Technik

Die letzte ELROB – oder doch nicht?

von Paul Bandelin

Von 2006 bis heute fand die ELROB insgesamt 10 Mal statt. Nach 12 Jahren könnte Schluss sein, mit der Erprobung von Robotern. Oder geht es doch weiter?

Ferngesteuerter Roboter des Fraunhofer-Instituts FKIE.
Die ELROB lockt zahlreiche Forschungsinstitute und Firmen an, die dort ihre Roboter in Aktion zeigen. Foto: Fraunhofer FKIE

Das erfahren Sie gleich:

  • Was die European Land-Robot Trial (ELROB) eigentlich ist
  • Welche Disziplinen die Roboter absolvieren müssen
  • Wie beteiligte Länder die Weiterführung unterstützen möchten

War es das für die European Land-Robot Trial, kurz ELROB? Die Veranstaltung zur Erprobung der Fähigkeiten moderner Roboter könnte auf die Zielgerade eingebogen sein ... oder auch nicht. Im Internet hieß es zunächst, es sei die „zehnte und letzte“ ihrer Art.

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Gleich zur Eröffnung Ende September verkündete Cheforganisator Frank Schneider vom Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) allerdings, dass es unter einem anderen Titel weitergehen dürfte.

ELROB als wichtige Veranstaltung für Roboter-Tests

Vom 15. bis 18. Mai 2006 fand die erste ELROB auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr bei Hammelburg in Bayern statt. Damals standen unbemannte Bodenfahrzeuge für den militärischen Einsatz im Vordergrund des Spektakels.

Wir kommen hier immer wieder auf neue Ideen.

Hans-Joachim Wünsche, Institut für Technik Autonomer System Uni der Bundeswehr München

In den Folgejahren fand, im zweijährigen Wechsel mit der militärischen, eine zivile Veranstaltung (C-ELROB) statt, die auch interessierte Studenten von Universitäten ansprechen sollte. Schauplätze der zivilen wie auch militärischen Veranstaltungen waren zumeist kleinere europäische Städte mit angrenzenden Truppenübungsplätzen, wie beispielsweise Oulu in Finnland oder Thun in der Schweiz.

"Im Konvoi fahren" als eine von vier Disziplinen

Vier Disziplinen haben sich in den vergangenen Jahren für die Roboter herauskristallisiert:

  • Das Fahren mit unbemannten Fahrzeugen im Konvoi
  • Autonome Bodentransporte
  • Die Erkundung unbekannten Geländes
  • Die Evakuierung verletzter Personen

Weiterhin gibt es noch zahlreiche andere Übungen, manche auch mit militärischem Charakter; etwa das Aufspüren versteckter Gegenstände oder die Entschärfung von Sprengfallen. Besonders ist dabei, dass die beiden letztgenannten Übungen oftmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, um nicht Gefahr zu laufen, versehentlich taktisches Wissen und sensible Details zur Technik preiszugeben.

Roboter beim Befahren eines Zugwagons.
Rettungseinsätze, Räumungen von Sprengstoffen und andere heikle Aufgaben sollen zunehmend Roboter erledigen. Foto: Fraunhofer FKIE

In den diesjährigen Herausforderungen ging es unter anderem darum, exakt der Spur des Führungsfahrzeugs zu folgen, was auch in unebenem Gelände gut gelang. Eine weitere Challenge war das Auffinden einer Puppe sowie ihr anschließender Transport in einen sicheren Bereich. Enttäuschend verlief hingegen das autonome Fahren. Hier mussten die Teilnehmer immer wieder eingreifen.

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Bundesministerium für Verteidigung bietet Unterstützung an

Laut Frank Schneider heißt es, die Veranstaltung werde es auch in Zukunft geben, nur die Form und der Titel ist noch nicht klar. Die Verantwortlichen der Bundeswehr signalisierten aber Interesse, den Reifegrad und die Einsatztauglichkeit ihrer technischen Errungenschaften weiterhin in realer Umgebung testen und vorführen zu wollen.

Zudem kündigte das Bundesministerium für Verteidigung ebenfalls weitere Unterstützung an. Auch Österreich und die Schweiz ließen ähnliches verlauten.

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