Leben

Deutschlandtrend: Befragte fahren weniger Auto

von
Thomas Pitscheneder

Wie eine kürzlich durchgeführte Umfrage zeigt, haben die Deutschen immer weniger Lust auf das Auto. Diese Alternativen sind dabei besonders gefragt.

Eine fröhliche Frau auf einem Fahrrad
Fahrräder gewinnen, auch durch die Verbreitung von E-Bikes, an Beliebtheit. Beim Auto sieht der Trend gegenteilig aus. Die Deutschen fahren weniger als vor 10 Jahren. Foto: Getty Images/Westend61

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Deutschland als Nation der Autofahrer gilt
  • Wie sich das Bild zunehmend von der Realität unterscheidet
  • Welche Alternativen die Deutschen zum Auto sehen

Weltweit gelten die Deutschen noch immer als Autofahrer-Nation. Das liegt in erster Linie wohl an der florierenden Automobilbranche. Die Autos von VW, Audi, Mercedes-Benz, BMW & Co. sind in allen Bereichen der Erde sehr beliebt. Geschätzt sind etwa der hohe Qualitätsanspruch und die deutsche Ingenieurskunst. Außerdem gibt es hier die "German Autobahn" – ein Paradies für alle, die gerne etwas schneller fahren.

Lesen Sie auch

Ladestation

aio-Empfehlung

Unter Strom! Mobilität wird elektrisch

Das mag auch alles stimmen, doch die Deutschen sind des Autofahrens zunehmend müde. Das zeigt eine kürzlich durchgeführte Umfrage.

Deutschlandtrend: Autofahren immer weniger beliebt

Das ARD Morgenmagazin (Moma) gibt bei Infratest Dimap regelmäßig die Umfrage "Deutschlandtrend" in Auftrag. Sie soll zeigen, welche politischen Positionen die Bundesbürger vertreten. Zudem gibt es Fragen zu aktuellen Themen, im aktuellen Fall zum Verkehr. Befragt hatte Infratest Dimap 1051 wahlberechtigte Deutsche.

Eine der Fragen lautete: "Wann Sie Ihre heutige Autonutzung mit der Zeit vor zehn Jahren vergleichen: Würden Sie sagen, Sie fahren heute mehr Auto als früher, weniger Auto, nutzen Sie generell kein Auto mehr oder hat sich nicht so viel verändert?"

Ein Drittel (33 Prozent) der Deutschen gab dabei an, weniger Auto zu fahren als früher. Für 30 Prozent hat sich die Autonutzung innerhalb von zehn Jahren hingegen nicht verändert. 22 Prozent sagten sogar, dass sie mehr fahren. Neun Prozent fahren generell kein Auto mehr. Letztere Gruppe besteht laut Moma zu 21 Prozent aus Personen mit niedrigem Einkommen.

Leben

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Besserer öffentlicher Nahverkehr gefragt

Wer weniger oder kein Auto mehr fährt, muss dennoch von A nach B kommen. Entsprechend steigt der Wunsch nach dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) sieht den als geeignete Maßnahme gegen aktuelle Verkehrsprobleme. Nur 17 Prozent wollen einen Ausbau des Straßenverkehrsnetzes.

Für immerhin 14 Prozent der Befragten sollten der Ausbau und die Verbesserung von Radwegen im Vordergrund stehen. 13 Prozent der Teilnehmer fordern mehr und zuverlässigere Bahnverbindungen. (Mit Material der dpa)

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen