Elektromobilität

Boeing will japanische Technik für Elektroflugzeuge

von
Marten Zabel

Boeing will das Elektroflugzeug und setzt dabei verstärkt auf Partner in Japan. Dort sollen auch fliegende Autos entwickelt werden.

Frau blickt aus dem Fenster eines Flugzeugs
Flugreisen könnten sich in naher Zukunft stark verändern. Große Firmen arbeiten an Elektroflugzeugen – darunter auch Boeing. Das Unternehmen suchte sich dafür Partner in Japan. Foto: Getty Images/iStockphoto

Das erfahren Sie gleich:

  • Wofür Boeing nach starken Partnern suchte
  • Welche Firmen das Unternehmen dafür in Japan fand
  • Wie das Land Elektromobilität in der Luft fördert

Der US-Flugzeugbauer Boeing plant, im Bau ultraleichter Elektroflugzeuge ganz vorne mit dabei zu sein. Die dafür notwendigen Technologien sollen Partner in Japan mitentwickeln. Vor allem in Sachen Antriebs- und Batterietechnik braucht Boeing offenbar Partner im Ausland.

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Aber auch für die vollautomatisierte Massenproduktion mit ultraleichten Materialien sollen japanische Firmen sorgen.

Boeing: Große Gruppe neuer Partner

Boeing und die japanische Regierung wollen die Zusammenarbeit im Land jetzt vertiefen: Anfangen will der Flugzeughersteller, indem er im Rahmen einer Kooperation mit der Firma GS Yuasa leichte und effiziente Batterien speziell für die Benutzung in Flugmaschinen entwickelt.

Sinfonia Technology und Tamagawa Seiki sollen Technik, Erfahrung und Expertise für die Entwicklung kleiner Motoren mitbringen. Zudem unterstützen die Universität Kyushu und das National Institute of Advanced Industrial Science and Technology Boeing bei der Entwicklung von supraleitenden Motoren.

Auch Materialien und Fertigungsmethoden für Rahmen und Außenhülle von Elektroflugzeugen will Boeing in Japan entwickeln. Da die neuen Komponenten noch einmal deutlich leichter sein sollen als bei bisherigen Flugzeugen, ist hier mit Toray Industries ein Spezialist für Kohlefaser-Bauteile mit an Bord. Für die Automatisierung der Produktion sind Mitsubishi Heavy, Kawasaki Heavy Industries und Subaru als Partner dabei.

Japan: Fliegende Autos und noch mehr

Boeing nutzt den politischen Willen in Japan, die elektrische Luftfahrt zu fördern: Die Regierung und das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie haben im Sommer 2018 den Plan verkündet, Japan zum ersten Land machen zu wollen, in dem fliegende Autos mit Elektroantrieb Realität sind. Das dafür gegründete Konsortium beinhaltet neben Boeing auch den Konkurrenten Airbus und 19 weitere Firmen.

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Japans Pläne für Elektromobilität in der Luft gehen allerdings über die Entwicklung und Einführung fliegender Autos hinaus: Das Electrification Challenge for Aircraft (ECLAIR) ist ein ebenfalls gegründetes Konsortium, das sich um die Entwicklung von größeren Passagiermaschinen mit Elektroantrieb kümmern soll.

Die Schnittmenge zwischen ECLAIR und den von Boeing rekrutierten Partnern ist dabei nicht klein: Neben der Weltraumagentur JAXA sind auch Mitsubishi, Kawasaki und Subaru dabei. Kawasaki hat spätestens mit der legendären Asuka STOL auf Basis der C-1 gezeigt, dass experimentelle Flugzeugdesigns dem Konzern liegen. Es bleibt abzuwarten, wie die Elektrorevolution in der Luftfahrt aussehen wird.

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