Leben

CO2-Kompensation: So funktioniert es

von
Thomas Pitscheneder

Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, verursacht eine große Menge an CO2. Wer dennoch etwas nachhaltiger Reisen möchte, kann dieses ganz einfach ausgleichen.

Blick am Abend in die unberührte Natur
Die Natur ist wunderschön – und soll es auch bleiben. Dafür sorgen Anbieter wie myclimate, die mit den CO2-Kompensationen zahlreiche Umwelt-Projekte unterstützen. Foto: Stiftung myclimate

Das erfahren Sie gleich:

  • Welchen CO2-Ausstoß Flugreisen verursachen können
  • Wie sich dieser wieder ausgleichen lässt
  • Warum auch das Pflanzen von Bäumen helfen kann

Zum Schutz der Umwelt und von Ressourcen ist es wichtig, viele Bereiche des täglichen Lebens nachhaltiger zu gestalten. Was die Verbreitung von Schadstoffen angeht, sind Reisen hier ein besonders bedeutendes Thema. Komplett darauf verzichten will beziehungsweise kann jedoch kaum jemand. Der eigene CO2-Fußabdruck lässt sich dennoch etwas verringern.

Lesen Sie auch

Ladestation

aio-Empfehlung

Unter Strom! Mobilität wird elektrisch

Flüge kompensieren: An anderer Stelle CO2 einsparen

Um besonders weite Strecken zu überbrücken, braucht es noch immer Flugzeuge. Wer wirklich nachhaltig reisen möchte, verzichtet natürlich auf den Flug. Lässt es sich dennoch nicht vermeiden, ist eine Kompensation möglich. Verschiedene Anbieter ermöglichen, das bei der Reise verursachte CO2 an anderer Stelle einzusparen. Das gelingt etwa durch Klimaschutzprojekte. Besonders bekannt sind hierbei „atmosfair“ aus Berlin und „myclimate“ aus Zürich.

Wer dort seine Flüge kompensieren möchte, gibt die Start- und Zielflughäfen sowie etwaige Zwischenstopps ein. Zusätzliche Informationen wie die Sitzklasse, Flugart und der genaue Flugzeugtyp helfen bei der Berechnung – zumindest bei atmosfair. Somit sind die Werte dort etwas genauer. Anschließend zeigen die Dienste den voraussichtlichen CO2-Fußabdruck der Reise pro Person an. Am Beispiel einer Urlaubsreise von Hamburg (HAM) nach Paris (CDG) läge dieser laut atmosfair bei durchschnittlich 719 Kilogramm.

Eine vollständige Kompensation setzt eine Spende in Höhe von 20 Euro für Klimaschutzprojekte voraus. Hier bieten beide Dienste verschiedene Möglichkeiten. Nutzer können entweder alle Projekte unterstützen oder sich ganz bestimmte aussuchen. Wer möchte, legt noch etwas Geld extra obendrauf.

So sieht die Kompensation in der Praxis aus

Die Dienste sind transparent und stellen genauere Informationen zu den Projekten zur Verfügung. Eingeteilt sind sie bei atmosfair und myclimate in verschiedene Bereiche. Dazu zählen etwa Wald- und Wasserschutz, die Förderung von erneuerbaren Energien, aber auch Projekte mit sozialer Komponente. So sollen etwa effizientere Wasserkocher in Entwicklungsländern wertvolle Energie einsparen, gleichzeitig aber auch sauberes Wasser für die Menschen ermöglichen. Die Kompensation hilft auf diese Weise sogar auf mehreren Ebenen.

Nicht nur Flüge lassen sich kompensieren

Es braucht nicht zwingend einen Flug, um den eigenen CO2-Ausstoß zu kompensieren. Die Anbieter ermöglichen es auch, etwa den alltäglichen Fußabdruck zu verringern. Dafür geben die Nutzer einfach die Menge an CO2 ein, die sie ausgleichen wollen. Das kann etwa der errechnete CO2-Ausstoß von Autofahrten oder der hauseigenen Heizung sein. Alternativ dazu lassen sich Spenden in beliebiger Höhe abgeben. Auch das hilft der Umwelt – unabhängig vom eigenen Fußabdruck.

Leben

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Alternative: Direkt Bäume pflanzen (lassen)

Bäume sind für das Leben von entscheidender Bedeutung. Sie reinigen die Luft, binden CO2 und erzeugen Sauerstoff. Laut einer Studie, die in Zusammenarbeit von 24 Universitäten entstand, gibt es auf der Erde aktuell rund 3.000 Milliarden Bäume. Jedes Jahr kommt es jedoch zur Abholzung von etwa 15 Milliarden davon – das entspricht etwa 192.000 Quadratkilometer Wald. Aufforstung ist deshalb sehr wichtig.

Wer Bäume pflanzt oder dafür spendet, trägt zu genau dieser bei und gleicht somit auch seinen eigenen CO2-Ausstoß aus. Die Faustregel lautet: Ein Baum bindet etwa 10 Kilogramm CO2 pro Jahr. Eine Spende ist etwa bei „Plant for the Planet“ möglich. Die Preise pro Baum unterscheiden sich dabei je nach Region und Sorte. Los geht es schon für unter einem Dollar pro Baum.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen