Elektromobilität

Bus, Bahn, Flugzeug: Mit dem E-Bike öffentliche Verkehrsmittel nutzen

von
Sabrina Lieb

Wer auch im Urlaub mit seinem E-Bike unterwegs sein möchte, ist oft auf Bus, Bahn und Flugzeug angewiesen. aio gibt Tipps für die Reise mit E-Rad.

Ein Bus vor gelbem Hintergrund.
Die Mitnahme des Fahrrads im Bus ist meist kein Problem – beim E-Bike sieht das oft anders aus. Foto: Alexander Kondratenko

Das erfahren Sie gleich:

  • Was Sie bei einer Reise mit dem Bus beachten sollten – wenn Sie ihr E-Bike mitnehmen wollen
  • Wie es mit dem E-Bike auch im Zug klappt
  • Warum sich eine Reise mit dem Flugzeug nicht so gut mit dem Elektrofahrrad verträgt

Idyllische Landschaften in der Ferne, spannende Städtetrips im Ausland, radelnd neue Reiseziele erkunden. Wer sein Auto für eine Weile stehen lassen und mit dem Pedelec in den Urlaub fahren möchte, ist auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln angewiesen. Im Vergleich zu handlichen Klapprädern jedoch, die schnell mal verstaut sind, kann die Mitnahme der doch eher unhandlichen E-Bikes in Bus, Bahn und Flugzeug zu einer kleinen Herausforderung werden. Ein paar Tipps, worauf Reisende mit Pedelecs und E-Bikes achten sollten.

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Pedelecs und E-Bikes im Bus

Das Rad ganz einfach in den Bus packen und los geht die Fahrt – klingt zunächst entspannt. Doch wer sein E-Bike oder Pedelec in öffentlichen Verkehrsmitteln wie diesem mitnehmen möchte, sollte sich unbedingt im Vorfeld über die Beförderungen informieren. So gibt es aufgrund der wachsenden Anzahl an Busreisenden mittlerweile einige Anbieter, darunter Flixbus, die die Beförderung von E-Bikes und Pedelecs ausschließen.

So heißt es dort: "Die Fahrräder müssen Standardgrößen ohne Aufbauten aufweisen und dürfen ein Gewicht von 25 Kilogramm nicht überschreiten. E-Bikes, Pedelecs, Tandems oder Fahrräder mit drei Rädern sind von der Beförderung ausgeschlossen." (Quelle: Flixbus)

Zur Erinnerung: Ein Mountainbike ohne Akku und Motor wiegt je nach Bauart zwischen acht und zwölf Kilogramm. Antriebe können zwei bis neun Kilogramm wiegen. Ein handelsübliches Pedelec kommt da schon mal auf rund 25 Kilogramm. Wer nicht will, dass der Bus ohne ihn abfährt, sollte sich daher vorab beim entsprechenden Fernbus-Reiseunternehmen informieren, unter welchen Umständen er sein Rad mitnehmen kann.

Es gilt: Oft gibt es eine Höchstanzahl für Fahrräder. Auch können Pedelecs unter Sperrgut fallen oder damit ausgeschlossen werden. Darüber hinaus sollte man sich bewusst machen, dass die Mitnahmen von Pedelecs in Bussen immer extra kostet.

Weitere Tipps zur Mitnahme von Pedelecs im Bus:

  • Beförderungsbedingungen beim Fernbus-Reiseunternehmen einholen. Manche Anbieter schließen die Mitnahme von Pedelecs und E-Bikes aus
  • Mehrkosten bei der Reise einkalkulieren: Die Mitnahme von E-Bike und Pedelec im Bus ist mit extra Kosten verbunden
  • Beim Ticketkauf auch eine Reservierung für das Rad vornehmen
  • Möglichst frühzeitig Ticket buchen

Die Crux mit den Öffis: E-Bikes in den Zug mitnehmen

Wer schon mal mit dem Rad in der Bahn unterwegs war, wird wissen: Frühzeitig buchen lohnt sich. Denn in den Zügen der Deutschen Bahn stehen im Fahrradabteil nicht immer die notwendigen Plätze zur Verfügung. Die gute Nachricht jedoch: Die Bahn macht bei der Fahrradmitnahme keine Unterscheidung zwischen konventionellen Fahrrädern und E-Bikes. Es gelten die gleichen Beförderungsbedingungen und die gleichen Preise.

Zu beachten sind jedoch die unterschiedlichen Tarife in den regionalen Verkehrsverbünden. Bislang konnten Fahrräder mit Fahrradplatzreservierung nur in Intercity- und Eurocity-Zügen mitgenommen werden. Seit einiger Zeit ist dies auch auf ausgewählten Verbindungen im ICE möglich.

