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Elektromobilität

Deutsche Telekom: 12.000 neue Ladestationen für E-Autos

von Leonie Butz

Zu wenige Ladestationen? Damit könnte bald Schluss sein. Denn die Deutschen Telekom will das Ladenetz hierzulande verdoppeln – unter bestimmten Konditionen.

Eine Werbesäule zeigt das Logo der Deutschen Telekom. Im Hintergrund sind Bürokomplexe zu sehen.
Die Deutsche Telekom steigt in die Elektromobilität ein: Ab April 2018 sollen die ersten Ladestationen des Telekommunikations-Giganten an den Strom gehen. Foto: picture alliance / Oliver Berg/dpa

Das erfahren Sie gleich:

  • Die Deutsche Telekom will 12.000 Ladestationen in Deutschland installieren
  • Zusätzlich sollen mehrere Hundert Schnelladestationen entstehen – das Ladenetz in Deutschland würde so verdoppelt
  • Für den Ausbau der Infrastruktur fordert die Telekom jedoch Unterstützung von Bund und Kommunen

Deutsche Telekom baut Ladestationen

Die Angst vor zu wenigen Ladestationen treibt viele potenzielle Elektroauto-Fahrer in die Arme eines Verbrenners. Das hemmt die Verbreitung der Elektromobilität hierzulande bisher enorm. Jetzt will die Deutsche Telekom das Feld von hinten aufrollen. Mit tausenden Ladepunkten für Elektroautos. Der riesige Vorteil: Das Netz ist schon da!

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Denn rund 12.000 ihrer Verteiler hat die Telekom bereits als mögliche Standorte für Ladestationen ausgemacht. Von den insgesamt 380.000 Verteilern in Deutschland verfügen die 12.000 ausgewählten bereits über eine eigene Stromversorgung. Pro Verteiler sollen zwei Anschlüsse für Elektroautos entstehen. Bereits im April 2018 will die Deutsche Telekom die ersten Stationen bereitstellen.

Pläne würden Ladenetz verdoppeln

Neben den normalen Ladestationen will die Telekom auch mehrere Hundert Schnelladestationen installieren. Laut aktuellen Zahlen könnte die Deutsche Telekom so das Ladenetz in Deutschland verdoppeln. Auf einen genauen Zeitplan will sich der Anbieter aber nicht festlegen, so berichtet die FAZ.

An jedem Verteiler sollen zwei Stationen entstehen. So will sich die Deutsche Telekom zum größten Betreiber für Stromtankstellen mausern. Dafür benötigt der Telekommunikationsanbieter die Unterstützung der Kommunen und des Bundes. Denn die Schaffung von Parkplätzen um die Ladestationen, die nur dem Laden von E-Autos dienen, liege in deren Verantwortung. Und auch staatliche Fördermittel seien nötig für den weiteren Ausbau.

Telekom will Geld aus Fördermitteln

Unter anderem will die Deutsche Telekom Geld aus dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) schöpfen. Bis 2020 fördert der Bund damit den Aufbau von 15.000 Ladestationen mit 300 Millionen Euro. Voraussetzung für die Förderung sind öffentlich zugängliche Stationen, die mit Ökostrom betrieben werden.

Der Strom soll dabei von regionalen Versorgern kommen, die sich um die Abrechnung kümmern. Im Gegenzug für die Nutzungsrechte der Infrastruktur beteiligen sie die Telekom an den Einnahmen. Geht der Plan der Telekom auf, dann ist dieser Schritt – in Verbindung mit dem Umweltbonus und einem möglichen Diesel-Fahrverbot – sicherlich einer der entscheidendsten auf dem Weg in Richtung Elektromobilität in Deutschland.

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