Elektromobilität

Bugatti: Kleines Elektroauto für 30.000 Euro

von
Thomas Pitscheneder

Zum 110-jährigen Firmenjubiläum bringt Bugatti einen Klassiker zurück, der im Rennsport sehr erfolgreich war: den Type 35 – mit überraschendem Preis.

Der Elektro-Renner Bugatti Bébé II
Der Bugatti Type 35 kommt als Bébé II mit einem Elektromotor zurück. Doch die Neuauflage unterscheidet sich an einigen Punkten vom Original aus den 1920er Jahren. Foto: Bugatti

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Geschichte hinter dem Bugatti Type 35 steckt
  • Was die Neuauflage vom Original unterscheidet
  • Wie schnell das Elektroauto fährt

Obwohl es bereits jetzt gute Gegenbeispiele gibt, gelten Elektroautos noch immer als sehr teuer. Gleiches gilt für die Luxus-Marke Bugatti aus Frankreich. Deren Fahrzeuge bewegen sich nur selten im Bereich unter einer Million Euro. Eine Mischung aus Elektroantrieb und Bugatti scheint also zunächst nahezu unbezahlbar zu sein.

Der neue Audi e-tron

Das kann der erste elektrische SUV von Audi.

Mehr erfahren

audi.de/DAT-Hinweis

Doch tatsächlich kommt ein solches Modell auf den Markt – und es soll nur rund 30.000 Euro kosten.

Bugatti Type 35: Rennsport-Legende als Stromer

Im Jahr 1924 trat Bugatti mit dem Type 35 erstmals zu einem Rennen an. Der Große Preis von Frankreich war das erste Kräftemessen zwischen dem Achtzylinder mit zwei Liter Hubraum und der Konkurrenz. Nach rund 810 Kilometern stand der beste T35 im Fahrerfeld, pilotiert vom Franzosen Jean Chassagne, auf dem siebten Platz. Doch Bugatti nahm das zum Anlass, um die Rennwagen zu verbessern und in der Folge zahlreiche Rennen für sich zu entscheiden.

Heute sind die Fahrzeuge sehr gefragt, gut erhaltene Modelle erzielen bei Auktionen umgerechnet zwischen 300.000 und 600.000 Euro. Weil das für die meisten Menschen wohl unbezahlbar ist, bringt Bugatti eine günstige Alternative auf den Markt. Der Bébé II soll nur 30.000 Euro kosten und mit einem Elektromotor ausgestattet sein. Doch es gibt einen großen Haken, denn seine Größe entspricht nur 75 Prozent des Originals und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h.

Elektromobilität

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Bugatti Bébé ursprünglich für Kinder gedacht

Wie der Name vermuten lässt, gab es bereits einen ersten Bugatti Bébé. Der kleine Renner war für den Sohn von Ettore Bugatti gedacht. Später baute die Firma das Spielzeug in einer 500 Exemplare starken Auflage. Mehr Fahrzeuge will Bugatti auch vom Bébé II nicht bauen. Dafür können darin auch Erwachsene Platz nehmen. Sitzen Kinder am Steuer, ist die Geschwindigkeit auf 20 km/h limitiert.

Nachträglich will Bugatti offenbar ein "Speed-Key-Update" anbieten, dass die volle Leistung des Elektromotors freigibt – immerhin 10 kW. Wie schnell der Stromer dann fährt, ist allerdings noch unklar. Gleiches gilt für die Kapazität der Akkus und die maximale Reichweite.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen