Technik

Hoversurf: Auf dem Hoverbike durch die Straßen fliegen

von Paul Bandelin

Teurer Spaß: Auf der Technikmesse GITEX stellte das Start-up Hoversurf sein erstes Hoverbike vor. Bereits in wenigen Monaten soll es auf den Markt kommen.

Ein Hoverbike, das über Straßen fliegt.
Nicht mehr auf Straßen angewiesen: Mit dem Hoverbike über Dubai fliegen. Foto: picture alliance / Hoversurf/Cover Images

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie ein Hoverbike aus Kalifornien den Verkehr verändern soll
  • Wie schnell die Mischung aus Quadcopter und Motorrad fliegen kann
  • Warum die Polizei in Dubai mit den Fluggeräten auf Verbrecherjagd gehen will

Auf der Technologiemesse GITEX in Dubai stellte das kalifornische Start-up Hoversurf sein elektrisches Fluggerät vor: Das Hoverbike. Für schlappe 150.000 US-Dollar ist es zu haben. Erste Interessenten gibt es bereits.

Hoverbike: Mischung aus Quadcopter und Motorrad

Vier sich horizontal drehende Rotoren bringen das ungewöhnliche Transportmittel in die Luft. Unbemannt kann sich die Mischung aus Quadcopter und Motorrad als eine Art Drohne bis zu 40 Minuten in der Luft halten. Sitzt ein Pilot auf dem Einsitzer, hält der hybride Lithium-Mangan-Nickel-Akku im Höchstfall 25 Minuten – abhängig vom Gewicht des Piloten und der Wetterlage.

Bei einer maximalen Flughöhe von rund fünf Metern kann das 114 Kilogramm leichte und aus Kohlefasern bestehende Fluggerät auf bis zu 96 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Das Hoverbike kann überall starten und landen – sei es in einer engen Bucht in der Stadt oder auf dem Land. Die Steuerung per Joystick benötigt allerdings einiges an Übung, um nicht unsanft zu landen.

Da es keine Pilotenkabine gibt, die diesen im Unglücksfall schützt, sind die eingebauten Sicherheitsfunktionen von enormer Wichtigkeit. So verfügt das Hoverbike softwareseitig über einen automatischen Start-, Lande- und Notlandemodus sowie eine selbstständige Stabilisierung. Schon in zwei Monaten sollen die ersten Modelle an die finanzkräftigen Kunden ausgeliefert werden.

Polizei in Dubai deckt sich mit Hoverbikes ein

Die ersten Bestellungen für das Hoverbike kommen aus Dubai. Die dortige Polizei bekommt derzeit die ersten Flugstunden und testet die Geräte im Rahmen einer Smart-City-Initiative. Bereits ab 2020 sollen sie dann zur regulären Ausrüstung der dortigen Polizei gehören.

Mit den Fluggeräten sollen die Beamten schneller an den jeweiligen Einsatzorten sein. Lange Verfolgungsjagden sind aber wegen des schwachen Akkus noch ausgeschlossen. Ob sich auch europäische Kunden am Hoverbike erfreuen können, ist derzeit noch nicht bekannt.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen