Technik

ADAC-Studie: Selbstfahrende Autos brauchen noch Jahrzehnte

von Marten Zabel

Der ADAC hat eine Studie zur Zukunft selbstfahrender Autos durchführen lassen. Die zeigt: Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis Autos völlig autonom fahren.

Stoffwürfel hängen in am Rückspiegel eines Oldtimers.
Gute Qualität macht Autos langlebig: Nur einer der Gründe, warum es noch Jahrzehnte dauert, bis selbstfahrende Autos die Straßen übernehmen. Foto: Shutterstock / Andreas Gradin

Das erfahren Sie gleich:

  • Wann einer ADAC-Studie zufolge ein signifikanter Anteil der Autos auf den Straßen autonom fährt
  • Warum menschliche Fahrer erst in einigen Jahrzehnten abgelöst werden
  • Ab wann die Experten mit einer Autonomiestufe 5 auf den Straßen rechnen

Die vom ADAC beim Prognos-Institut beauftragte Studie mit dem Namen "Einführung von Automatisierungsfunktionen in der Pkw-Flotte" sollte herausfinden, wann selbstfahrende Autos den Straßenverkehr dominieren werden. Das Ergebnis: Während es in den Innenstädten und auf Autobahnen schon bald mehr Computer am Steuer geben wird, dürfte auf Landstraßen noch einige Zeit vergehen, bevor die Mehrheit der Fahrzeuge autonom unterwegs ist.

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Die Nachricht dürfte passionierte Autofahrer durchaus erfreuen: Noch für Jahrzehnte wird der Mensch am Steuer sitzen und aufs Gas treten können. Treffen die Prognosen der Studie zu, dann dauert das sogar noch eine ganze Generation. Die Studie erwartet erst für 2050 einen signifikanten Anteil autonomer Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Und selbst dann dürften Menschen noch immer in vielen Fällen die alleinige Kontrolle über ihr Fahrzeug haben.

ADAC-Studie: Eine Autonomiestufe pro Jahrzehnt

In die Studie flossen unter anderem Faktoren wie die Anzahl von Neuzulassungen, aber auch der aktuelle Stand der technischen Entwicklung und Projektionen des Fortschritts in die Zukunft ein. Es könnte eine Entwicklung und Verbreitung von etwa einer Autonomiestufe in jeweils zehn Jahren geben, so die Experten.

Die bereits jetzt in einigen Fahrzeugtypen verbaute Funktionsweise des Autobahnpiloten, also die Fähigkeit, auf Autobahnen Streckenabschnitte ohne menschliches Eingreifen zu fahren, könnte demzufolge im Jahr 2030 bei bis zu 2,1 Millionen Fahrzeugen in Deutschland vorhanden sein.

Selbstfahrende Autos lassen noch auf sich warten

In anderen Bereichen müssen Menschen aber weiter am Steuer bleiben: Fahrzeuge, die vollständig autonom von Tür zu Tür fahren und das sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, werden laut der Studie in größerer Stückzahl erst ab 2040 auf den Markt kommen. Im Jahr 2050 werden diese dann im Millionenbereich vertreten sein, allerdings noch immer nicht die Anzahl teilautonomer oder nur von Menschen gesteuerter Autos übertreffen. Das liegt vor allem an der langen Lebensdauer der Fahrzeuge.

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Ausgerechnet dort, wo heute in Deutschland 60 Prozent der tödlichen Unfälle geschehen, sind die Algorithmen der künstlichen Intelligenz also noch nicht bereit, das Steuer zu übernehmen. Ließen sich mit dem heutigen Stand der Technik etwa 40 Prozent der Kilometer auf Autobahnen autonom zurücklegen, sind es auf Landstraßen nur vier Prozent. Das gegenüber menschlichen Fahrern erhoffte vergrößerte Sicherheitspotenzial autonomer Fahrzeuge wird auf Landstraßen also noch lange nicht einsetzbar.

Auf voll autonome Fahrzeuge, also Autonomiestufe 5, muss die Menschheit noch warten. Bis dahin ist also noch Zeit, die Freude am Autofahren gründlich auszukosten.

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