Technik

Elroy Air: Diese Frachtdrohne trägt eine viertel Tonne

von
Marten Zabel

Das Start-up Elroy Air will mit einer Frachtdrohne den Markt im ländlichen Raum verändern. Die erste Finanzierungsrunde war jedenfalls erfolgreich.

Ein Konzeptbild der Frachtdrohne Elroy Air.
Elroy Air soll den Lkw ersetzen – das ist zumindest das Ziel des gleichnamigen Start-ups hinter der Drohne. Foto: Elroy Air

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie das Start-up Elroy Air die Drohne revolutionieren will
  • Was das Besondere an der Frachtdrohne ist
  • Welche Regionen besonders von der Lieferung per Drohne profitieren

In den vergangenen Jahren ist es um Paketlieferungen per Drohne etwas stiller geworden. Ein Start-up aus San Francisco will das mit einem eigenen Projekt ändern. Das Ziel dabei ist nicht nur der Transport einzelner kleiner Päckchen, sondern ganzer Möbelstücke – denn am Ende soll eine Drohne herauskommen, die bis zu 250 Kilogramm über eine Strecke von rund 500 Kilometern tragen kann.

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Das Konzept des Start-ups Elroy Air sieht ein unbemanntes Fluggerät vor, das mit sechs vertikalen Rotoren starten und landen kann. Für den Horizontalflug hat es dann Flügel und einen Rotor am Heck. Mit der Kapazität eines kleinen Lieferwagens soll die Frachtdrohne dann Lieferungen auf unzugänglicheren Strecken von regulären Trucks übernehmen. Was die Lieferzeit angeht, dürfte die direkte Luftlinie sicher punkten.

Wir wollen wie der Ford-F150 der Lüfte werden.

David Merrill, CEO Elroy Air

Frachtdrohne: Viele Ideen vom Drohnen-Start-up

Für die Logistik rund um die Drohne sorgen einige kleine aber effektive Kniffe: Ladezeiten will Elroy Air vermeiden, indem ein hybridelektrischer Antrieb zum Einsatz kommt. Zwar hält sich das Unternehmen mit Details noch bedeckt, es klingt aber so, als würde ein Generator an Bord die elektrische Energie für die Rotorantriebe produzieren. Das würde bedeuten, dass sich die Drohne schnell betanken lässt.

Dazu kommt ein System aus Ladecontainern, genannt Pods, die von der Drohne aufgenommen und transportiert werden. Be- und Entladung der Pods kann dann geschehen, während die Drohne unterwegs zum nächsten Ziel oder im Anflug zum Abholort ist.

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Wo bleibt die Lieferung per Drohne?

Es dürfte noch einige Jahre an Entwicklungszeit brauchen, bis das Konzept von Elroy Air in einem kommerziellen Betrieb ankommt. Geflügelte Drohnen, das hat unter anderem Zipline in Afrika gezeigt, sind in ländlichen Gebieten durchaus effektive Lieferanten – dort muss man sich auch weniger Gedanken um den Flug über besiedelten Gegenden machen. Die Lieferung per Drohne ist technisch gesehen sogar einfacher als selbstfahrende Autos, es gibt schließlich sehr viel weniger Verkehr am Himmel und de facto keine Hindernisse.

Allerdings ist das Start-up nicht alleine auf dem Markt – auch große Flugzeughersteller wie Boeing arbeiten an ganz ähnlichen Drohnenkonzepten. Investoren glauben trotzdem an Elroy Air: 9,2 Millionen US-Dollar konnte das Start-up in einer ersten Finanzierungsrunde einsammeln. Nun müssen die Unternehmer aus San Francisco zeigen, dass sie das Konzept auch in die Realität umsetzen können.

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