Elektromobilität

BYD K12A: Erster Elektrobus für 250 Passagiere

von
Thomas Pitscheneder

Fahren in Städten mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ist das besser für die Umwelt. Mit dem BYD K12A kommen besonders viele Passagiere ans Ziel.

Der BYD K12A bei seiner Präsentation in Shenzhen.
Zwei Gelenke sorgen dafür, dass der 27 Meter lange Bus um Kurven kommt. Seinen ersten Einsatz hat der BYD K12A in Südamerika. Foto: BYD

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie viele Personen der Elektrobus BYD K12A transportieren kann
  • Welche Technik in dem XXL-Bus steckt
  • Wo er künftig erstmals zum Einsatz kommt

Der Individualverkehr macht den großen Städten dieser Welt stark zu schaffen. Autos, meist mit nur einer Person an Bord, verstopfen zunehmend die Straßen. Das ist auch für die vielerorts hohe Schadstoffbelastung verantwortlich. Eine Lösung könnte sein, einen grüneren Massentransport zu schaffen. Bahnen gibt es im Nahverkehr vieler Metropolen bereits. Doch auch die Busse könnten mehr Personen befördern.

Vollelektrischer Fahrspaß

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audi.de/DAT-Hinweis

Die Firma BYD stellte dafür kürzlich ein Exemplar im XXL-Format vor, das rein elektrisch über die Straßen stromert: den K12A.

BYD K12A: Der größte Elektro-Bus der Welt?

Der Bus soll stark befahrene Linien durch seine schiere Größe entlasten. Satte 27 Meter ist er lang, mit zwei Gelenken. So soll er auch um engere Kurven kommen. Im Innenraum haben bis zu 250 Personen Platz. Laut dem Hersteller BYD ist der K12A der längste vollelektrische Bus der Welt.

Doch damit nicht genug, denn der Bus soll auch das erste elektrische Exemplar mit zuschaltbarem Vierradantrieb sein. Die Fahrer haben damit die Möglichkeit, zwischen zwei und vier Antriebsrädern umzuschalten. So soll der Gigant unterschiedlichste Witterungsbedingungen souverän meistern. Weil der Vierradantrieb nicht permanent ist, lässt sich bei griffigem Untergrund außerdem Energie sparen.

Viel Platz für große Akkus

Die zusätzliche Länge kommt wohl auch der Reichweite zugute. Laut Hersteller soll der BYD K12A mit einer Ladung fast 300 Kilometer zurücklegen können. Das dürfte auf vielen Linien für einen kompletten Tag ausreichen. Während der Fahrt gewinnt er außerdem Energie zurück.

Trotz einer Leistung von 600 kW (816 PS): Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 70 km/h, womit der Bus deutlich für den reinen Stadtbetrieb ausgelegt ist.

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Erste Auslieferung nach Südamerika

Das erste Exemplar des Mega-Busses schickt das chinesische Unternehmen ins südamerikanische Kolumbien. In der Hauptstadt Bogotá ist TransMilenio bereits mit besonders langen Bussen unterwegs. Sie verkehren dort fast ähnlich wie eine Straßenbahn. Mit dem neuen BYD K12A will die Stadt die Elektrifizierung vorantreiben und so die durch den Verkehr verursachten Emissionen schrittweise reduzieren.

In Deutschland wäre der Einsatz des Giganten nicht ohne weiteres möglich. Hierzulande ist die maximale Länge von Bussen auf 18,75 Meter begrenzt. Nur in besonderen Ausnahmefällen sind längere Fahrzeuge zugelassen.

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