Elektromobilität

AFC Energy: Dieses Ladegerät erzeugt den Strom selbst

von
Thomas Pitscheneder

Wer sein Elektroauto aufladen möchte, ist an das Stromnetz gebunden. Die britische Firma AFC-Energy will das ändern – mit Brennstoffzellen.

CH2ARGE-System von AFC-Energy im Detail
Das CH2ARGE-System im Detail: Hinter der Ladesäule steckt eine Brennstoffzelle, die elektrischen Strom aus Wasserstoff generiert und diesen in einer Batterie speichert. Beim Ladevorgang läuft der Strom noch durch einen Wechselrichter. Foto: AFC Energy

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Probleme herkömmliche Ladesäulen haben
  • Wie AFC-Energy die mit ihrem neuen Ladegerät lösen will
  • Wie das Unternehmen die Zukunft der Elektromobilität sieht

Ladesäulen und Wallboxen für Elektroautos haben allesamt ein Problem: Sie sind abhängig vom regionalen Stromnetz. Damit ist nicht an allen Stellen sauberer Strom für die Fahrzeuge garantiert. Bei Ausfällen lassen sich die Elektroautos zudem nicht aufladen. Eigene Stromgeneratoren machen hingegen den Vorteil für die Umwelt zunichte.

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Nicht aber, wenn diese auf einer ebenfalls sauberen Energiequelle basieren. Das dachte sich offenbar die Firma AFC Energy und stellte auf dem britischen Dunsfold Aerodrome ein Ladegerät mit Brennstoffzelle vor.

AFC Energy: Genug Strom für gleichzeitige Ladevorgänge

Unter dem Namen CH2ARGE erstellte AFC Energy einen funktionierenden Prototypen. Der "tankt" Wasserstoff und jagt ihn durch eine Brennstoffzelle. Am Ende kommt dabei elektrische Energie heraus. Die speichert das System in einer Batterie und gibt sie bei Bedarf über die Ladesäule an den Akku eines Elektroautos weiter.

Zur Demonstration der Technik hatte AFC Energy einen BMW i8 dabei. Der Stromer bezog in der Vorführung seine Energie vollständig aus dem Ladegerät CH2ARGE. Das System ist so ausgelegt, dass es zwei Elektroautos gleichzeitig aufladen kann. Laut Hersteller ist es allerdings skalierbar und somit auch für den Einsatz an Stromtankstellen geeignet.

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Großes Wachstum der Elektromobilität erwartet

Das CH2ARGE-System soll bei der Bewältigung des erwarteten Strombedarfs der kommenden Jahrzehnte helfen. "Bis 2030 wird geschätzt, dass es neun Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen Großbritanniens geben könnte, gegenüber heute 90.000. Für diesen Übergang brauchen wir Ladestationen, die landesweit integriert werden, und innovative Lösungen, um die gravierenden Grenzen des zentral erzeugten Stroms zu überwinden", so AFC-Energy-Geschäftsführer Adam Bond.

Wann und zu welchem Preis die Technologie für Firmen und Privatnutzer verfügbar ist, steht noch nicht fest. Aktuell ist AFC Energy auf der Suche nach Partnern für die Produktion und den Vertrieb von CH2ARGE.

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