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Gesundheit

Baby an Bord: So bleiben Sie in der Schwangerschaft mobil

von Gertrud Teusen

Darf ich noch Auto fahren? Oder soll ich lieber das Rad nehmen? Während der Schwangerschaft stellen sich viele Fragen zur eigenen Mobilität noch mal neu. Wir beantworten sie.

Baby an Bord: So bleiben Sie in der Schwangerschaft mobil
Ohne geht's oft nicht: Viele Schwangere sind aufs Auto angewiesen. Mit sechs einfachen Regeln ist das Autofahren in der Schwangerschaft auch kein Problem. Foto: CC0: Unsplash/SOCMIA Fotografía

Das erfahren Sie gleich:

  • Unser modernes Leben verlangt auch in der Schwangerschaft eine hohe Mobilität
  • Das eigene Auto ist für viele Schwangere unentbehrlich
  • Sechs Tipps für Mobilität in der Schwangerschaft

Viele Risiken schließen sich automatisch aus

Immer schneller. Immer globaler. Immer vernetzter. Unser modernes Leben basiert auf einem hohen Maß an Mobilität. Aber während der Schwangerschaft steht diese Mobilität plötzlich in Frage: Wie kann ich mich in dieser Zeit fortbewegen? Darf ich beispielsweise noch Auto fahren? Und wenn ja: wie?

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Erst mal gilt: Keine Panik. Schwangerschaft ist keine Krankheit, deshalb darf eine Schwangere prinzipiell alles tun, wozu sie Lust und Laune hat. Das Wunderbare an diesem Zustand ist, dass sich Risiken automatisch ausschließen, weil eine werdende Mutter ganz selbstverständlich alles meidet, was ihrem Kind schaden könnte.

Der Körper verlangt das, was er braucht.

In Bezug auf die Ernährung beispielsweise verändert sich der Geschmack. Fast jede Schwangere greift zu Lebensmitteln, die gut fürs Baby sind und verabschiedet sich -ohne nachzudenken- von Sünden und Lastern. Meistens jedenfalls. So definiert sich beispielsweise „healthy food“ plötzlich ganz neu: Frauen, die zuvor auf Salate und Rohkost standen, greifen plötzlich zur sauren Gurke mit Marmeladenbrot. Man kennt ja die seltsamen Gelüste, die Schwangere manchmal haben. Der Körper verlangt das, was er braucht. Und das ist vor allem alles, was dazu beiträgt, dem Kind ein „warmes Nest“ zu schaffen, in dem sich der Embryo wohl fühlt, sich einnisten und wachsen kann.

Das Auto ist in der Schwangerschaft wichtig

Aber in der Konsequenz wächst eben auch der Bauch und somit die Frage: Wie mobil kann ich sein? In der Schwangerschaft gilt: Mach‘ immer nur das, was du ohnehin schon gut kannst! Deshalb ist es keine gute Idee, gerade in der Schwangerschaft mit etwas völlig Neuem anzufangen. Wer also bislang keine große Radfahrerin war, der sollte das Rad jetzt besser in die Ecke stellen. Und auch Fahrstunden für den Führerschein (ja, Sie lachen, machen aber wirklich viele Schwangere noch schnell) sollten Frauen bis nach der Geburt verschieben. Die Nervosität, die automatisch mit dem neuen Erlernen von Fähigkeiten einhergeht, schadet dem Baby und damit auch der werdenden Mutter.

Frau auf Fahrrad
Lieber nicht umsteigen: Wer in der Zeit davor noch kein Fahrradfahrer war, sollte in der Schwangerschaft nicht plötzlich damit anfangen. Foto: CC0: Unsplash/Blubel

Ein Alltag ohne Auto ist hingegen für viele Schwangere quasi undenkbar. Der Großeinkauf im Supermarkt, mal schnell ein paar Erledigungen machen oder die regelmäßigen Vorsorgetermine beim Gynäkologen lassen sich mit Auto weitaus bequemer absolvieren. Auch eine Schwangere muss nicht auf diesen Luxus verzichten. Und in der Tat ist es eine extreme Erleichterung, wenn sie gegen Ende der Schwangerschaft keine langen Strecken zu Fuß bewältigen muss.

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Sechs einfache Regeln für Schwangere

Doch manche Frauen haben Angst, sich mit dickem Babybauch hinters Steuer zu setzen. Die Sorge ist unbegründet, wenn man einige einfache Regeln einhält:

  • Richtig anschnallen. Schwangere müssen wie alle anderen immer angeschnallt Auto fahren. Der Drei-Punkt-Gurt wird dabei so angelegt, dass der untere Beckengurt immer unter dem Bauch (und niemals darauf) liegt. Dafür gibt es spezielle Gurtverlängerungen.
  • Aufrechte Sitzhaltung. Wenn sich der Autositz nicht entsprechend verstellen lässt, dann hilft ein Kissen, eine möglichst gerade Sitzposition einzunehmen.
  • Abstand zum Lenkrad. Den Airbag auszuschalten, um im Fall eines Auffahrunfalls den Bauch zu schützen, ist keine gute Idee. Nach Straßenverkehrsordnung müssen allerdings 25 Zentimeter zwischen Lenkrad und Bauch sein, damit das Baby im Bauch trotz Airbag sicher ist.
  • Sicheres Schuhwerk. Mit zunehmender Schwangerschaft lagert sich Wasser in den Beinen und Füßen ein. Schwangere in den letzten Monaten tragen deshalb häufig „lockeres Schuhwerk“. Das ist allerdings beim Autofahren verboten. Wer also nicht mehr in festes Schuhwerk passt, der sollte auf dem Beifahrersitz Platz nehmen.
  • Stützstrümpfe tragen. Eine schreckliche Vorstellung, aber wer eine längere Autofahrt plant, sollte sich in der Schwangerschaft damit beschäftigen. Es besteht nämlich Thrombosegefahr für Mutter und Kind.
  • Regelmäßige Pausen einlegen. Das gilt natürlich sowieso für alle, die mit dem Auto längere Zeit unterwegs sind. Alle zwei Stunden sind ideal.

Nur fit hinters Steuer

Mobilität in der Schwangerschaft hat also ihre natürlichen Grenzen. Das gilt fürs Autofahren ebenso wie für das Radfahren oder übrigens auch das Fliegen. Wann immer Sie sich nicht wohlfühlen, sollten Sie sich auch nicht hinters Steuer setzen. Ein Ratschlag, der nicht nur auf Schwangere gemünzt ist, sondern eigentlich für jeden Verkehrsteilnehmer gelten sollte.

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