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Elektromobilität

Autonomes Fahren: Alibaba und die selbstfahrenden Autos

von Paul Bandelin

Die Alibaba Group aus China steigt in die Entwicklung selbstfahrender Autos ein. Das zeigt: China wird zum wichtigsten Markt der Welt für autonomes Fahren.

Ein Lenkrad eines Autos, durch die Windschutzscheibe ist verschwommen eine Straße zu sehen.
Bisher brauchen auch selbstfahrende Autos noch Lenkräder – damit der Fahrer im Notfall eingreifen kann. Foto: Shutterstock / Happy_studio

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie stark China die Entwicklung selbstfahrender Autos vorantreibt
  • Wie Alibaba künstliche Intelligenz ins Auto bringt
  • Wie Autokäufer komplett per App Fahrzeugmodelle auswählen, Probefahrten machen und Autos kaufen können

China wird größter Markt für selbstfahrende Autos

China treibt die Entwicklung selbstfahrender Autos weiter voran. Nach dem Suchmaschinen-Giganten Baidu und dem chinesischen Internetunternehmen Tencent bestätigte nun auch das Handelsunternehmen Alibaba seinen Einstieg in das Geschäft mit dem autonomen Fahren.

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Die selbst zur Alibaba-Gruppe gehörende "South China Morning Post" berichtet, dass der Konzern bereits regelmäßig autonome Autos im öffentlichen Straßenverkehr teste und an der Entwicklung von autonom fahrenden Autos nach Level 4 arbeite, bei der der Fahrer selbst im Notfall nicht mehr eingreifen muss (eine Erklärung der verschiedenen Stufen des autonomen Fahren lesen Sie hier).

Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass es in China bis 2030 etwa acht Millionen selbstfahrende Autos gibt und bis 2040 rund 13,5 Millionen. 13 Prozent aller Passagierkilometer werden bis 2030 in autonomen Autos absolviert werden und bis 2040 sogar 66 Prozent. Demnach würde China bis 2030 zum weltgrößten Markt für autonomes Fahren und Mobilitätsdienste.

Gleichzeitig steuert China unbeirrt in Richtung Elektromobilität. Zu diesem Schluss kommt das Brancheninstitut CAM (Center of Automotive Management) in Bergisch Gladbach, das in seiner neusten Studie die Neuzulassungen von Elektroautos weltweit untersucht hat.

Im ersten Quartal 2018 gab es in China über 140.000 Neuzulassungen von Elektroautos, was einem Plus von rund 154 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Europa hat Norwegen mit einem Plus von gerade mal 20 Prozent die größte Steigerung an Neuzulassungen.

Alibaba bringt künstliche Intelligenz ins Auto

Auch jenseits des selbstfahrenden Autos treibt Alibaba die Entwicklung von künstlicher Intelligenz für den Einsatz in Fahrzeugen weiter. Das von Alibaba AI Labs, einem Tochterunternehmen des Handelsriesen, entwickelte „Tmall Genie“-System (Alibabas Alexa-Äquivalent) soll in Zukunft mit intelligenten Autos kommunizieren können und ist per Sprache steuerbar. Dazu ging Alibaba im April 2018 eine Partnerschaft mit Audi, Daimler und Volvo ein.

Alibaba AI Labs stellt den Partnern die von ihnen entwickelte Künstliche-Intelligenz-Lösung namens „AI + Car“ zur Verfügung. Über intelligente Lautsprecher kann der Inhaber mit dem Auto kommunizieren und dessen Zustand und Funktionen in Echtzeit kontrollieren.

Dazu zählen unter anderem die Zentralverriegelung oder die Klimaanlage. Weitere sprachgesteuerte Funktionen sollen folgen. „Wir hoffen, dass wir durch die Partnerschaft intelligentere und personalisierbare Mobilitätsdienste anbieten können“, so Chen Lijuan, Leiter des Alibaba AI Labs.

Probefahrt und Autokauf per App

Auch beim Handel mit Autos geht Alibaba andere Wege. In Zusammenarbeit mit Ford ist in der Hafenstadt Guangzhou, unweit von Hongkong, das erste „Super Test-Drive-Center“ weltweit entstanden. Aus einem Dutzend neuer Ford-Modelle kann der Nutzer wählen und dabei per App entscheiden, welches Auto er erst Probe fahren und später vielleicht kaufen möchte.

In einem etwa 15 Meter hohen Stahlkonstrukt befinden sich die verfügbaren Fahrzeuge in mehreren Stockwerken aufgereiht. Ist das Modell ausgewählt, wird es maschinell bereitgestellt und kann bis zu drei Tage kostenlos getestet werden.

Wer mit dem Produkt zufrieden ist, kann es im Anschluss sofort per Kreditkarte kaufen und weiterfahren, oder eben nicht. Um das Angebot nicht zu überstrapazieren, gibt es eine Begrenzung auf maximal fünf Fahrten pro Monat. Menschliche Verkäufer sind übrigens nicht involviert.

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