Elektromobilität

Audi Q4 e-tron: Alle Infos zum Kompakt-SUV

von
Thomas Pitscheneder

Audi baut sein Angebot an Elektroautos weiter aus. Neben dem e-tron, dem e-tron GT und dem PB18 e-tron soll noch der Kompakt-SUV Q4 e-tron erscheinen.

Der Audi Q4 e-tron Concept in der Farbe Solar Sky
Der kürzlich in Genf vorgestellte Audi Q4 e-tron Concept ist eine kleinere Alternative zum großen e-tron. Große Abstriche müssen potenzielle Kunden aber wohl nicht machen. Foto: Audi

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der Audi Q4 e-tron aussehen soll
  • Was bisher über den kompakten SUV bekannt ist
  • Welche anderen elektrischen Modelle Audi bereits gezeigt hat

Die große Elektro-Offensive der deutschen Autohersteller nimmt immer mehr Fahrt auf. In den kommenden Jahren will VW mit der I.D.-Reihe durchstarten. Den kleinen Stromer Neo soll es ab 2020 geben. Früher noch starten die Premium-Modelle Porsche Taycan und Audi e-tron des Konzerns.

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Zusätzlich plant Audi noch einen kleineren SUV. Der hört auf den Namen Audi Q4 e-tron und ist erstmals in Genf zu sehen.

Genug Power für Stadt und Land

Beim Audi e-tron, der ab März bei den Händlern in Deutschland stehen soll, haben die Ingolstädter bereits deutlich gezeigt, dass ein Elektroauto auf jedem Untergrund funktionieren kann. Der E-SUV hat dank quattro und satten 660 Nm selbst mit losen Untergründen keine Probleme. Für einige Fahrer in urbanen Gegenden dürfte er allerdings etwas zu groß sein.

Klar, die 265 kW (360 PS) des großen Bruders gibts im Q4 e-tron nicht. Mit einer Systemleistung von 225 kW (306 PS) ist der kompakte SUV aber auch nicht gerade schwach auf der Brust. Bis zu 360 Nm Drehmoment liegen an der Vorderachse an, 150 Nm an der Hinterachse. Eine elektrische Steuerung sorgt dafür, dass die auf Asphalt, Schotter, Schnee und Staub ankommen – quattro eben. Der Sprint auf 100 km/h gelingt laut Audi in 6,3 Sekunden. Bei Tempo 180 regelt die Elektronik ab.

Damit der so gewonnene Fahrspaß nicht nach wenigen Kilometern wieder vorbei ist, verbaut Audi einen 82 kWh starken Akku. Der soll nach WLTP-Zyklus für bis zu 450 Kilometer reichen. Der Lader schafft bis zu 125 kW Leistung – lässt den Q4 e-tron also in 30 Minuten um 80 Prozent aufladen.

Audi Q4 e-tron: Kompakter SUV für die Stadt

Der Audi Q4 e-tron orientiert sich bei den Abmessungen am Q3: Das Elektroauto ist 4,59 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,61 Meter hoch. Somit ist er einzig in der Länge größer als der Verbrenner. In der Praxis bedeutet das etwas mehr Platz, was auch der Radstand von 2,77 Metern (2,68 Meter im Q3) verdeutlicht. Der fehlende Kardantunnel sorgt für mehr Beinfreiheit im Fond.

Optisch lehnt Audi den Q4 e-tron deutlich an den größeren e-tron an. Der großzügige Singleframe-Kühlergrill sorgt beim kleinen Bruder für ein ebenfalls imposantes Auftreten. Dazu tragen auch die 22 Zoll großen Räder bei. Die LED-Matrix-Scheinwerfer zeichnet Audi hingegen bewusst schmal, auf der Rückseite zieht sich die Beleuchtung über die gesamte Breite des Hecks.

Das in Genf gezeigte Konzept war im neuen Farbton "Solar Sky" lackiert. Der soll nicht nur gut aussehen, sondern auch eine praktische Funktion haben. Er reflektiert einen kurzwelligen Teil des Sonnenlichts und sorgt so dafür, dass sich das Auto im Sommer weniger aufheizt. Die Klimaanlage soll so öfter ausgeschaltet bleiben können – was Energie spart.

Premium-Design auch im Innenraum

Den futuristischen Look des Exterieurs hebt Audi auch in den Innenraum. Das Lenkrad ist oben und unten abgeflacht und mit Touch-Elementen zur Steuerung des Infotainment-Systems besetzt. Vor dem Fahrer thront das Virtual Cockpit in Form eines großen Displays. Als Zugabe verbaut Audi ein Head-up-Display, das Richtungspfeile der Navigation über den Straßenverlauf legt.

Das Interieur im neuen Audi Q4 e-tron Concept
Mikrofaser am Cockpit, Alcantara an den Sitzen und am Dachhimmel, klare Linien sowie verspielte Details: Der Audi Q4 e-tron ist auch Innen ein optisches Highlight. Foto: Audi

Auch für den Beifahrer erreichbar ist hingegen ein 12,3 Zoll großer Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole. Darunter befindet sich die Steuerung der Klimaanlage. Auf einer großen Fläche sind Taster zur Wahl des Fahrmodus angebracht. Mehr steckt in der Mittelkonsole nicht, weshalb viel Platz zum Ablegen von Gegenständen, wie etwa dem Smartphone, zur Verfügung steht.

Natürlich dürfen auch im Innenraum kleinere Designspielereien und Innovationen nicht fehlen. So verlängert sich die Türlinie unterhalb der Scheiben etwa über das gesamte Cockpit. Die Lüftungsschlitze erinnern an die Lufteinlässe an der Front des Autos und der Bodenbelag unterstreicht dank Recycling-Materialien die Nachhaltigkeit des Stromers.

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Q4 e-tron als Einstieg in die elektrische Audi-Welt

Die Idee hinter dem Audi Q4 e-tron ist allerdings nicht nur, eine kompaktere Alternative zum e-tron anzubieten. Vielmehr soll der kleinere SUV auch ein preiswerter Einstieg in die neue Reihe von Elektroautos sein. Möglich macht das auch der modulare Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns, auf dem der Q4 e-tron basiert. Das Fahrzeug in Genf ist ein seriennahes Konzept. Das finale Elektroauto soll dann Ende 2020 folgen.

Neben dem großen e-tron zeigte Audi bisher auch das viertürige Coupé e-tron GT mit 434 kW (590 PS) Systemleistung sowie den Supersportler PB18 e-tron mit satten 500 kW (680 PS).

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