Technik

Datensicherheit: Mit diesen 10 Tipps kann sich jeder schützen

von Peter Michaely

Viele Internetnutzer unterschätzen die Datensicherheit, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. So wehren Sie die Angriffe ab.

In einem dunklen Raum liegt ein aufgeklappter Laptop auf einem Bett.
Die dunklen Seiten des Internet: Viele Privatnutzer unterschätzen die Gefahren für die Datensicherheit. Foto: Unsplash/Jay Wennington

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie wenig die Deutschen für ihre Datensicherheit tun
  • Warum Opfer von Ransomware kein Lösegeld zahlen sollten
  • Welche 10 Tipps das BSI für die Datensicherheit gibt

Wie wenig die Deutschen für ihre Datensicherheit tun

Privatnutzer, aber auch einige Unternehmen, unterschätzen häufig die Gefahren, die aus dem Internet drohen. „Viele Computer, die zum Internetsurfen verwendet werden, sind nicht ausreichend gegen die Risiken der Online-Welt geschützt“, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) festgestellt.

Kurzum: Um die Datensicherheit ist es in Deutschland nicht besonders gut bestellt. Das betrifft sowohl die Technik selber als auch das Verhalten der Nutzer.

Selbst staatliche Organisationen sind in ihrer Datensicherheit gefährdet. Ein Beispiel: 2017 wurden monatlich fast 52.000 Angriffe durch E-Mails mit Schadprogrammen auf die Bundesverwaltung abgefangen – ein Anstieg um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Warum Opfer von Ransomware kein Lösegeld zahlen sollten

Vor allem die sogenannte Ransomware ist weiter auf dem Vormarsch. Das englische Wort „Ransom“ steht dabei für „Lösegeld“. Im schlimmsten Fall wird ein Computer zunächst blockiert, dann fordern die Angreifer Geld, damit Geschädigte wieder Zugriff auf ihre Daten bekommen.

Laut einer Umfrage des Sicherheitsunternehmens Avira würden 24 Prozent der Geschädigten auf diese Forderung eingehen oder haben es sogar schon getan. Doch das BSI rät ab: Einerseits sei unsicher, ob die Daten dann tatsächlich entschlüsselt würden – und andererseits seinen wegen der Zahlungsbereitschaft des Opfers weitere Forderungen nicht auszuschließen.

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Spätestens seit dem NSA-Skandal ist außerdem klar, dass auch staatliche Spionagebemühungen jeden Einzelnen von uns treffen können. Hundertprozentigen Schutz gibt es leider nicht, aber einige Empfehlungen, wie man es Angreifern möglichst schwer macht.

Welche 10 Tipps das BSI für Datensicherheit gibt

  • Regelmäßige Sicherheitsupdates des Betriebssystems und der verwendeten Programme durchführen
  • Verwendung eines professionellen Virenschutzprogramms, das ebenfalls immer auf dem neuesten Stand gehalten werden sollte
  • Verwendung einer Firewall gegen Angriffe aus dem Netz
  • Gängige Betriebssysteme ermöglichen es ihren Nutzern, sich mit eingeschränkten Rechten anzumelden und erst dann Zugriff auf das Internet zu nehmen. So bleibt das Administrator-Konto geschützt
  • Datensparsamkeit ist das A und O: Wer misstrauisch bleibt und die Augen offen hält, vermeidet Risiken.
  • Wer Software aus dem Netz herunterlädt, sollte darauf achten, dass sie aus vertrauenswürdiger Quelle stammt, im Idealfall direkt von der Hersteller-Homepage. Wer außerdem nicht mehr benötigte Programme deinstalliert, schaltet weitere Schwachstellen seines Systems aus.
  • Aktuelle Browser verwenden, in die zum Beispiel bereits Phishing- und Malwareschutz integriert sind.
  • Möglichst unterschiedliche und sichere Passwörter verwenden. So reduzieren Sie die Gefahr, dass Ihr System geknackt wird.
  • Auf verschlüsselte Verbindungen achten, vor allem beim Online-Shopping und beim Online-Banking. Ein sicheres Kommunikationsprotokoll ist zum Beispiel https:// (in Verbindung mit einem Schloss-Symbol). Drahtlose Netzwerke wie WLAN sollten mindestens durch den Verschlüsselungsstandard WPA2 geschützt sein.
  • Regelmäßige Überprüfung des Sicherheitsstatus eines Computers. Der Verband der Internetwirtschaft e.V. (eco) bietet hierzu auf der Seite www.botfrei.de Hilfestellung sowie zahlreiche nützliche Informationen.

Fazit: Klar kann es keine hundertprozentige Datensicherheit geben, aber davon sind vor allem viele Privatleute sowieso noch kilometerweit entfernt. Wenn jeder die einfachen Tipps des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beherzigte, hätten Computerviren oder Ransomware viel schlechtere Chancen.

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