Elektromobilität

Autosalon Genf 2020: Die Elektroautos der Messe

von
Thomas Pitscheneder

Der Autosalon Genf sollte auch 2020 wieder viele Neuheiten zu bieten. Doch aufgrund der Verbreitung von COVID-19 findet die Messe nicht statt.

Blick auf den Messestand von Audi auf der GIMS 2019
Elektroautos sind wohl auch beim Autosalon Genf 2020 ein großes Thema. Wieder mit dabei ist auch Audi mit dem neuen e-tron Sportback. Foto: GIMS

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche elektrischen Highlights die GIMS 2020 bieten sollte
  • Warum die Messe allerdings nicht stattfinden kann
  • Welche Hersteller ohnehin nicht kommen wollten

Die Geneva International Motor Show, kurz GIMS, sollte eigentlich zwischen dem 5. und 15. März zum 90. mal stattfinden. Doch weil der Coronavirus auch in der Schweiz angekommen ist, mussten die Veranstalter die Messe in diesem Jahr ersatzlos streichen. Die Hersteller nutzen für ihre Premieren deshalb wohl größtenteils den digitalen Weg. Gerade die Elektromobilität scheint dabei auf dem Vormarsch zu sein.

Vollelektrischer Fahrspaß

Jetzt für Audi e-tron News registrieren

Jetzt kostenlos anmelden

audi.de/DAT-Hinweis

Automobilsalon: Absage wegen Coronavirus

Kurz vor dem Messestart waren in der Schweiz 27 Fälle von „COVID-19“ gemeldet. In den angrenzenden Ländern Italien (rund 1.700 Erkrankte), Frankreich (130), Deutschland (130) und Österreich (13) sah die Lage kaum besser aus. In einer Mitteilung vom 1. März kündigten die Verantwortlichen der Messe deshalb ihre Absage an. Der Schweizer Bundesrat verfügte, dass Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern bis einschließlich 15. März 2020 nicht stattfinden dürfen. Betroffen ist davon entsprechend auch die GIMS 2020. Für die sich bereits vor Ort befindlichen Aussteller und Helfer richten die Veranstalter besondere Schutzmaßnahmen ein.

GIMS 2020: Vorschau zu Elektroautos und Hybriden

Hyundai Prophecy Concept

Ein erster Blick auf die Front des Hyundai Prophecy Concept
Der Hyundai Prophecy Concept soll eine Design-Prophezeiung sein. An ihm könnten sich die künftigen (Elektro-)Modelle der Marke orientieren. Foto: Hyundai

Ein vor allem optisch interessantes Konzept bringt Hyundai mit auf die Messe. Der Prophecy Concept zeigt sich auf ersten Bildern in einem sportlich-eleganten Look. Die breite, flache Front trägt zwei schmale LED-Leuchtstreifen, die Rückleuchten sind vertikal ins Heck eingelassen. Die Bremsleuchte scheint Hyundai auf einen feststehenden Spoiler zu verlagern, der von ausgestellten Kotflügeln flankiert ist. Zur Technik verrät das Unternehmen hingegen noch nichts. Der Prophecy soll vielmehr ein Ausblick auf die künftige Designsprache der Marke sein.

Lexus UX 300e

Der Lexus UX 300e im nächtlichen Stadtverkehr
Als erstes Modell der Marke fährt der UX 300e rein elektrisch. Das Crossover-SUV ist dabei aber eher für den Einsatz in der Stadt gedacht. Foto: Lexus

Autos mit Hybridantrieb hat Lexus schon länger im Angebot, nun kommt endlich auch ein rein batterieelektrisches dazu. Der UX 300e ist ein kompakter Crossover-SUV für das urbane Umfeld. Bei der Akku-Kapazität setzt die Toyota-Tochter auf 54,3 kWh. An DC-Ladesäulen lädt der UX 300e mit maximal 50 kW. Damit dauert eine Aufladung von 20 auf 80 Prozent etwa 40 Minuten. Mit einem maximalen Drehmoment von 300 Nm soll der Sprint vom Stand auf 100 km/h in 7,5 Sekunden gelingen. Preislich ist der Lexus bei etwa 50.000 Euro angesiedelt.

