Technik

Autostudie 2019: Konzerne setzen auf alternative Antriebe

von
Thomas Pitscheneder

Der moderne Verkehr unterzieht sich einem Wandel – und mit ihm die gesamte Automobilbranche. Diese Technologien sind dabei besonders wichtig.

Eine Autobahn von oben. Aktuell fahren dort nur bemannte Fahrzeuge. Sollen dort auch zukünftig autonome verkehren, braucht es ein besseres Mobilfunknetz.
Vollvernetzt, mit alternativen Antrieben und autonom unterwegs: Der Verkehr der Zukunft verändert sich. Foto: Shutterstock / Philip Lange

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Verbrenner zunehmend vom Markt verschwinden könnten
  • Wie Autobauer einen vollständigen Wandel vollziehen
  • Welche Herausforderungen dabei auf sie warten

Was sind die größten Wachstumstreiber der Automobilindustrie? Dieser Frage gingen die Firma Sopra Steria Consulting und das F.A.Z-Institut auf den Grund. Dafür befragten sie im Rahmen der Studie "Branchenkompass Automotive 2019" 100 Entscheider, Fach- und Führungskräfte deutscher Unternehmen.

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Die Ergebnisse zeigen, dass alternative Antriebe in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle spielen. Elektro-, Wasserstoff-, Gas- und Hybridautos sollen klassischen Verbrennern den Rang ablaufen. Dafür investieren Konzerne viele Milliarden. Doch auch andere Technologien stehen im Fokus.

Autobauer bieten vermehrt digitale Services an

Die Zeiten, in denen sich große Marken allein auf die Produktion von Fahrzeugen konzentrieren mussten, scheinen vorbei zu sein. Die Digitalisierung hat den Verkehr bereits eingeholt. Kein Wunder also, dass die Konzerne sich zunehmend mit dem digitalen Geschäft auseinandersetzen.

Laut der Studie sehen etwa 83 Prozent der Befragten Fahrerassistenzsysteme als wichtigen Wachstumstreiber (83 Prozent). Auch die Energieversorgung ist durch die zunehmende Elektrifizierung mit 79 Prozent ein attraktives Geschäftsfeld. VW steigt da etwa mit der Konzerntochter Elli ein. Das autonome Fahren halten immerhin 68 Prozent der Führungskräfte für eine wichtige Zukunftstechnologie.

Als Dienstleister wollen die Unternehmen zudem auf das Mobilitätsmanagement in Form von Carsharing, Ride-Sharing und Shuttle-Services setzen. Info- und Entertainment sollen Dienste wie eigene Sprachassistenten und Apps liefern. Etwa 42 Prozent der Befragten glauben deshalb an einen vollumfänglichen Umbau ihrer Geschäftsbereiche – vom Produktanbieter hin zum Service- und Plattformanbieter.

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Die Umsetzung macht aber auch Probleme

Einfach gestaltet sich dieser Wandel allerdings nicht. Die Unternehmen stehen vor einigen Herausforderungen. So fürchten sie etwa die Kosten für die Fortbildung der Mitarbeiter, die aktuell noch auf das gewohnte Geschäft geschult sind. Auch die Investitionen in Elektroautos bereiten der Branche Kopfzerbrechen und belasten die Geldbeutel der Konzerne. Notwendige Produktanpassungen, etwa für das autonome Fahren, sind ebenfalls schwer umzusetzen.

Beim Einsatz moderne Technologien im eigenen Unternehmen geht der Fortschritt nur schleppend voran. So geben 75 Prozent der Befragten an, dass Blockchain-Technik in ihrem Unternehmen kein Thema ist. Rund um künstliche Intelligenz sieht es noch schlechter aus: in 76 Prozent der Fälle kommt sie nicht zum Einsatz. Doch genau an diesen Punkten arbeiten die Konzerne in den kommenden Jahren fieberhaft.

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