Elektromobilität

Der Kampf um die Supercharger eskaliert weiter

von
Paul Bandelin

Ding Ding Ding – Auf zur dritten Runde: Der scheinbar endlose Kampf um die Supercharger in den USA geht weiter.

Ein Tesla Model S und Model X beim Aufladen an einem Supercharger
Entspanntes Aufladen an einem Supercharger ist in den USA kaum noch möglich. Immer öfter beschädigen Elektroauto-Gegner die Ladestationen Foto: picture alliance / Frank Duenzl

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum der Streit um die Supercharger von Tesla weiter eskaliert
  • Welche Gegenmaßnahmen die Fahrer der Elektroautos ergreifen
  • Wie eine 360-Grad-Dashcam für Sicherheit sorgen soll

Was als skurriler Einfall einiger Unbelehrbarer begann und zunächst wie eine Eintagsfliege anmutete, geht jetzt bereits in die dritte Runde: Der Kampf um Teslas Supercharger eskaliert zusehends.

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Während die ersten Protestaktionen der Tesla-Gegner sich noch im Rahmen hielten und als dummer Scherz abgetan werden konnten, hat die Fehde nun ein neues Level erreicht und ist bei mutwilligem Vandalismus angelangt.

Durchgeschnittene Kabel an Ladestationen

Doch von vorn. Seit Wochen provozieren Tesla-Gegner die Fahrer der Elektroautos auf eine höchst fragwürdige Art und Weise. In Bundesstaaten wie North Carolina oder Utah parken sie ihre großen Pickups wissentlich vor Superchargern und blockieren diese damit. Gerüchten zufolge sollen einige beim Aussteigen zudem „F*** Tesla“ gerufen haben.

Das unter der Bezeichnung ICEing bekannt gewordene Phänomen ließen sich jedoch nicht alle Tesla-Fahrer bieten. Einige schleppten die Pickups kurzerhand selbst ab und verschafften sich so Zugang zu den Ladesäulen. Eine erste Idee, um dem Problem Herr zu werden, wird derzeit in China getestet. Dazu muss der Fahrer einen QR-Code einscannen und kann nur so den auf dem Parkplatz angebrachten Metallbügel umklappen. Ob die Methode in den USA auch angewandt wird, ist derzeit nicht klar, da die gesetzlichen Bestimmungen dort etwas anders aussehen.

Nun wird die dritte Runde des seltsam anmutenden Kampfes eingeläutet: In Utah haben Unbekannte einige Supercharger zerstört. Sie durchschnitten unter anderem die Kabel und machten diese damit unbrauchbar. Eine weitere grandiose Idee war es, Löcher in die Ladestecker für die Elektroautos zu bohren. Der Twitter-Nutzer Mark Larsen postete ein Bild der kaputten Supercharger. Ein anderer Fahrer postete ein Foto seines an der Tür beschädigten Model 3.

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360-Grad-Dashcam für mehr Sicherheit

Tesla-CEO Elon Musk reagierte umgehend auf die neuen Vorfälle und gab an, dass es für das Model 3 bald einen Wach-Modus geben würde, in dem für die Besitzer ein Video der Fahrzeuge im Ruhezustand aufgenommen werden soll.

Alle Teslas mit erweitertem Autopilot sollen mit dem Wach-Modus ausgestattet werden. Auch eine 360-Grad-Dashcam steht zur Debatte. Potenzielle Vandalen und auch Einbrecher sollen so abgeschreckt werden.

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