Elektromobilität

Dekarbonisierung im Schiffsverkehr: Maersk geht voran

von
Paul Bandelin

Klimaneutraler Schiffsverkehr: Weil dieser für rund drei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist, treibt Maersk die Dekarbonisierung voran.

Ein beladenes Containerschiff auf hoher See.
Bisher sind Containerschiffe Klimasünder. Das will Frachter-Riese Maersk ändern – mit Dekarbonisierung und klimaneutralen Antrieben. Foto: Shutterstock / Ralf Gosch

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum sich die Dekarbonisierung des Schiffsverkehrs nur über eine Abkehr von fossilen Brennstoffen realisieren lässt
  • Wie der Reederei-Riese Maersk bis 2050 klimaneutral unterwegs sein will
  • Weshalb Maersk den Wandel nicht ohne Unterstützung aus der Industrie vollziehen kann

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen feilt mit Maersk die größte Containerschiffsreederei der Welt an der Schifffahrt der Zukunft: Und die soll klimaneutral sein. Denn für die Dekarbonisierung braucht es ein striktes Umdenken. Weg von fossilen Brennstoffen, hin zu CO2-neutralen Antrieben, Kraftstoffen und Lieferketten.

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Rund 80 Prozent des Güterwelthandels laufen über die Meere – und die Ozeanriesen gehören zu den Luftverschmutzern schlechthin. Deshalb ist es dringend notwendig, an diesem Hebel anzusetzen, will man dem Klimawandel entgegentreten. Nicht umsonst stammen mindestens drei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes aus der Seefahrt.

Trotz des noblen Vorhabens gehört die dänische Reederei Maersk aktuell noch zu den Top 100 Luftverschmutzern. Dank neuen Antrieben – etwa Elektromobilität – soll sich das in den nächsten 30 Jahren ändern.

Klimaneutral bis 2050

Bis 2050 – so das formulierte Ziel des Logistikriesen – soll die gesamte Flotte klimaneutral sein. Auch wenn die CO2-Emissionen von Maersk im Vergleich zu 2007 bereits um 46 Prozent gesunken sind – immerhin neun Prozent mehr als der Branchendurchschnitt –, gibt es für die Dänen keinen Grund, sich auf dem Geschafften auszuruhen.

Der einzige Weg, um die so dringend benötigte Dekarbonisierung in unserer Branche zu erreichen, ist die vollständige Umstellung auf neue CO2-neutrale Kraftstoffe und Lieferketten.

Søren Toft, Chief Operating Officer von A.P. Møller-Maersk

Eine besondere Rolle kommt dabei laut dem Unternehmen der Industrie zu. Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, müssten Innovationen beschleunigt und neue Technologien angepasst werden. Zudem müssten klimaneutrale Schiffe bereits ab 2030 wirtschaftlich sein. Beim derzeitigen Stand der Technisierung der Schiffe und dem immer weiter wachsenden Welthandel ist eine signifikante Reduktion der Emissionen allerdings nicht realistisch – maximal lässt sich der Status Quo halten.

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Maersk läuft die Zeit davon

Die Zeit drängt. Der Lebenszyklus eines Tankers liegt bei durchschnittlich 20-25 Jahren. Also musst Maersk bereits zwischen 2025 und 2030 beginnen, gänzlich klimaneutrale Schiffe zu fertigen. Dazu bleiben den Dänen noch zwischen sieben und zwölf Jahren für die Entwicklung.

„Die nächsten fünf bis zehn Jahre werden entscheidend sein. Wir werden bedeutende Ressourcen in Innovationen und Flottentechnologien investieren, um die technische und finanzielle Tragfähigkeit von dekarbonisierten Lösungen zu verbessern. In den vergangenen vier Jahren haben wir rund eine Milliarde US-Dollar investiert und jedes Jahr über 50 Ingenieure in die Entwicklung und den Einsatz energieeffizienter Lösungen eingebunden. In Zukunft können wir das aber nicht alleine schaffen“, ergänzte Søren Toft.

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