Leben

Digitalisierung in Familien: Smarte Gadgets für mehr Quali-Time

von Sabrina Lieb

Aufräumen oder einkaufen: 25 Stunden pro Woche wenden Familien für Zeitfresser auf. Wir zeigen zehn Apps und smarte Gadgets, die den Alltag erleichtern.

Eine Familie angelt an einem See.
Mehr Zeit für die Familie – Digitalisierung soll dabei helfen. Foto: CC0: Unsplash/Adam Sherez

Das erfahren Sie gleich:

  • Mehr Qualitätszeit, weniger putzen: Was eine Umfrage des Bundesfamilienministeriums zu verbrachter Zeit mit der Familie herausfand
  • Digitalisierung der Familie: Welche Apps bei der Organisation helfen
  • Wie smarte Gadgets das Familienleben erleichtern sollen

Studie des Bundesfamilienministeriums: Familien wünschen sich mehr Qualitätszeit

Familien wünschen sich digitale Lösungen, um mehr Zeit für sich und ihre Kinder zu haben. Laut einer gemeinsamen Studie von McKinsey, dem Bundesfamilienministerium und Microsoft sind Hausarbeit und der Weg zum Arbeitsplatz die größten Zeitfresser in Familien, aber auch lästige Routineaufgaben wie Arztbesuche, Tanken, Einkaufen, der Gang zum Friseur oder Behördengänge.

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Grundlage der Befragung waren 1.540 Haushalte mit minderjährigen Kindern. Dabei wünschten sich die Familien vor allem:

  • Mehr Qualitätszeit für Aktivitäten mit Kindern (89%)
  • Schlafen (86%)
  • Partnerschaftliche Intimität (84%)
  • Kultur und Unterhaltung (83%)
  • Ausruhen und Nichtstun (76%)
  • persönliche Bildung (76%)
  • Essen und Trinken (74%)
  • Kinder begleiten (73%)
  • Sport und körperliche Fitness (71%)

25 Stunden Zeitfresser die Woche sind zu viel, wir benötigen mehr Qualitätszeit am Stück. Dafür müssen wir unsere Routinen ändern und können digitale Technologien auch für uns arbeiten lassen

Dr. Klaus von Rottkay, COO bei Microsoft Deutschland

Weniger Zeit aufwenden würden die Familien hingegen gerne bei:

  • Putzen und Aufräumen (73%)
  • Dem täglichen Weg zur Arbeit (73%)
  • Arztbesuchen (71%)
  • Waschen, Bügeln und Nähen (68%)
  • Dienstleistungen wie bspw. Frisörbesuche und Behördengänge (63%)
  • Dem Einkaufen (62%)

Macht summasummarum 25 Stunden pro Woche, die Familien für Zeitfresser aufwenden. Als Gründe gaben die Befragten an, dass sich diese Aufgaben nicht schneller erledigen lassen (40%), ihnen zeitsparende Alternativen fehlen (34%) oder aber sie kein Geld für Dienstleistungen ausgeben möchten (23%).

Was ist den Familien die Zeit wert?

Laut der Studie ist den Befragten eine Stunde Zeitersparnis pro Woche durchschnittlich 11 Euro wert. Zusammengerechnet ergibt sich daraus ein Marktpotential von rund 40 Milliarden Euro – viel Potential für die Entwicklung digitaler Lösungen.

„Im Familienleben kann Digitalisierung nicht nur Konsum bedeuten, sie muss zu mehr Qualitätszeit führen. Denn 25 Stunden Zeitfresser die Woche sind zu viel, wir benötigen mehr Qualitätszeit am Stück. Dafür müssen wir unsere Routinen ändern und können digitale Technologien auch für uns arbeiten lassen, anstelle nur Extrazeit für sie aufzuwenden", sagt Dr. Klaus von Rottkay, Mitglied der Geschäftsführung und COO bei Microsoft Deutschland.

Wie viel Zeit mit Apps und dem Smartphone für Kinder angemessen ist, das ermittelten vor einiger Zeit eine Studie der San Diego State University. Und auch der sichere Umgang mit dem Internet lässt sich gemeinsam mit den Kindern einüben.

Spielsachen auf einem Holzboden.
Spielzeit: Mit Apps und Gadgets lässt sich Zeit sparen, die Eltern mit ihren Kindern verbringen können. Foto: CC0: Unsplash/Markus Spiske

Digitalisierung der Familie

Ein Blick in die Zukunft zeigt bereits, dass die sich abzeichnenden digitalen Veränderungen auch den Familien zugute kommen werden. Zwischen Haushaltsorganisation, Onlineangeboten und Mobilität – welche digitalen Technologien können den Familienalltag erleichtern und lassen sich für mehr Qualitätszeit in Familien nutzen?

Apps für die Familie

Family Cockpit

„Das Family Cockpit war meine Rettung! Als berufstätige Mutter mit vier Kindern und vollbeschäftigtem Mann bin ich einfach nur begeistert“, schreibt Angela auf der Webseite von Family Cockpit.

Der smarte Familienplaner macht Schluss mit Terminchaos und Zettelwirtschaft. So lässt sich der Alltag gemeinsam planen: Mit der digitalen Schaltzentrale können Termine, Aufgaben, Kontakte, wichtige Notfallnummern, Urlaubs-Checklisten oder die Einkaufsliste ganz einfach mit der Familie geteilt und gemanagt werden.

Ein Kind spielt an einem Tablet.
Apps speziell für Kinder können den Nachwuchs spielerisch an die Digitalisierung heranführen. Foto: Shutterstock / CroMary

ChoreMonster

In Familien sind Aufgaben idealweise klar verteilt. Abwechselnd muss jedes Kind den Tisch abräumen, jeder ist für die Ordnung in seinem Zimmer selbst verantwortlich. Nur klappt das nie. Warum nicht eine App, mit der Aufgaben Spaß machen?

