Leben

Bitcoin? Diese Alternativen schützen auch die Umwelt

von Marten Zabel

Blockchain-Technologien könnten die Welt verändern. Wer die Umwelt schonen möchte, muss aber auf Bitcoin-Alternativen setzen und eine andere Kryptowährung kaufen.

Bitcoin? Diese Alternativen schützen auch die Umwelt
Schwarzgeld? Nein, Bitcoin ist eine dezentrale Währung, deren Einsatz allerdings zu Umweltproblemen führt. Deshalb gibt es inzwischen nachhaltige Bitcoin-Alternativen. Foto: Unsplash/Jimi Filipovski

Das erfahren Sie gleich:

  • Mit starken Kursgewinnen ist Bitcoin aktuell in aller Munde – ebenso die dahintersteckende Blockchain-Technologie
  • Der Stromverbrauch der Kryptowährung weltweit ist immens
  • Es gibt Bitcoin-Alternativen für alle Menschen, die eine Kryptowährung kaufen wollen, ohne die Umwelt zu belasten

So funktioniert die Blockchain-Technologie

Der Kurs von Bitcoin hat zuletzt eine dramatische Achterbahnfahrt hingelegt und der Kryptowährung damit große Bekanntheit verschafft. Sie ermöglicht Investitionen, die auf der einen Seite sehr riskant, auf der anderen Seite aber auch äußerst einträglich sein können. Das weltweite Netz von Schürfern erzeugt allerdings mit seinem riesigen Stromverbrauch auch große Umweltprobleme – entsprechend wichtig ist der Blick auf Alternativen zu Bitcoin. Dazu ist es wichtig zu wissen, wie die Blockchain-Technologie überhaupt funktioniert.

Die hinter Bitcoin steckende Blockchain-Technologie ist das Werk eines Programmierers oder einer Programmierergruppe, die nur unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannt ist. Die Blockchain ermöglicht es, dass diese und ähnliche Kryptowährungen dezentral gehandelt werden können: Auf den Computern vieler Nutzer werden Bitcoin dadurch geschürft (also erschaffen), dass sich diese Privatcomputer am Netzwerk beteiligen. Die Algorithmen in der Software errechnen dabei die "Münzen" oder "Tokens". Das wird Bitcoin-Mining genannt. So entstehen neue Bitcoins und werden gleichzeitig Transaktionen durchgeführt – jenseits jeder Kontrolle von Staaten, Banken oder anderen Institutionen.

Die Berg- und Talfahrt verlangt nach einer Bitcoin-Alternative.

Bitcoin legt aktuell eine Berg- und Talfahrt hin und stellt jeden Interessierten vor die Frage nach Alternativen. Wäre das weltweite Netz aus Bitcoin-Minern ein Staat, würde dieser mit einem jährlichen Stromverbrauch von aktuell 29,05 Terawattstunden auf Rang 61 der Strom verbrauchenden Länder stehen – noch vor Irland und Nigeria. Bitcoins haben also aktuell einen Anteil von 0,13 Prozent am weltweiten Energieverbrauch. Wer eine umweltschonendere Kryptowährung kaufen möchte, sollte Bitcoin-Alternativen in Betracht ziehen.

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Drei ökologische Bitcoin-Alternativen

Während die großen Kryptowährungen im letzten Jahr ins Auge der Öffentlichkeit gerückt sind, gibt es Bestrebungen kleinerer Anbieter, die Sache mit umweltpolitischen Zielsetzungen zu verbinden – natürlich im Sinne der Blockchain auf viele Endnutzer verteilt. Die so erhaltenen Tokens, also digitale Besitzurkunden für Kryptowährungen, dienen so als Investition und zum Umweltschutz.

  • GENERcoin ist ein Projekt für eine Kryptowährung, die als Gegenwert eine spezifische Art von Bio-Brennstoff der Firma Arterran bietet. Dabei investieren Anleger praktisch unter der Annahme, dass der Bedarf an erneuerbaren Brennstoffen künftig steigen wird, während sich die Welt von fossilen Energieträgern verabschiedet.
  • SolarCoin will die Nutzung von regenerativen Energien unterstützen – und belohnt Produzenten von Solarenergie direkt mit Tokens. Damit lässt sich nicht nur Geld investieren, sondern an einigen Orten auf der Welt inzwischen auch sauberer Strom kaufen. Außerdem gibt es mit 97.500 Terawattstunden Solarenergie sogar einen Gegenwert als Reserve für das Projekt, das auf 40 Jahre angelegt ist.
  • EnergyCoindient vor allem der Unterstützung lokaler Öko-Energieprojekte. Die Kryptowährung basiert auf dem Konzept von "Proof of Stake". Dabei berechnet sich die Menge neuen virtuellen Geldes aus der Anzahl der Coins, die jemand bereits besitzt, also anhand seines "Wertes" im Netzwerk. Im Gegensatz dazu fußt Bitcoin auf "Proof of Work", also der erbrachten Rechenleistung. Damit ist die Methode von EnergyCoin deutlich weniger energieintensiv als die von BitCoin. Momentan mag die Sache zwar für die meisten Menschen noch keinen praktischen Nutzen haben – dennoch lohnt es sich, diese Währung im Auge zu behalten.

Bitcoin: Der Hype hat seinen Preis

Der Hype um Bitcoin hat den theoretischen Wert der Kryptowährung im Verlauf von 2017 um 1.057 Prozent steigen lassen. Diese enorme Wertsteigerung hat allerdings gleich zwei Nachteile für potenzielle Investoren: Entpuppt sich die Sache als Blase, könnte die teuer erkaufte Kryptowährung ohne physischen Gegenwert oder staatliche Garantien sehr schnell komplett wertlos sein. Und der Energieverbrauch macht die virtuelle Alternative zum Geld inzwischen zu einem ganz realen Umweltproblem.

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