Seat Leon e-Hybrid

Der Seat Leon auf dem obersten Deck eines Parkhauses
Der neue Seat Leon erscheint auch als Plug-in-Hybrid. Die Marke verpasst dem Modell dafür den Zusatz „eHybrid“. Foto: Seat

Kurz vor der Messe in Genf stellte Seat den neuen Leon im Rahmen eines Live-Events vor. Der Kompaktwagen bekommt einen frischen Look und zahlreiche neue Connectivity-Möglichkeiten. Außerdem bieten die Spanier ihn auch als „e-Hybrid“ an. Hinter dem Wort steckt ein Plug-in-Hybrid mit einem 1,4-Liter-TFSI und einem Elektromotor. Letzterer leistet alleine 75 kW und soll bis zu 60 Kilometer schaffen, bevor er an eine Ladesäule muss. Informationen zum Preis gibt es noch nicht.

Fisker Ocean

Der Fisker Ocean im Studio
Besonders nachhaltig soll laut Unternehmen der Fisker Ocean sein. Im Innenraum kommen dafür etwa Recycling-Materialien zum Einsatz. Etwas mehr Reichweite soll ein Solardach ermöglichen. Foto: Digital Macdaddy Photography

Ein Luxus-SUV im Vollformat bringt Fisker mit in die Schweiz. Der Ocean feierte seine Weltpremiere aber bereits auf der „Consumer Electronics Show“ (CES) im Januar. Das Basismodell leistet 225 kW (306 PS) und überträgt seine Kraft auf alle vier Räder. Der Akku soll mehr als 80 kWh Kapazität bieten und so für mehr als 480 Kilometer Reichweite sorgen. Die maximale Ladeleistung im Ocean beträgt laut Hersteller 150 kW. Eine Besonderheit ist sein Dach, denn darin sitzen Solarpanele, die den Akku mit zusätzlicher Energie speisen. Als Startpreis gibt Fisker in den USA 37.500 US-Dollar an.

VW Golf GTE / Plug-in-Hybrid

Der VW Golf GTE in einer Tiefgarage
Der VW Golf der achten Generation kommt auch als leistungsstarker GTE. Mit dem Plug-in-Hybrid kann er einige Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Foto: Volkswagen

Die achte Generation des Kompaktwagens kommt erneut in einer Version mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Der neue Golf GTE soll dabei bis zu 180 kW (245 PS) bieten. Die elektrische Energie kommt aus einem Akku mit 13 kWh. VW rechnet mit einer rein elektrischen Reichweite von rund 60 Kilometern. Noch steht allerdings nicht fest, ob das Unternehmen den sportlichen Hybriden im Gepäck hat oder nur den mehr auf Effizienz getrimmten Plug-in-Golf mit 150 kW (204 PS).

Fiat 500 electric

Der Fiat 500 als Mildhybrid im Studio
Dieses Bild zeigt den Fiat 500 in aktueller Generation mit Mildhybrid-Antrieb. In Genf will Fiat wohl erstmals den neuen Kleinstwagen mit rein elektrischem Antrieb zeigen. Foto: Fiat

Die Italiener folgen wohl dem Vorbild von Smart und elektrifizieren ihren Kleinstwagen ab der kommenden Generation vollständig. Künftig soll es Verbrenner und Hybride nur noch beim Vorgänger geben. Eine neue Basis sorgt wohl für einen verlängerten Radstand. Damit könnte der neue Zwerg sogar mit fünf Türen zu haben sein. Viel mehr ist über den Fiat 500 electric aber noch nicht bekannt.

Elektromobilität

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Toyota Mirai

Ein Pressebild vom Toyota Mirai
Obwohl der große Wasserstoff-Durchbruch noch auf sich warten lässt, bringt Toyota eine zweite Generation des Brennstoffzellen-Fahrzeugs Mirai auf den Markt. Foto: Toyota

Ob Wasserstoff in Zukunft tatsächlich eine größere Rolle im Verkehr spielt, bleibt weiter abzuwarten. Mit der zweiten Generation des Brennstoffzellen-Autos Mirai wagt Toyota dennoch einen weiteren Vorstoß. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat sich das neue neue Modell optisch stark verändert. Die Limousine wirkt insgesamt runder und etwas sportlicher. Mit einer Tankfüllung sollen bis zu 650 Kilometer Reichweite drin sein. Einen Preis nennt Toyota noch nicht.

GIMS 2020: Diese Hersteller sind nicht dabei

Für den Autosalon in Genf 2020 hatten im Vorfeld einige große Hersteller abgesagt. Nicht mit dabei sollten etwa die Groupe PSA mit ihren Marken Peugeot, Citroën und Opel sein. Ebenfalls abwesend gemeldet hatten sich Ford, der Zusammenschluss Jaguar Land Rover, Volvo sowie die Untermarke Polestar und Nissan.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen