Technik

Bosch zeigt autonomes E-Shuttle auf der CES

von
Marten Zabel

Das Unternehmen Bosch hat sich ein selbstfahrendes Elektro-Shuttle für den Betrieb als Sammeltaxis ausgedacht. Auf der CES wird es vorgestellt.

Das Shuttle von Bosch als digitales Konzept.
Das Shuttle von Bosch kommt ohne Fahrer aus. Der dadurch gewonnene Platz kommt den Passagieren zugute. Sie freuen sich über viel Luxus. Foto: Bosch

Das erfahren Sie gleich:

  • Was das autonome Shuttle von Bosch zu bieten hat
  • Wie das Fahrzeug nie mit leeren Batterien liegenbleiben soll
  • Warum das Konzept Schule machen könnte

Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2019 in Las Vegas ist Elektromobilität ein großes Thema. Bosch will dort etwa ein Konzeptfahrzeug in Form eines vollelektrischen, autonomen Minibus-Shuttles präsentieren.

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Der Konzern aus Stuttgart hat dabei alles an Technik in die rollende Lounge gesteckt, was verfügbar ist. Geht es nach Bosch, könnten derartige Fahrzeuge schon in wenigen Jahren in vielen Gegenden zum Stadtbild gehören.

CES: Das Elektro-Shuttle als rollende Lounge

Das Elektro-Shuttle von Bosch sieht aus wie ein edler Warteraum auf Rädern: Vier bequeme Schalensitze sind gegenüberliegend angeordnet, eine Tischkonsole dazwischen und ausfaltbare Bildschirme mit dem Bord-Infotainment-System an den Seiten.

Ein- und Aussteigen können Fahrgäste über eine fast ebenerdige Glastür, deren Aufbau eher an ein Ladengeschäft als an einen Bus erinnert. Laut Bosch sollen die Außenwände des Fahrzeugs aus Displays und Glas bestehen – Werbung wie auf heutigen Fahrzeugen wäre dann wohl nicht mehr mit Stickerfolie aufgebracht, sondern ließe sich einfach per Software ändern und sogar animieren.

Für das Konzept-Shuttle hat Bosch verschiedene eigene Technologien vorgesehen: Allem voran der elektrische Antriebsstrang aus dem eigenen Haus. Dazu kommen Radar-, Video- und Ultraschallsensoren, Bremssteuerung und natürlich die elektrische Servolenkung aus der Entwicklung des Unternehmens.

In Zukunft wird jedes Fahrzeug auf der Straße Boschs digitale Dienste nutzen.

Bosch-Aufsichtsratsmitglied Dr. Markus Heyn

Softwareseitig schwebt den Entwicklern vor, dass sich ihr Shuttle per App rufen lässt und dann auch für unterschiedliche Fahrgäste eine optimale Fahrtroute selbst wählt. Ist der Batteriestand niedrig, soll es keine weiteren Aufträge annehmen, sondern selbstständig zur nächsten Ladestation rollen. Ein vollständig integriertes Netzwerk der Vehikel könnte den innerstädtischen Verkehr also flexibler, smarter und sauberer machen.

Bosch: Sammeltaxis als Zukunftsmodell

Bosch erwartet ein riesiges Wachstum im neuen Marktsegment der On-Demand-Shuttle-Fahrzeuge: Bis 2020 sollen in Europa, China und den USA bereits etwa eine Million derartiger Minibusse unterwegs sein, 2025 dann schon 2,5 Millionen.

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Mitte des kommenden Jahrzehnts sollen die meisten dann auch vollautonom fahren und dank elektrischer Antriebe auch nicht dazu beitragen, die verstopften Innenstädte weiter zu verschmutzen. Der Trend für die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs geht also in Richtung Sammeltaxi/Kleinbus – nur eben vernetzter und smarter als zuvor, und natürlich elektrisch und ohne Fahrer.

Und wenn es nach diesem Konzept von Bosch geht, auch deutlich luxuriöser, als Nutzer von Bus, Bahn und Taxi das bislang gewöhnt sind.

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