Gesundheit

Babys schlafen legen – fünf Fehler, die Eltern machen

von Sabrina Lieb

Ein schlafendes Baby in einem Kinderbett.
"Guten Abend, gute Nacht ...": Jeden Abend ein Schlaflied für die Kleinen zu singen, kann den gesunden Babyschlaf fördern – und gegen Schlafprobleme vorbeugen. Foto: Shutterstock / UvGroup

Das erfahren Sie gleich:

  • Babys schlafen legen: Wie das Schlafverhalten bei Kindern aussieht
  • Schlafprobleme: Welche Fehler Eltern machen
  • Und welche Tipps beim gesunden Babyschlaf helfen

Babys schlafen legen: aio zeigt fünf Fehler, die viele Eltern machen – und gibt Tipps gegen die Schlafprobleme und für einen gesunden Babyschlaf.

Babys schlafen legen: Falsche Schlafgewohnheiten bei Babys

Babys schlafen legen und zum längeren Durchschlafen zu bringen, ist eine der größten Herausforderungen für frischgebackene Eltern. Gerade in den ersten Lebensmonaten kann der Babyschlaf – neben der Gesundheit der Kleinen – zum dominierenden Familienthema werden.

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Denn dass Babys durchschlafen ist eine Ausnahme, aber nicht die Regel:

  • Gerade einmal sechs Prozent der Babys im Alter von vier bis sechs Wochen schlafen durch
  • Vom dritten bis vierten Lebensmonat sind es schon 36 Prozent
  • Bei den Zweijährigen sind es 39 Prozent, die in der Nacht durchschlafen
  • Unter den Vierjährigen sind es 38 Prozent

Schlafprobleme: Fünf Fehler, die Eltern beim Babyschlaf machen

Zu spät hingelegt, Reizüberflutung am Abend, ausbleibende Einschlafrituale – wir zeigen die fünf häufigsten Fehler, die Eltern beim Schlafenlegen ihres Nachwuches machen.

Übrigens: Auch Erwachsene können etwas gegen ihre eigenen Schlafprobleme tun – Tipps dazu gibt es ebenfalls bei aio.

1: Das Kind zu spät hinlegen

Gerade Eltern, die spät von der Arbeit nach Hause kommen, wollen am Abend noch etwas Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen. Die Versuchung ist groß, das Baby länger aufbleiben zu lassen. Wenn Kleinkinder allerdings übermüdet sind, finden sie schwerer in den Schlaf. Denn wer zu spät ins Bett gebracht wird neigt dazu, eher wieder aufzuwachen als wenn er zu einem angemessenen Zeitpunkt ins Bett gegangen wären.

Tipp: Achte Sie darauf, feste Schlafenszeiten für ihr Baby einzurichten und halten sie sich daran. Warten Sie nicht, bis ihr Kind gähnt und sich die Augen reibt. Gerade bei Babys und Kleinkindern können selbst 15 bis 20 Minuten mehr Schlafenszeit schon viel ausmachen.

2: Zu sehr auf Bewegung verlassen

Das Szenario kennen fast alle Eltern: Die große Erleichterung, wenn das Baby während der Autofahrt eingeschlafen ist und sich für einen kurzen Moment Ruhe einstellt. Viele Eltern verfallen dabei allerdings der Idee, sich auf Bewegung zu verlassen.

Zwar ist es in Ordnung, ab und an Bewegung beim Zubettgehen oder bei der Beruhigung des Babys einzusetzen – machen Sie dies allerdings nicht zur Dauerroutine. Schnell ist es passiert, dass sich ihr Baby daran gewöhnt und die Bewegung dann vermisst, wenn es nachts aufwacht.

Ein blau leuchtendes Nachtlicht über einem Kinderbett, das Sterne an die Wände projiziert.
Hell und bunt: Nachtlichter und Mobiles sehen hübsch aus, können aber Babys am Einschlafen und Durchschlafen hindern. Foto: CC0: Unsplash/Bastien Jaillot

3: Blaues Licht und Reizüberflutung

Das Mobile über dem Kinderbett ist seit eh und je ein Klassiker bei der Ausstattung des Kinderzimmers. Die bunten, sich drehenden Elemente sehen zwar hübsch aus, vergessen wird dabei jedoch, dass auch dies Kinder vom Schlafen abhält. Sie bleiben wach, weil sie aufmerksam beobachten und dabei nicht lernen, dass es nun Schlafenszeit ist. Auch können die Farben und Geräusche eine Reizüberflutung sein.

Tipp: Viel sinnvoller ist es daher, Kleinkinder in einen dunklen Raum zum Schlafen zu legen. Dunkelheit hilft dem Körper, Schlafhormone auszuschütten. Machen Sie sich keine Sorgen, dass Ihr Kind Angst in der Dunkelheit haben könnte. Diese Ängste entwickeln sich bei Kindern erst mit dem Älterwerden.

Sobald das Kind älter ist, kann dann ein rötliches Nachtlicht eingesetzt werden. Unter keinen Umständen sollte blaues Licht oder LED eingesetzt werden. Der Grund liegt in den Wellenlängen: Spezielle Photorezeptoren in unserer Netzhaut reagieren besonders empfindlich auf blaue Wellenlängen, die vor allem in Tablets, Laptop, Fernseher und Handys zu finden sind. Diese Wellenlängen produzieren Melanopsin und leiten die Wahrnehmung von blauem Licht an die innere Uhr im Gehirn weiter, was Babys und im übrigen auch uns Erwachsene wieder munter macht.

4: Keine Routine beim Zubettgehen

Viele Eltern nehmen fälschlicherweise an, dass ihr Baby noch zu klein für ein Abendritual vor dem Schlafengehen ist. Ob nun ein entspannendes Bad oder ein Schlaflied zur Nacht – eine Reihe von beruhigenden Schlafritualen vor dem Zubettgehen ist selbst für die kleinsten Babys wichtig, da sie so auf den bevorstehenden Schlaf vorbereitet werden.

Tipp: Wer jeden Abend die gleichen Einschlafrituale zur ungefähr gleichen Zeit ablaufen lässt, vermittelt seinem Nachwuchs Sicherheit und hilft ihm, in einen stabilen Schlafrhythmus zu kommen.

5: Wechselnde Schlafräume

In vielen Familien gibt es wechselnde Schlafarrangement – mal schlafen alle im großen Elternbett, mal quartiert sich ein Elternteil aus, mal wird das Sofa zum Schlafen genutzt. Für Kinder und Babys ist der ständige Wechsel und die Sorge, die Eltern nachts nicht verbindlich „orten“ zu können, allerdings beunruhigend.

Einer der häufigsten Fehler, die Eltern beim Schlafenlegen ihres Babys machen ist auch, es zu früh in ein großes Bett zu legen. Vor dem dritten Lebensjahr haben Kinder kein Verständnis und Selbstkontrolle, um in den „Grenzen“ des Bettes zu bleiben.

Wie mit dem Baby auch eine Reise auf die andere Seite der Welt möglich ist, erfahren Sie ebenfalls bei aio.

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