Technik

Asimov: So sollen selbstfahrende Autos Passanten erkennen

von Paul Bandelin

Das amerikanische Unternehmen Torc Robotics entwickelt ein System für autonome Autos, das Menschen erkennt und vorausschauend fährt: Asimov.

Ein selbstfahrendes Auto von Lexus mit dem Asimov-System auf dem Dach.
Mit dem Asimov-System auf dem Dach können autonome Autos noch intelligenter agieren. Foto: Torc Robotics/Amy Pearman

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie selbstfahrende Autos Rücksicht auf Passanten nehmen können
  • Wie das System Asimov von Torc Robotics diese Autos noch smarter macht
  • Warum die Programmierung von autonomen Autos so komplex ist

Die Bewegungen von Fußgängern im Straßenverkehr sind zumeist nicht vorhersehbar. Mal bleiben sie scheinbar grundlos stehen, dann fällt jemandem etwas herunter und er läuft zurück, ohne sich umzusehen, und die Verkehrsregeln befolgen sowieso nur die Wenigsten.

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Was für Kraftfahrer schon schwierig ist, stellt autonom fahrende Autos vor eine große Herausforderung: Unvorhersehbares Verhalten. Torc Robotics, das in Blacksburg, Virginia ansässig ist und sich mit autonomen Autos befasst, ist auf dem besten Wege, diesen Markt technisch zu revolutionieren: Mit "Asimov".

Selbstfahrende Autos: Asimov nimmt Rücksicht

Benannt ist das System nach dem bekannten Science-Fiction-Autor Isaac Asimov benannt. Es steuert selbstfahrende Autos vorausschauend und zudem absolut sicher durch jede Menschenmenge. Das Ziel: Eine sicherere Fahrt für jedermann auf und abseits der Straße.

Seit 2007 arbeitet Torc Robotics an Asimov. Immer wieder galt es, Kinderkrankheiten auszumerzen und auf den unternehmenseigenen Strecken weiter zu testen. Im Juni 2018 war es endlich so weit, und es konnten Tests auf öffentlichen Straßen stattfinden. Passanten begegneten dem selbstfahrenden Auto zwar noch mit Vorsicht. Doch bei Asimov stehen nicht nur die Insassen des Autos im Vordergrund, sondern auch die Fußgänger am Straßenrand.

Die komplexe Programmierung von autonomen Autos

Durch Deep Learning und zahlreiche am Fahrzeug angebrachte Sensoren und Kameras ist das Fahrzeug in der Lage, Menschen als solche zu identifizieren. So hat es die Möglichkeit, das Verhalten der Fußgänger zu antizipieren und angemessen darauf zu reagieren – auch bei Nacht. Eine Kombination aus Lidar und Radar macht das möglich und liefert Bilder auch bei Dunkelheit und schlechter Sicht.

In der Praxis tastet sich das Auto mit großer Vorsicht an neuralgische Verkehrspunkte, wie etwa Fußgängerüberwege oder Kreisverkehre heran und punktet durch eine Kombination aus Bestimmtheit und Sicherheit. So achtet das Fahrzeug auf die Verkehrsregeln und lässt nicht jedes andere Auto vor. Es versteht auch, wenn es von einem Fußgänger beispielsweise an einem Fußgängerüberweg vorgelassen wird, etwa indem dieser zurückweicht.

Updates

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Zusätzlich zu selbstfahrenden Autos ist unsere Technologie in vielen sicherheitskritischen Umgebungen implementiert, einschließlich Bergbau und Verteidigung.

Michael Fleming, CEO Torc Robotics

Ob autonom fahrende Autos zuverlässig Kollisionen mit Fußgängern vermeiden können, ist eine offene Frage, die in den kommenden Jahren mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden soll. Torc Robotics' Interaktion mit Fußgängern ist sicherlich ein erster Schritt in diese Richtung.

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