Technik

Das Auto wird zur Schaltzentrale fürs Smart Home

von Alexander Cohrs

Das Auto dient nicht mehr alleine nur der Fortbewegung. Es kann auch vernetzte Systeme im Smart Home steuern – und damit das Leben der Bewohner vereinfachen.

Das Auto wird zur Schaltzentrale fürs Smart Home
Alle Lampen an: Beim Smart Home kann beispielsweise die Außenbeleuchtung schon aus dem Auto aus angeschaltet werden. Foto: Unsplash/brianbabb

Das erfahren Sie gleich:

  • Immer mehr Autohersteller kooperieren mit Smart-Home-Anbietern
  • Das Auto als Schnittstelle zwischen dem Benutzer und seinem Zuhause
  • Auf der Heimfahrt werden Geräte wie Heizung und Außenleuchten angeschaltet

Das Auto steuert Heizung und Außenleuchten

Endlich zuhause! Nur noch ein paar hundert Meter, dann ist endgültig Feierabend. Da vorne, an der rechten Straßenseite, ist schon die Hauseinfahrt zu sehen. Das Auto rollt weiter, und plötzlich passieren drei Sachen auf einmal: Das Garagentor öffnet sich, die Außenleuchten schalten sich ein, und drinnen im Haus geht die Heizung an. Alles von ganz alleine. Magisch!

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Alles geht automatisch - ein Fingertipp auf den Button 'Ich komme nach Hause' reicht.

Vor ein paar Jahren hätten wir das noch für Science Fiction gehalten, heute ist es Realität. Im Smart Home sind alle möglichen Geräte und Devices miteinander vernetzt und müssen nicht mehr manuell bedient werden. Und immer häufiger dient das Auto als Schaltzentrale in diesem Smart Home. So haben gerade die Deutsche Telekom und Volkswagen verkündet, die Telekom-App "Magenta Smart Home" jetzt auch ins Infotainmentsystem des Fahrzeuges zu integrieren. Der Autofahrer kann zum Beispiel die Heizung, die Außenleuchten oder die Alarmanlage vom Auto aus steuern, ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.

Renault und Philips haben mit dem Symbioz ein Konzeptfahrzeug vorgestellt, dass sich automatisch mit allen netzwerkfähigen Geräten im Haus verbinden kann. Und Tesla arbeitet schon seit einiger Zeit mit dem deutsch-schweizerischen Unternehmen Digitalstrom zusammen. Hier kann der Autofahrer über das Tablet in seinem Tesla die Smart-Home-Funktionen bedienen. Es lassen sich dabei auch mehrere Aktionen unter einem Befehl kombinieren – bei unserem Beispiel vom Anfang würde ein Fingertipp auf den Button "Ich komme nach Hause" reichen, um alle drei Funktionen auf einmal auszulösen.

Smart Home hat riesiges Potential

Die Beispiele zeigen, dass die Autohersteller erkannt haben, welches enorme Potential im Bereich Smart Home liegt. Aktuell beträgt der jährliche Umsatz alleine in Deutschland knapp 1,3 Milliarden Euro, laut dem Statistikdienst Statista soll er sich bis 2021 auf 4,1 Milliarden vergrößern - das wäre ein jährliches Umsatzwachstum von 33,7 Prozent. Im weltweiten Vergleich zeigt sich insbesondere der Nachholbedarf in Deutschland: In den USA werden in diesem Jahr bereits rund 13,2 Milliarden Euro Umsatz generiert.

Es ist also zu erwarten, dass in den nächsten Monaten immer neue Smart-Home-Lösungen präsentiert werden, die den Wohnungs- und Hausbewohnern das Leben einfacher machen – und dass es immer mehr ins Auto integrierte Systeme geben wird. Künftig werden also viele von uns so magisch zuhause empfangen werden wie der Autofahrer aus unserem Beispiel vom Anfang.

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