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Leben

80 Flugreisen pro Jahr: Die Reise-Tricks eines Vielfliegers

von Anna Butterbrod

Der Promi-Gastronom Yossi Eliyahoo jettet ständig zwischen seinen Restaurants hin und her. Hier sagt er, wie das geht und warum er nie etwas vergisst.

Airbus über den Wolken
Lebensmittelpunkt: Viele Angestellte und Freiberufler verbringen einen großen Anteil ihrer Zeit in Flugzeugen. Im Interview verrät ein Profi, wie daraus keine Qual wird. Foto: Unsplash/Freddy Castro

Das erfahren Sie gleich:

  • Gastronom Yossi Eliyahoo unternimmt bis zu vier Flugreisen pro Woche
  • Im Interview mit aio spricht er über sein mobiles Leben
  • Warum der Flughafen Tegel der beste Airport in Europa ist

Die Flugreisen sind perfektionistisch geplant

In seinen Restaurants speisen Popstars wie Rihanna, aber auch das niederländische Königspaar: Yossi Eliyahoo, 45, hat mit seinen zwei Partnern in nur zehn Jahren ein Gastronomie-Imperium aufgebaut. Dazu zählen das „Momo“ in Amsterdam und das „Izakaya“ in München. Der gebürtige Israeli will, dass alles reibungslos läuft – und ist daher gerne persönlich vor Ort. Genauso perfektionistisch geht er seine Reiseplanung an...

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Portrait Yossi Eliyahoo
Gastro-König und Reise-Profi: Yossi Eliyahoo pendelt ständig zwischen seinen Restaurants. Foto: Dan Perez

Sie haben mal gesagt, dass Sie 60 Mal pro Jahr im Flieger sitzen.

Warum sind Sie so viel unterwegs?
Weil ich an allen Schritten beteiligt bin, die unsere Marke betreffen: Von der Baustelle bis zur Inneneinrichtung über die Menüplanung und die Speisekarten. Vor der Eröffnung eines Restaurants reise ich besonders viel, um sicher zu gehen, dass alles perfekt läuft. Auch danach bin ich regelmäßig vor Ort. Das ist mir wichtig.

Wie nutzen Sie die Zeit im Flugzeug sinnvoll?
Die ist ideal zum Arbeiten: Es gibt keine Ablenkung, niemand ruft dich an, du bist quasi raus aus der Welt. Ich schreibe E-mails, Whatsapp-Nachrichten und To-Do-Listen. Kaum sind wir am Boden, schicke ich alles raus. Dann wissen meine Leute gleich: Yossi ist gelandet.

Geht Ihnen die ständige Fliegerei nicht manchmal auf die Nerven?
Ich liebe meine Job und ich liebe es, unterwegs zu sein. Denn dadurch wird’s nie langweilig. Natürlich bin ich manchmal müde. Aber dann schalte ich auf Autopilot.

Die wichtigsten Sachen, die ich für jeden Trip brauche, kaufe ich immer dreimal.

Auch beim Packen?
Mein Koffer ist immer ready to go. Die Sachen, die ich für jeden Trip brauche, sind schon drin: Aufladegeräte, Rasierer, die elektrische Zahnbürste – das alles kaufe ich dreimal. Einmal für mein Haus in Amsterdam, einmal für das in London und dann für unterwegs. So muss ich nicht ständig alles neu einsammeln.

Und was kommt sonst noch in den Koffer?
Ich reise nur mit Handgepäck, in meinen Koffer passen Outfits für fünf Tage. Ich versuche, so leicht wie möglich zu packen. Aber ich will nicht drei Tage lang dasselbe T-Shirt tragen. Ich brauche eine Auswahl. Schließlich weiß ich nicht, in welcher Stimmung ich morgen früh aufwache, ob ich dann Lust auf ein weißes oder schwarzes T-Shirt habe.

Ich räume meinen Koffer nie aus. So verliere ich nichts.

Falten Sie Ihre Kleidung auf eine besondere Art?
Nicht besonders, aber sehr akkurat. In meinem Schrank zu Hause sieht's aus wie in einem Geschäft. Alles ist perfekt gefaltet. Im Hotelzimmer wird mein Koffer dann zum Kleiderschrank: Ich öffne ihn, aber ich räume ihn nicht aus. So verliere ich nichts. Es gibt einen Stapel Hosen, einen Stapel T-Shirts, Unterwäsche und Socken. Ich weiß genau, wo alles ist.

Hört sich an, als wären Sie extrem ordentlich...
Ich glaube, das hilft bei einem hektischen Leben. Sonst vergisst du immer was! Mein Alltag ist komplett durchorganisiert: Ich weiß im Oktober schon, wo ich den Rest des Jahres über bin, und zwar jeden einzelnen Tag. AlleHotels sind gebucht. Das ist der einzige Weg, der für mich funktioniert.

Sie sind wohl nicht der spontane Typ?
Mir gefällt es, wenn alles geplant ist. Auch Urlaub trage ich schon lange im Voraus in meinen Kalender ein, damit ich alles buchen kann. Ich mag es nicht, in einer Stadt zu landen und zu überlegen: Oh, wo esse ich heute? Wenn ich komme, ist längst ein Tisch reserviert. Wenn du das nicht machst, sind die guten Restaurants voll. Und dann verpasst du was.

Wie wählen Sie Restaurants aus?
Ich frage Locals. Gott sei Dank habe ich viele Freunde in Städten wie New York oder Miami. Ich weiß immer, was angesagt ist, und freue mich, Neues zu erleben. Reisen sind sehr inspirierend! Wenn mir Trinkgläser auffallen, schönes Besteck oder Uniformen, notiere ich das im Notizbuch auf meinem Handy. Tolle Gerichte fotografiere ich. Und daraus entstehen dann neue Ideen.

Wenn du viel reist, musst du es dir so bequem wie möglich machen, sonst wird es zum Alptraum.

Benutzen Sie auf Reisen bestimmte Apps?
Alle meine Flugtickets gehen in die digitale Wallet, und ich benutze in fast jeder Stadt Uber. Ansonsten bin ich... oldschool wäre das falsche Wort. Aber ich mag es simpel. Und ganz ehrlich: Ich habe eine Assistentin, die sich sehr um mich kümmert. Wenn ich den Flughafen verlasse, wartet draußen schon ein Taxi auf mich. Wenn du viel reist, musst du es dir so bequem wie möglich machen, sonst wird es zum Alptraum.

Welcher ist Ihr Lieblings-Airport?
Wahrscheinlich der Flughafen Tegel, weil er so klein ist. Da sitzt du blitzschnell im Taxi, und in 15 Minuten bist du in der City. Anders als am Flughafen München, wo du nach deinem Flug noch 45 Minuten bis ins Zentrum brauchst.

Sie kennen die europäischen Flughäfen in- und auswendig, oder?
Na klar: Ich weiß zum Beispiel genau, wo es das beste Sandwich gibt.

Verraten Sie's?
Bei der „Amsterdam Bread Company“ in Schiphol – auch ideal bei einem Kater.

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