Elektromobilität

Bell Nexus: Amerikaner bauen Hybrid-Lufttaxi

von
Marten Zabel

Mit dem Nexus will Bell einen neuen Senkrechtstarter auf den Markt bringen. Der Hybrid soll dem Flugtaxi mehr Reichweite und kürzere Ladezeiten bringen.

Eine Computerzeichnung zeigt den Bell Nexus über einer Autobahn fliegend.
Sechs Rotoren sollen den Bell Nexus in die Luft bringen. Foto: picture alliance / Bell/Cover Images

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Hubschrauber-Hersteller Bell an einem neuartigen Lufttaxi arbeitet
  • Welche Vorteile der Hybridantrieb für den Senkrechtstarter hat
  • Welches Interesse Fahrdienst Uber und das US-Militär an dem Projekt haben

Der Hubschrauber-Hersteller Bell will Teil der kommenden Revolution um autonom fliegende Taxis sein. Deshalb hat Bell jetzt ein erstes Modell des Nexus vorgestellt. Der soll ab Mitte der 2020er Jahre unter anderem für Uber und die US-Armee Menschen und Waren durch die Luft transportieren.

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Das Lufttaxi Nexus soll, ganz wie ein regulärer Helikopter, senkrecht starten und landen können. Die Kanzel ist dabei im Design einem klassischen Hubschrauber nachempfunden – darüber befindet sich allerdings kein einzelner Rotor. Stattdessen liegen die Rotoren als Mantelpropeller, also in schützende Ringe eingefasst, in Gondeln an den Seiten.

Sechs Stück davon sollen den Nexus in die Luft heben und dann im Horizontalflug umgeschwenkt werden, um eine größere Geschwindigkeit und Treibstoffeffizienz zu erhalten. Ähnlich fliegen die ebenfalls von Bell mitentwickelten militärischen Senkrechtstarter wie der Osprey und der Valor.

Bells Senkrechtstarter: Die Vorteile des Hybridantriebs

Die Rotoren, mit denen der Nexus an die Hubschrauber aus dem Sci-Fi-Streifen Avatar erinnert, werden von Hybridmotoren angetrieben. Die Kombination aus Elektromotor und klassischem Verbrenner soll dem Fluggerät deutlich mehr Reichweite einbringen, als es bei reinen Elektroantrieben der Fall wäre. Außerdem lässt sich der futuristische Helikopter so schneller auftanken als wenn er nur einen großen Akku hätte.

Der Bell Nexus soll bis zu fünf Fluggäste oder 272 Kilogramm Zuladung transportieren können. Geht der Konzern die Entwicklung konsequent in die Richtung, in der unter anderem Uber seinen Flugtaxidienst plant, dann dürfte das Gefährt autonom fliegen und somit keinen Piloten an Bord benötigen.

Lufttaxi: Uber plant erste Testflüge für 2020

Noch gibt es allerdings keinen flugfähigen Prototyp, sondern nur ein lebensgroßes Modell des Fluggeräts. Die Finalisierung eines tatsächlichen Testgeräts soll bis 2020 abgeschlossen werden. Mit an Bord sind dabei Safran, EPS, Thales, Moog und Garmin für verschiedene Technik-Komponenten und Funktionsgruppen.

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Anfang 2018 hatte Bell die Flugkabine bereits auf der CES in Las Vegas präsentiert, jetzt steht das Design für das gesamte Fluggerät Nexus. Soll es in fünf Jahren Teil des städtischen Verkehrs werden, ist aber noch eine Menge zu tun.

Uber will als Kunde von Bell Flugtaxis als autonome Verkehrsmittel der Zukunft etablieren. Schon 2020 sollen erste Testflüge in Los Angeles, Dallas und Dubai stattfinden. Ob die dazu notwendigen Flugmaschinen von Anbietern wie Ehang, Volocopter oder Airbus bis dahin bereit sind, muss sich allerdings erst noch zeigen.

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