Nicht vergessen: Nicht jeder Bahnhof verfügt über barrierefreie Gleise. Hier sollten Reisende mit Pedelecs vorab recherchieren, wie die Lage vor Ort aussieht, um am Ende nicht in einem kräftezehrenden Schleppakt zu enden. Das gilt insbesondere für Radfahrer, die eine größere Tour mit ihrem E-Bike planen. Hier hat man nicht selten viel Gepäck und Zubehör für die mobile Werkstatt dabei, was den Transport über die Bahnhofstreppen noch einmal erschwert.

Eine Frau schiebt ein Fahrrad einen Bahnsteig entlang.
Mit dem E-Bike in die Bahn: Es ist in jedem Fall sinnvoll, frühzeitig einen Stellplatz fürs Fahrrad zu buchen. Foto: Shutterstock / UzFoto

Wer ausschließlich innerhalb von Europa mit dem Rad unterwegs ist, kann sein Pedelec auch in Nachtzügen wie beispielsweise Nightjet oder EuroNight mitnehmen. Auf der Homepage von Interrail findet sich eine Übersicht mit Nachtzügen in ganz Europa.

Auch hier gilt: Unbedingt einen Platz für das Fahrrad reservieren! Dabei lohnt es sich auch, im Vorfeld mit dem Bahnanbieter Kontakt aufzunehmen, um die Richtlinien zur Fahrradmitnahme in der Bahn abzufragen. Denn die können je nach Anbieter und angebotener Strecke unterschiedlich sein.

Weitere Tipps zur Mitnahme von Pedelecs in der Bahn:

  • Achten Sie auf kompaktes und leichtes Gepäck
  • Recherchieren Sie im Vorfeld, ob Ihre Gleise barrierefrei sind und planen Sie ggf. etwas Tragezeit ein
  • Fahrradplätze in der Bahn stets reservieren
  • Pedelecs unterliegen den Fahrradmitnahme-Regelungen
  • Wichtig zu wissen: E-Bikes im engeren Sinne sowie S-Pedelecs (maximale Nenndauerleistung bis zu 4.000 Watt) sind vom Transport in der Bahn ausgeschlossen
  • Akku richtig transportieren: Die Batterie muss am Bike montiert sein oder in einer bauart-geprüften Verpackung mitgenommen werden

Mit dem Pedelec in den Flieger

Wer meint, über den Wolken sei die Freiheit unbegrenzt, der muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden. Die Mitnahme eines E-Bikes oder Pedelecs auf einem Flug gestaltet sich insofern schwierig, als dass diese im Passagierflugzeug generell nicht gestattet sind. Zu groß ist die Sorge, dass die Lithium-Ionen-Akkus der Bikes einen Schaden anrichten könnten.

Da sie als Gefahrgut gelten, können Akkus nur via Frachttransport an den Urlaubsort geschickt werden. Und auch hier stellen sich einige der Flug-Anbieter quer, die selbst die Mitnahme eines Fahrradrahmens ohne Akku verbieten. Flugreisenden sei daher geraten, dann lieber doch auf das eigene Pedelec im Urlaub zu verzichten und sich einfach auf die Angebote der Elektromobilität vor Ort zurückreifen..

Infos zur Mitnahme von E-Bikes und Pedelecs im Flieger:

Updates

Bleiben Sie zum Thema Elektromobilität immer informiert.

  • Lithium-Ionen-Akkus fallen unter Gefahrgut und müssen mit Extrakosten an den Urlaubsort verschickt werden
  • Einige Airlines verbieten gar den Transport des Rahmens
  • Besser E-Bikes direkt am Urlaubsort leihen

Fazit: Das Reisen mit einem Pedelec oder E-Bike in öffentlichen Verkehrsmitteln ist grundsätzlich machbar. Allerdings sollten sich Reisende bewusst sein, dass dies mit mehr Recherche, hohem Planungsaufwand, dem einen oder anderen Schleppakt am Gleis sowie erheblichen Mehrkosten (bspw. beim Verschicken der Akkus an den Urlaubsort) verbunden ist.

Wer sich nun doch lieber für die Autofahrt in den Urlaub entscheidet, dem sei noch ein letzter Tipp gegeben: Nicht jeder Dach- und Heckträger ist für das Mehrgewicht eines E-Bikes ausgelegt. Hier sollten Freunde von Auto- und Fahrradreisen die Traglast überprüfen und im Zweifelsfall den Hersteller des Fahrradträgers kontaktieren. Oder vielleicht ist ja auch ein Wohnmobil die Alternative.

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