Elektromobilität

Die Hamburger Müllabfuhr testet ab 2019 Elektro-Lkw

von
Carola Franzke

Elektro-Lkw für die Müllabfuhr: Schon bald sollen erste Wagen in den Städten für bessere Luft sorgen – denn Reichweite ist für sie kein Problem.

Zwei Mülltonnen an einer Wand.
Damit nur noch der Müll stinkt: Elektro-Lkw bei der Hamburger Müllabfuhr. Foto: Unsplash/Charles Deluvio

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Elektro-Lkw bei der Müllabfuhr für frischen Wind sorgen sollen
  • Weshalb Hamburg als erste deutsche Stadt ein Testgebiet wird
  • Warum hier Reichweite nur eine untergeordnete Rolle spielt

Elektro-Lkw bei der Müllabfuhr: Lärmbelästigung adé

Der schwedische Autobauer Volvo hat ein neues Nutzfahrzeug mit Elektroantrieb vorgestellt. Der Volvo FE Electric ist ein Lkw, der für die Müllabfuhr eingesetzt werden soll. Die neuartigen Müllwagen versprechen deutlich weniger Lärmbelästigung und Abgase.

Der neue Audi e-tron

Jetzt Ihren elektrischen SUV zusammenstellen

Konfiguration starten

audi.de/DAT-Hinweis

Hamburg wird die ersten dieser Müll-Trucks in der Praxis testen: Die norddeutsche Stadt trug 2011 den Titel „Umwelthauptstadt Europas“. Seit einiger Zeit setzt die Stadt erfolgreich elektrische Linienbusse im öffentlichen Nahverkehr ein – die Elektromobilität hat hier also schon ihren festen Platz.

„Anfang 2019 werden bereits die ersten unserer elektrischen Müllfahrzeuge in Hamburg eingesetzt“, erklärte Claes Nilsson, Präsident der Unternehmenstochter Volvo Trucks, bei der Vorstellung des neuen Elektro-Lkw im Mai 2018. Die Modelle für die Hamburger Müllabfuhr sollen Einsätze von acht bis zehn Stunden schaffen, bevor die Batterien an den Strom müssen.

Der Volvo FE Electric vor einer Bar.
Der Volvo FE Electric soll ab 2019 in Hamburg zum Einsatz kommen. Foto: Volvo

Die Müllabfuhr in Hamburg setzt zur Zeit 300 konventionelle Müllfahrzeuge ein. Diese produzieren mehr als 31 Tonnen Kohlendioxid jedes Jahr – pro Müllwagen. Die Abgasbelastung im Innenstadtbereich soll sich durch die Elektro-Müllwagen massiv reduzieren.

Die Hamburger Stadtreinigung produziert klimaneutralen Strom, von dem wir mit den neuen Fahrzeugen natürlich unmittelbar profitieren können.

Dr. Rüdiger Siechau, Geschäftsführer der städtischen Müllabfuhr

Die klimaneutrale Stromversorgung in Hamburg ist ein zusätzliches Bonbon. Von Haus aus sind die Elektro-Antriebe viel leiser als die sonst üblichen Dieselmotoren. Außerdem verursachen sie beim Einsatz in der Stadt kaum Abgasemissionen.

Besonders in Hinblick auf die Diesel-Fahrverbote, die in Hamburg bereits in Planung sind, in einigen Städten aber sicher bald folgen, ist diese Lösung für die Stadt ideal.

Große Reichweite nicht immer nötig

Der neue Volvo FE Electric kann bis zu 27 Tonnen Abfall transportieren und hat eine Reichweite von rund 200 Kilometern. Im Vergleich zu anderen Elektro-Lkw erscheint die Reichweite klein. Der Tesla Semi etwa soll rund 800 Kilometer schaffen, bis er aufgeladen werden muss. Der Tesla Semi ist allerdings als Elektro-Lkw für Langstreckentransporte auf Autobahnen gedacht, während der Volvo FE Electric beim innerstädtischen Einsatz gar nicht auf große Reichweiten angewiesen ist.

Elektromobilität

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Mitsubishi setzt mit seinen Kleinlastern eCanter, die bis zu fünf Tonnen transportieren können, sogar auf Reichweiten bis gerade mal 100 Kilometer. Für Anlieferungen oder eben die Müllabfuhr in der Stadt reichen die kürzeren Strecken aus. Für die Hersteller heißt das, sie können kleinere Batterien verbauen. Das wiederum macht die Elektro-Lkw und -Nutzfahrzeuge attraktiver durch günstige Anschaffungspreise.

Wie die Bundesregierung auch auf längeren Strecken die Elektromobilität fördern will – etwa durch Oberleitungen auf Autobahnen – das lesen Sie ebenfalls bei aio.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen