Elektromobilität

Aston Martin Rapide E: Erstes Elektroauto der Briten

von
Thomas Pitscheneder

James Bond fährt in seinem kommenden Streifen ein Elektroauto. Auf der Auto Shanghai gibt es den Dienstwagen Aston Martin Rapide E jetzt erstmals zu sehen.

Der Aston Martin Rapide E beim Ladevorgang
Ein Aston Martin an der Ladesäule. Das dürfte für viele Auto-Fans ein sehr befremdliches Bild sein, könnte in Zukunft jedoch öfter auftauchen. Foto: Aston Martin

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum im Rapide E Expertise aus der Formel 1 steckt
  • Welche Leistung das erste Elektroauto von Aston Martin bietet
  • Was sich optisch im Vergleich zum Verbrenner-Rapide verändert hat

Im Laufe seiner mittlerweile 57-jährigen Filmlaufbahn durfte James Bond so einige schnittige Flitzer fahren. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen glänzten die alle mit leistungsstarken Verbrennungsmotoren. Ein Geheimagent muss schließlich mit hohen Geschwindigkeiten Verbrecher jagen. Doch für den kommenden Streifen sattelt Bond auf ein Elektroauto um.

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Genauer geht es um den Aston Martin Rapide E, zu dem es bisher nur einige Teaser zu sehen gab. In China haben die Briten das Auto endlich vorgestellt.

Aston Martin Rapide E: Elektromotor statt V12

Vor zehn Jahren kam der Aston Martin Rapide mit einem 6-Liter-V12 auf den Markt. Der Antrieb leistete 350 kW (477 PS) und generierte 600 Nm Drehmoment. Laut Hersteller reichte das für einen Sprint auf 100 km/h in 5,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 296 km/h. Später folgten weitere Motorvarianten mit mehr Power. Die Basispreise bewegten sich zwischen 180.000 und 230.000 Euro.

Der Aston Martin Rapide E von außen
Optisch verändert Aston Martin im Vergleich zum Rapide mit V12 kaum etwas. die blauen Akzente verraten den Stromer in der Öffentlichkeit – genau wie sein ungewohnt leises Auftreten. Foto: Aston Martin

Beim Aston Martin Rapide E werfen die Briten das bisherige Antriebskonzept über Bord und ersetzen den brüllenden V12 durch flüsterleise Elektromotoren. Dabei bekamen sie Unterstützung von Williams Advanced Engineering, das auch in der Formel 1 mitfährt. Gleich zwei elektrische Antriebe packen die Unternehmen an die Hinterachse. Im System leisten sie satte 449 kW (610 PS).

Bond dürfte mit der Leistung zufrieden sein

Die Motoren geben 950 Nm Drehmoment ab. Weil es sich um Elektromotoren handelt, stehen die ab der ersten Sekunde nach dem Tritt auf das Pedal zur Verfügung. In der Praxis soll das für eine Beschleunigung vom Stand auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden reichen. Eine flotte Zwischenbeschleunigung ist wohl ebenfalls möglich. Hier spricht Aston Martin von 1,5 Sekunden von 50 Meilen pro Stunde (rund 80 km/h) auf 70 Meilen pro Stunde (etwa 112 km/h).

Auch etwas längere Verfolgungsjagden sind wohl kein Problem. Dort wo sonst der V12 und das Getriebe sitzen, verbaut Aston Martin einen Akku mit 65 kWh Kapazität. Damit kommt der Rapide E laut Hersteller im WLTP-Zyklus über 322 Kilometer weit . Die 800-Volt-Technik erlaubt Schnellladungen von bis zu 500 Kilometer Reichweite pro Stunde. Damit wäre der Akku in knapp 40 Minuten komplett voll – die entsprechende Ladesäule vorausgesetzt.

Äußerlich ein klassischer Aston Martin

Beim Design wagen die Briten keine Experimente. Die Form verändert sich bei dem Viertürer im Vergleich zur V12-Variante nicht. Blaue Akzente an der Karosserie und die aerodynamisch gestalteten Felgen verraten den Stromer dennoch.

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Auch im Innenraum bleibt der Wagen ein echter Rapide, mit seitlich abgeflachtem Lenkrad, einer voluminösen Mittelkonsole und viel Leder. Die blaue Akzentfarbe ist auch hier zu finden. Vor dem Fahrer sitzt jetzt jedoch ein großes Display, das alle notwendigen Informationen zum Fahrzeug anzeigt.

Aston Martin Rapide E: Preis nur auf Anfrage

In großer Stückzahl will Aston Martin auch den Rapide E nicht produzieren. Die Exklusivität steht bei den Briten schließlich im Vordergrund. Bei ihrem ersten Elektroauto ist die noch größer als bisher. Nur 155 Exemplare will die Marke bauen. Bestellungen nimmt Aston Martin ab sofort entgegen. Den Preis gibt es allerdings nur auf Anfrage. Rund 250.000 Euro und mehr dürfte er jedoch locker kosten.

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