: Wir alle werden feste, dauerhafte Partnerschaften aufbauen und stabile Beziehungen führen. Schön und gut, ist ja auch ganz erfreulich, aber wir von aio glauben an eines noch mehr: 2018 wird das Jahr der Elektromobilität. Und das aus drei Gründen.

1. Grund: Viele neue Ladestationen für Elektroautos

Ladestation und Elektroauto - das war in den vergangenen Jahren oft eine schwierige Kombination. Wer keine eigene Ladestation in der Garage oder im Carport hatte, der musste darauf hoffen, dass eine der wenigen öffentlichen Ladesäulen gerade frei war. Längere Autobahnfahrten mit dem Elektroauto mussten extrem gut geplant werden, wenn sie denn überhaupt möglich waren. Aktuell gibt es in Deutschland laut dem Verband der deutschen Autoindustrie (VDA) 10.800 öffentlich zugängliche Ladestationen, 560 davon sind Schnellladestationen.

Leere Autobahn im Nebel
Wohin geht die Reise? Mehr Ladestationen für Elektroautos an den Fernverkehrsstrecken ermöglichen Besitzern von Elektroautos endlich auch weitere Touren. Foto: CC0: Unsplash/Markus Spiske

Das alles wird sich jetzt verbessern, denn viele neue Anbieter bauen das Ladenetz massiv aus. Ionity, ein Joint Venture einiger deutscher Autohersteller, baut zum Beispiel gerade ein Hochleistungsladenetz an europäischen Hauptverkehrsachsen. Alle 120 Kilometer soll eine Ladestation stehen und mit einer Leistung von bis zu 350 kW kurze Ladezeiten ermöglichen.

Aber auch neue Anbieter betreten die Elektrobühne, sie treiben die Entwicklung nach oben und die Preise nach unten. Das chinesische Startup XCharge will laut dem "Handelsblatt" Ladesäulen zum Preis von 5000 Euro auf den deutschen Markt bringen. Bislang kosten die günstigsten öffentlichen Ladestationen etwa das Doppelte, Schnellladestationen erreichen leicht 30.000 Euro pro Stück.

2. Grund: Ein Elektroauto zu kaufen wird günstiger

Die Kosten für ein Elektroauto hängen massiv mit den Kosten für die Batterie zusammen. Und da tut sich gerade einiges: Eine Studie von Bloomberg New Energy Finance hat ergeben, dass bei Lithium-Ionen-Akkus eine Kilowattstunde derzeit durchschnittlich 209 Dollar (etwa 176 Euro) kostet. Das ist zwar immer noch deutlich über den 100 Dollar, bei denen Experten Elektroautos einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Verbrennern attestieren – aber gleichzeitig bedeutet dieser Wert bereits eine Kostensenkung gegenüber dem Vorjahr von 24 Prozent.

Tatsächlich werden Elektroautos auch in ihrer Gesamtheit günstiger. Während sich Diesel und Benziner laut dem Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg-Essen im Jahr 2017 um mehr als sechs Prozent verteuerten, wurden Elektroautos 3,9 Prozent günstiger. Das durchschnittliche Elektroauto kostet mit 39.130 Euro inzwischen weniger als der durchschnittliche Diesel mit 40.620 Euro. Klar, der Vergleich hinkt, weil zunehmend auch elektrische Kleinwagen auf den Markt kommen, der Diesel hingegen vor allem für größere SUV oder Limousinen gewählt wird - aber immerhin ist da ein Trend erkennbar.

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3. Grund: Das Angebot steigt

Die Automobilindustrie investiert mit Hochdruck in die Elektromobilität. Allein die deutschen Hersteller wollen bis 2020 rund 40 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung alternativer Antriebe stecken. Gleichzeitig verlassen viele Modelle endlich das Entwicklungsstadium und erreichen die Serienproduktion. Bis 2020, schätzt der VDA, werden die deutschen Autohersteller über 100 verschiedene elektrisch angetriebene Modelle anbieten. Aber auch die Importeure geben richtig Strom - und viele der neuen Elektroautos und Plug-in-Hybride kommen bereits 2018 auf den Markt.

Schnellladestation von Fastned
Stop and Go: Nach nur 20 Minuten Ladezeit wieder unterwegs sein, verspricht der Schnellladeanbieter Fastned. Foto: Roos Korthals/Fastned

Die Elektromobilität treibt sich selbst voran

Mehr Ladestationen, günstigere Batterien, ein größeres Angebot - idealerweise treibt jede dieser drei Entwicklungen die jeweils anderen Bereiche wieder ein Stück voran. Der Gründer des Schnellladeanbieters Fastned, Michiel Langezaal, sagt im "Handelsblatt" jedenfalls: "Die Elektroautos werden besser, die Ladestationen werden besser, beides bedingt sich." Das klingt doch nach guten Bedingungen für die Elektromobilität 2018 – im Jahr des Hundes.

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