Gesundheit

Doppelte Ladung: Yoga gegen die Ladeweile

von Nicole Jansen

Ob nach Kurztrip oder langer Reise: Hängt der Wagen an der Ladestation, können sich auch Fahrer und Passagiere mit neuer Energie versorgen. Durch Yogaübungen an der frischen Luft! Ohne Matte und Klangschalen, dafür mit Spaß und Wohlbefinden für die Weiterfahrt.

Yoga gegen die Ladeweile
Moment der Einkehr: Yoga ist überall möglich – sogar an der Ladestation. Foto: Unsplash/Marion Michele

Das erfahren Sie gleich:

  • Auf Fernreisen zwingen Elektroautos zur Extrapause
  • Yoga wirkt effektiv gegen Reisestrapazen
  • Leichte Yoga-Übungen für die Ladepause

Bewegung an der Ladestation

Vier Ladestationen in Altenau-Torfhaus, mit Blick auf den Brocken, fünf in Seebruck am Ufer des Chiemsees oder zwei in Norddeich, wo die Luft nach Salz schmeckt. Drei Idyllen, die eins gemeinsam haben: Viele Autofahrer, die hier für ihre Elektroautos Strom tanken, sind seit Stunden unterwegs und müssen nun die „Ladeweile“ verbringen.

Yoga führt zu einem klaren Kopf, besserer Konzentration und mehr Energie.

Wie wär’s mit Bewegung? Yoga wirkt effektiv gegen Reisestrapazen wie verspannte Nacken, steife Knie oder verkrampfte Rückenmuskeln. Natürlich können Autofahrer dazu die Yogamatte neben das stromtankende Auto legen, aus Schuhen und Socken heraus- und ins bequeme Trikot hineinschlüpfen. Müssen sie aber nicht! Viele Asanas (Körperpositionen) zur Dehnung der Glieder und Lockerung der Muskeln sind leicht in üblicher Garderobe einzunehmen. Je nach Asana führt Yoga zu einem klaren Kopf, besserer Konzentration, mehr Energie sowie einem geraden Rückgrat. Selbst Menschen, denen Om und Achtsamkeit suspekt sind, sollten es versuchen. Was spricht dagegen, sich maßvoll zu bewegen und körpereigene Kraftspeicher zu füllen, während in der Nähe die Autobatterien Strom aus der Säule laden? Genau: nichts.

Yoga – besser als ein Fitnessstudio

Zunächst geht es der Sonne entgegen, also Stecker in die Tanksäule und umsehen: Wo ist der Platz, an dem man die Füße hüftbreit auseinanderstellen, den Oberkörper in alle Richtungen bewegen kann und dazu einen schönen Ausblick hat? Ist doch besser als ein Fitnessstudio! Genau hier also startet die Yoga-Pause mit Tadasana, der Bergposition: Füße und Beine sind geschlossen, das Gewicht auf beide Füße gleichmäßig verteilt. Oberschenkelmuskeln leicht anspannen, Becken locker lassen, Bauchnabel leicht einziehen. Wirbelsäule gerade nach oben strecken, Schultern und Oberarme nach außen öffnen und die Unterarme nach innen drehen. Jetzt braucht es Phantasie: Genau am höchsten Punkt des Kopfes stellt man sich einen Faden vor, der den kompletten Körperbau sanft nach oben zieht. So neigt sich das Kinn ein wenig und der Blick geht nach vorn. Voilá, ein aufrechter Stand, der Bein-, Bauch- und Schultermuskulatur stärkt. Gleichzeitig fühlen sich Schultern, Nacken und Rücken durch die Streckung ganz leicht an.

Stehend Luft holen: Tiefe Bauchatmung weitet Bronchien und Brustkorb und transportiert viel Sauerstoff in Herz und Hirn. Danach tief ausatmen, denn je leerer die Lunge, desto mehr Stressindikatoren verschwinden. Sinkender Blutdruck, innere Ruhe und klare Gedanken sind die Folge.

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Hüfte und Rippen weiten sich

Entlastung für den Rücken, gedehnte innere und hintere Oberschenkelmuskulatur, Stärkung der Kniemuskeln und eine ungewohnte Perspektive bietet Prasarita Padottanasana, die Vorbeuge in weiter Grätsche. Dazu werden die Beine weit auseinandergestellt, die großen Zehen zeigen leicht nach innen. Beim Ausatmen den Rücken in der Hüfte möglichst gerade parallel zum Boden beugen und die Hände schulterbreit aufsetzen. Beim Einatmen zieht der Phantasiefaden am Schädel den Rücken lang und sorgt so dafür, dass sich die Schultern lockern. Wer kann, beugt den Rücken jetzt gerade hinunter, so dass der Kopf auf dem Boden aufliegt und man lustig hinter sich durch die gegrätschten Beine guckt. Danach langsam aufrichten und begeistert bemerken, wie auch der Hüftapparat und die hinteren Rippen sich geweitet haben.

Mehr Übungen für längere Ladezeiten gibt es zum Beispiel bei Youtube. Wichtig: Beim Yoga wird jede Asana so ausgeführt, wie es sich für den Übenden gut anfühlt - nicht streng nach Lehrbuch. Wie man’s also macht, macht man’s richtig!

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