Elektromobilität

Air Race E: Elektroflugzeuge im Wettstreit

von
Paul Bandelin

Ab 2020 sollen beim Air Race E Elektroflugzeuge gegeneinander antreten. Die Universität von Nottingham arbeitet bereits am Elektromotor dafür.

Zwei Sportflugzeuge umrunden beim Air Race 1 eine Pylone.
Nach dem Vorbild der Formel E auf der Straße und dem Air Race 1 in der Luft (hier das Saisonfinale in Thailand) sollen sich künftig Elektroflugzeuge Rennen liefern. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie mit dem Air Race E die Idee der Formel E in die Luft geht
  • Welche Ziele der Veranstalter mit dem Wettrennen für Elektroflugzeuge verfolgt
  • Welche andere Initiativen es zur Förderung des Elektroflugzeugs gibt

Die Revolution am Himmel beginnt auf der Straße: Seit Mitte September 2014 wird auf Initiative von Jean Todt die Formel-E-Meisterschaft ausgetragen. Dabei konkurrieren elektrisch betriebene Rennwagen weltweit auf unterschiedlichen Stadtkursen miteinander. Der Sport ist mittlerweile so beliebt, dass erste Sponsoren die Formel 1 verlassen und wechseln. Diese Idee wird nun auf den Himmel übertragen: Air Race E ist ein Wettbewerb, an dem ausschließlich Elektroflugzeuge teilnehmen.

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Nach dem Vorbild des Air Race 1 World Cups sollen die Elektroflugzeuge ihre Leistungen miteinander messen. Auch wenn noch nicht alle Details des weltumspannenden Events geklärt sind, soll es bereits 2020 seine Premiere feiern und parallel zum Air Race 1 World Cup stattfinden. Auch, weil beide Wettbewerbe mit Air Race Events den gleichen Ausrichter haben. Die Voraussetzungen für eine Teilnahme sind klar: Die jeweiligen Maschinen müssen elektrisch betrieben sein und durch Propeller angetrieben werden.

Air Race E: Eine Uni entwickelt den Elektromotor

Der Plan sieht dabei ebenso vor, die Elektroflugzeuge durch einen festgelegten Parcours fliegen zu lassen. Um welche Unternehmen, Teilnehmer und Sponsoren es sich im Detail handeln wird, ist noch nicht klar. Die University of Nottingham will allerdings umgerechnet knapp 15 Millionen Euro in die Entwicklung einer elektrischen Version eines derzeit genutzten Benzinmotors investieren.

„An den Werkstätten der Universität wird ein neues Plug-and-Play-System für Elektromotoren, Batterien und Leistungselektronik entworfen und in ein mit Benzin betriebenes Air-Race-1-Flugzeug integriert“, so ein Sprecher der Universität.

Das Elektroflugzeug als Zuschauermagnet

Wer als Zuschauer an den Flugrennen interessiert ist, muss nicht zwangsläufig vor Ort sein. Die Veranstalter planen Übertragungen per Livestream ins Internet, um eine möglichst große mediale Präsenz zu gewährleisten.

Wenn die Elektroflugzeuge mit bis zu 450 Kilometern pro Stunde und nur wenige Meter über dem Boden fliegen, ist der Unterhaltungsfaktor enorm hoch. Den Veranstaltern geht es aber auch darum, Bewusstsein für Elektromobilität und klimafreundliche Antriebsmethoden zu schaffen. Zudem können Unternehmen ihre Neuentwicklungen öffentlichkeitswirksam testen.

Gleichsam ist es die Intention der Organisatoren, den Menschen weltweit aufzuzeigen, welch enormes Potenzial in Elektromotoren steckt. Klar ist, dass die Maschinen eigens für den Wettbewerb gebaut und entwickelt werden, somit nicht für den Personentransport geeignet sind.

Elektroflugzeug: Weitere Initiativen

Neben den Veranstaltern des Air Race E beteiligen sich weltweit viele andere Unternehmen daran, Elektroflugzeuge salonfähig zu machen. So lobt der Londoner Flughafen Heathrow beispielsweise eine Prämie aus. Wer immer als erstes Elektro-Hybrid-Flugzeug in Heathrow landet und den Linienbetrieb aufnimmt, bekommt die Landegebühren ein Jahr lang erstattet. Der Wert dieser Prämie beträgt umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro.

Updates

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Die britische Airline EasyJet verfolgt ebenso ambitionierte Pläne. In Zusammenarbeit mit dem Elektroflugzeug-Startup Wright Electric soll bereits 2019 der erste elektrisch betriebene Neunsitzer testweise abheben. Ein eigens patentiertes Antriebskonzept soll für eine Reichweite von bis 500 Kilometern geeignet sein, was die hoch frequentierte Strecke Amsterdam-London abdecken könnte.

In den kommenden Jahren sieht der Plan vor, die Kapazität sowie die Reichweite der Elektroflugzeuge immer weiter zu steigern.

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