Elektromobilität

Formel E will Elektro-Rallyes an atemberaubenden Orten veranstalten

von
Marten Zabel

Zusätzlich zur regulären Formel E wollen die Betreiber auch Elektro-SUVs auf die Strecke schicken. Die Events sollen an spektakulären Orten stattfinden.

Ein Formel-E-Wagen auf einer klassischen Rennstrecke.
Geteerte Strecken waren nur der Anfang: Die Formel E will in den nächsten Jahren Rallyes mit Elektro-SUVs veranstalten. Foto: picture alliance / DPPI Media

Das erfahren Sie gleich:

  • Wann die Formel E auch Rennen über Gelände realisieren will
  • Wie Elektro-SUVs es mit Strecken in entlegenen Winkeln der Erde aufnehmen sollen
  • An welchen spektakulären Orten die Elektro-Rallyes stattfinden sollen

Mit einer neuen Rennserie will die Formel E Straßenrennen in entlegene Gegenden schicken. Die Events der Serie Extreme E werden mit Elektro-SUVs durchgeführt und sollen einen Hauch Abenteuer mitbringen: Von eisiger Kälte bis zu tropischer Hitze stehen Technik und Fahrer dabei vor ganz neuen Herausforderungen.

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Die Rennen beim Extreme E sollen ab 2021 an fünf Orten stattfinden. Sie sollen sich deutlich von dem unterscheiden, was bislang bei der Formel E Gang und Gäbe war. Autos im Stil von gängigen Elektro-SUVs sollen eigens für die Rennserie gebaut und für Geländegängigkeit und Off-Road-Fähigkeiten optimiert werden.

Regeln für den Umbau der Elektro-SUVs

Die Fahrzeuge für Extreme E werden zwei Formel-E-Motoren als Antriebe erhalten, die gemeinsam eine Leistung von 500 kW erbringen. Den Fahrzeugakku entwickelt McLaren extra für die Rennen. Er dürfte eine der größeren Leistungen bei der Konstruktion der Rennwagen sein. Schließlich muss er in unterschiedlichsten Klimazonen viel Power bringen.

Der Fahrzeugrahmen soll dabei vom Rennveranstalter vorgegeben werden. An der Karosserie und den Motoren dürfen die Rennteams Veränderungen durchführen, solange die Silhouette des Autos weiter der Straßenversion entspricht.

Die Off-Road-Teile der Strecken sollen rund sechs bis zehn Kilometer lang sein und mit virtuellen Toren ausgeschildert sein, die die Fahrer passieren müssen. Entsprechend werden die Rennen keine Ausdauerwettbewerbe sein, wie etwa Paris-Dakar.

Die fünf Events für die erste Saison sollen in Teilen der Erde liegen, die eine große natürliche Schönheit aber auch eine Bedrohung durch den Klimawandel aufweisen. Die Rennen werden entsprechend je nach Event sehr unterschiedlich aussehen und deutlich vielseitiger als die Formel E werden. Selbst beim Transport wollen die Veranstalter auf Umweltfreundlichkeit achten.

Elektro-Rallyes an einzigartigen Orten

Als Renn-Locations schweben für Extreme E folgende Lokalitäten vor:

  • Auf einer Insel im Indischen Ozean sowie in der Amazonas-Region sollen hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit für Herausforderungen sorgen. Viel Vegetation bestimmt hier den Hintergrund – und dürfte die Piste durchaus schlammig machen.
  • In der Sahara wird es dann heiß, trocken und natürlich sandig.
  • In der Arktis wird es kalt – für Elektroautos eine erhöhte technische Herausforderung und der Untergrund dürfte mit Schnee und Eis die Fahrer fordern.
  • Im Himalaya schließlich kommt dann auch noch Höhe dazu.

Mit dem Drachensegel zur Formel E

Um diese vielseitigen Austragungsorte zu erreichen, will die neue Rennserie der Extreme E nicht Frachtflugzeuge oder traditionelle Schiffe verwenden. Stattdessen kommt die eigens umgerüstete RMS St. Helena zum Einsatz. Das ehemalige Postschiff, das einst die gleichnamige Insel beliefert hat, soll als mobile Basis für die Teams dienen. Mit einem großen Drachensegel als Hilfsantrieb ausgestattet, soll es Treibstoff sparen und die Umwelt schonen.

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Der Einsatz des Schiffs als Hauptquartier impliziert, dass keine der Rennstrecken allzu weit vom Ozean entfernt sein wird – mit der möglichen Ausnahme der Strecke im Himalaya.

Finanzierung und Doku sind im Kasten

Die neue Rennserie ist bereits finanziert, wird also auf jeden Fall stattfinden: Continental liefert nicht nur Reifen, sondern auch einen Teil des nötigen Geldes, CBMM liefert Niob, ein Element, das für die Chassis der Fahrzeuge als Legierungsbestandteil zum Einsatz kommen soll. Weitere Partner wurden bislang noch nicht genannt – der Verantwortliche für die Bewegtbilder hingegen schon: Fisher Stevens soll als künstlerischer Leiter eine Doku-Serie zu den Rennen drehen, die laut den Planern eine Mischung aus Blue Planet und Dakar-Rallye zeigen wird.

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