Elektromobilität

Alles wird autonom: Vom Auto bis zum Schiff

von Leonie Butz

Bei dem Wort "autonom" denken die meisten an selbstfahrende Autos. Dabei erobern die Selbstfahrer längst auch das Wasser und den Luftraum für sich.

Alles wird autonom: Vom Auto bis zum Schiff
Ob auf den Straßen, in der Luft oder im Wasser: Die Zukunft ist autonom. Foto: Unsplash/seefromthesky

Das erfahren Sie gleich:

  • Nicht nur Auto können autonom fahren
  • Autonom und auf wichtiger Mission: Ein Schiff für die Marine
  • Wer braucht noch ein Taxi, wenn es die autonome Drohne gibt?

In Zukunft ist der Verkehr autonom

Den Kaffee in der einen Hand, die Zeitung in der anderen und dabei noch am Steuer eines Fahrzeuges sitzen? So stellen sich die Visionäre hinter autonomen Autos den Straßenverkehr der Zukunft vor. Dass da noch viel Arbeit vor allen Beteiligten liegt, ist kein Geheimnis. Man denke etwa an die problematische Rechtslage im Fall eines autonomen Unfalls.

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Aber während auf den Straßen fleißig an neuen Sensoren und Techniken gefeilt wird, um autonom fahrende Autos sicherer, besser und realisierbarer zu machen, sind die Entwickler auch in anderen Bereichen nicht tatenlos. Die Autonomie der Transportmittel erreicht auch den Seeweg und den Luftweg.

Ein Schiff, das autonom Minen aufspürt

Mit seinem autonom fahrenden Schiff will Rolls-Royce die Marine bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Denn neben der Patrouille und dem Überwachen von Gewässern soll das Schiff vor allem eines können: Minen aufspüren. Dafür soll das Schiff zukünftig gemeinsam mit größeren bemannten Schiffen zum Einsatz kommen, um die Mannschaft von Gefahrenstellen fernzuhalten. Der bisher größte Prototyp des Schiffes ist 60 Meter lang und schafft eine Geschwindigkeit von bis zu 25 Knoten – umgerechnet rund 46 Kilometer pro Stunde. Bis zu 100 Tage soll das Schiff autonom unterwegs sein können und dabei 3500 Seemeilen schaffen.

Ein Schiff, das autonom Minen aufspürt
Das autonom fahrende Schiff von Rolls-Royce könnte die Arbeit der Marine merklich erleichtern. Foto: Rolls Royce

Macht die Technik schlapp, und das Schiff bleibt in einem Gebiet voller Minen liegen, ist die Bergung schwierig bis unmöglich.

Auf dem Wasser warten jedoch ganz andere Herausforderungen als auf den Straßen. Ein autonom fahrendes Schiff ist nicht in ständigem Kontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern, hier ist also die Gefahr der Kollision mit Menschen oder anderen Schiffen geringer. Macht hingegen die Technik schlapp und das Schiff bleibt im schlimmsten Fall in einem Gebiet voller Minen liegen, ist die Bergung schwierig bis unmöglich. Deshalb liegt ein Schwerpunkt der Arbeit vor allem in verlässlichen Energiequellen, Solarzellen als alternative Stromversorgung sowie einem selbstlernenden System, das die eigene Reichweite kennt und den Betrieb überwachen kann.

Ein noch viel gewichtigeres Problem sind jedoch Hacker-Angriffe, die sich der Steuerung, der Sensoren oder der Daten bemächtigen. Man sei sich der Gefahr bewusst und beuge ihr so gut wie möglich vor, betont das Unternehmen. Wo und ob das Schiff zum Einsatz kommen soll, das ist bisher noch unklar. Da das Unternehmen aber in Großbritannien sitzt, ist ein Einsatz dort nicht der unwahrscheinlichste Fall.

Autonom, von der Drohne bis zum Helikopter

Auch in der Luft bahnen sich die autonome Drohne ihren Weg. Von Amazons Drohne, die in Großbritannien bereits im vergangenen Jahr erfolgreich in Päckchen zustellte, bis zu Mini-Helikoptern, die in Zukunft Menschen autonom befördern sollen – der Wettlauf um die Autonomie im Luftraum hat längst begonnen. Und auch wenn die Vorstellung vom autonomen Lufttaxi faszinierend ist, so liegt die tatsächliche Einsatzbereitschaft der Drohnen doch noch weit in der Zukunft. Neben der technischen Machbarkeit müssen die Länder auch gesetzlich einiges in Gang bringen, um der Drohne den Weg in den Luftraum zu ebnen. Denn bisher ist das vor allem das Hoheitsgebiet der Flugzeuge.

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