Elektromobilität

An der A8 in Bayern entsteht die größte Elektrotankstelle der Welt

von
Paul Bandelin

Das Unternehmen Sortimo investiert in Ladeinfrastruktur: Die größte Elektrotankstelle der Welt entsteht an der A8 und soll 144 Ladestationen umfassen.

Die größte Elektrotankstelle der Welt bei Augsburg.
Eine Konzeptzeichnung des Sortimo-Projekts zeigt, dass bei der größten Elektrotankstelle der Welt viel Wert auf modernes Design gelegt wurde. Foto: eLoaded, Steinbacher Consult, Sortimo

Das erfahren Sie gleich:

  • Wo bis Ende 2019 die größte Elektrotankstelle der Welt entstehen soll
  • Wie groß die Tankstelle des Fahrzeuginnenausstatters Sortimo werden soll
  • Warum dieses Projekt ein Meilenstein für die Ladeinfrastruktur in Deutschland sein könnte

Elektroautos haben in Deutschland noch nicht den Stellenwert erreicht, den sie beispielsweise in Norwegen oder China haben. Dennoch gilt es als sicher, dass ihre Anzahl auch weiterhin stetig steigen wird. An der A8 entsteht in der Nähe von Augsburg derzeit die geeignete Ladeinfrastruktur für die Zukunft: Die größte Elektrotankstelle der Welt.

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Elektrotankstelle: Sortimo ist Bauherr

Bis Ende 2019 soll sie fertig sein, die weltweit größte Elektrotankstelle an der A8 in Zusmarshausen, etwa 30 Kilometer westlich von Augsburg. Das berichtete kürzlich die Augsburger Allgemeine. Die 144 vorgesehenen Ladestationen ermöglichen tagtäglich die Ladung von 4000 Elektroautos. Laut Informationen des Bauherrn Sortimo sollen 24 der Säulen Supra-Schnellladestationen für bis zu 350 Kilowatt werden.

An den weiteren 120 Lademöglichkeiten können die Kunden ihre Autos mit Gleichstrom bis zu 50 Kilowatt versorgen – wobei die Ladezeit dann rund eine Stunde beträgt. Der Fahrzeugausstatter will mit dem Innovationspark "Infrastruktur für Elektromobilität mit nachhaltig regionalem Energiemanagement und einem digitalen Einkaufs- sowie Arbeitserlebnis" vereinen.

Konzeptzeichnung der Elektrotankstelle von Sortimo.
Ladeinfrastruktur ist nur ein Aspekt des Bauprojektes – auch Shopping-Möglichkeiten und Konferenzräume stehen hier im Zentrum. Foto: eLoaded, Steinbacher Consult, Sortimo

Der erste Spatenstich des Elektromobilitätscampus erfolgte bereits im September 2017, die Bauarbeiten begannen allerdings erst im März dieses Jahres. Zuvor mussten Arbeiter das bestehende Erdreich verdichten, da die Bodenverhältnisse aufgrund des angrenzenden Überschwemmungsgebietes für das Projekt nicht optimal sind. Sie mussten 40.000 Kubikmeter Erde aufschütten.

Ladeinfrastruktur per App zugänglich

Damit während des Ladevorgangs keine Langeweile aufkommt, ist um die Ladesäulen herum ein Einkaufszentrum samt Konferenzräumen geplant. Dort können die Wartenden Besprechungen durchführen oder Kundentermine wahrnehmen.

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Zusätzlich soll auf dem Gelände ein Energiespeicher mit 1,2 Megawattstunden gebaut werden, "der Strom aus Photovoltaikanlagen regionaler Unternehmen speichert", so Frank Steinbacher, einer der Initiatoren der riesigen Anlage. Darüber hinaus sieht das futuristische Projekt vor, jeglichen Energieüberschuss von Unternehmen und Privathaushalten, die sich einem regionalem Verbund anschließen, zu speichern.

Damit die Kunden auf dem riesigen Areal nicht den Überblick verlieren, bleiben sie über eine App auf dem Laufenden. Dazu zählen etwa der Weg zur Ladesäule oder zum gebuchten Besprechungsraum. So wird jeder Nutzer beispielsweise über eine Nummernschilderkennung erfasst und dann automatisch einer passenden Ladesäule zugewiesen. Entwickelt sich die Elektromobilität in die gewünschte Richtung, besteht jederzeit die Möglichkeit, den Campus weiter auszubauen.

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