Zähne putzen, Bett machen, Blumen gießen – Chore Monster motiviert Kinder spielerisch, mit anzupacken. Belohnung gibt es in Form von gesammelten Punkten oder aber Eltern vergeben eine individuelle Anerkennung, beispielsweise eine Kugel Eis.

Squirrel & Bär

Oh Schreck, die Bienen sind krank! Squirrel & Bär müssen sie retten, doch die Heilpflanze wird von dem Luchs bewacht und jenseits des Waldes sprechen alle Tiere Englisch. Ein Abenteuerspiel zum Sprachenlernen, verpackt in liebevollen Geschichten.

Smarte Gadgets für die Familie

Babyphone3G

Hier kommt der direkte Draht ins Kinderzimmer. Die Überwachungs-App für Smartphone, Tablet oder Computer überträgt zuverlässig ein Live-Video aus dem Reich der Kleinsten. Dank Nachtlicht-Funktion sehen Eltern ihr Kind auch dann, wenn das Licht ausgeschaltet ist.

Durch die Verbindung zwischen Baby- und Elternstation lassen sich bei der digitalen Babyüberwachung Geräusche in Echtzeit hören und Babys auch aus der Ferne beruhigen.

Ein schlafendes Baby in einem Kinderbett.
Mit dem Babyphone hören Sie immer, ob bei dem Nachwuchs alles in Ordnung ist. Foto: Shutterstock / UvGroup

MamaRoo

Hoch und runter, von links nach rechts, und wieder von vorn – na, wer kennt das? Gerade in den ersten Monaten wollen Babys am liebsten die ganze Zeit getragen und geschaukelt werden. Nur leider bleibt dabei ganz schön viel anderes auf der Strecke.

Der mamaRoo Kindersitz von 4moms simuliert Bewegungen auf die gleiche Weise, wie es Eltern tun, um ihre Babys zu beruhigen. Die Bewegungen und Klänge lassen sich dabei via Smartphone steuern und Eltern können sich für einen Moment lang zurücklehnen.

Hobot 198

Ein smarter Haushaltsgehilfe für eine der unliebsamsten Haushaltsarbeiten. Der intelligente Fensterputzroboter hält dank starkem Vakuum-Motor sogar auf Mosaikglas, rauen Glasflächen oder gefliesten Wänden und lässt sich ganz einfach via App steuern. Dabei ermittelt er automatisch den Fensterrahmen und berechnet den optimalen Reinigungsweg.

Moxi von 4moms: Energiegewinnung mit dem Kinderwagen

Zu viele Bilder vom Nachwuchs gemacht und nun ist der Handy-Akku ist leer? Der Moxi Kinderwagen von 4moms löst das Problem ganz einfach beim Spazierengehen. In den Hinterrädern sind Generatoren verbaut, die beim Bewegen Strom erzeugen.

Diesen senden sie an einen USB-Port im Griff. Von dort aus kann Mami oder Papi ein Ladekabel anschließen und das Smartphone aufladen. Die Generatoren produzieren auch ausreichend Energie, um Abends die Scheinwerfer und Rückleuchten am Kinderwagen zu beliefern.

Remi: Smarter Wecker trainiert gesundes Schlafverhalten

Abends wollen die Kids nicht schlafen und morgens stehen sie schon in aller frühe am Bett – den meisten Eltern dürfte das Szenario bekannt sein. Wer künftig nicht mehr am Sonntag um halb sechs von seinem Wirbelwind geweckt werden möchte, für den verspricht ein smarter Wecker Rettung.

Remi ist dabei Aufwachhilfe, Nachtlicht, Babyfon und Schlaf-Tracker in einem und soll Babys und Kleinkindern zu einer gesunden Schlafroutine verhelfen. Ist es beispielsweise Bettzeit, so fallen auch Remi die digitalen Äuglein zu. Hat der smarte Wecker hingegen einen wachen Gesichtsausdruck, so heißt es für den Nachwuchs „Jetzt darfst du aufstehen.“

Pacifier Schnuller-Thermometer

Babys neigen dazu, im Schlaf höhere Temperaturen zu entwickeln. Strampler ausziehen und Windel öffnen – in der Nacht Fieber zu messen, ist nicht nur für Eltern eine kleinere Herausforderung, es macht auch die kleinen Patienten unruhig.

Mit dem Pacifier Schnuller-Thermometer von Summer Infant können Eltern ganz einfach beim Nuckeln Fieber messen. Dabei zeigt eine farbige Leuchtanzeigen auf den ersten Blick, ob sich die Körpertemperatur im Fieberbereich befindet.

Ein Kind folgt den Spuren von Hundepfoten durch einen Gang.
Immer wissen, wo der Nachwuchs ist: Mit dem Tracker. Foto: CC0: Unsplash/Hugues de BUYER-MI

CAT Carl Kids-Tracker

Wer immer genau wissen möchte, wo sich der Nachwuchs gerade befindet, für den hält CAT den Carl Kids-Tracker bereit. Der smarte GPS-Tracker wird dabei wie eine übliche Smartwatch getragen und erlaubt dabei auch Direktanrufen aufs oder vom Mobiltelefon.

Dabei können Eltern auch eine „sichere Zone“ definieren. Verlässt der Nachwuchs beispielsweise den Hof, so erhalten Eltern sofort eine Warnmeldung.

Smarte Gadgets machen aber nicht nur den Alltag entspannter: Mit den passenden Gadgets meistern Sie auch die Reise mit Kindern stressfrei.

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