Elektromobilität

Neue Ladesäulen: Ionity baut Ladepark für E-Autos in Deutschland

von Alexander Kraft

Am Rasthof Brohltal Ost an der A61 können E-Fahrer nun ohne lange Wartezeit Strom tanken. Dort steht seit Mitte April der erste Ladepark von Ionity mit 6 Schnellladesäulen. Bis 2020 sollen es ingesamt 400 solcher Anlagen in Europa geben.
Die erste von vielen: Insgesamt will Ionity 400 Schnellladesäulen in Europa verteilen. 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein. Foto: Ionity GmbH/ Yiu Yu Hoi

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Ionity bei seinen Schnellladesäulen auf den CCS-Anschluss setzt
  • Was Ionity ist und welche Ziele das Gemeinschaftsunternehmen verfolgt
  • Wie Fahrer eines E-Autos die Reichweite erhöhen können

Ionity hat an der A61 den deutschlandweit ersten HPC-Ladepark mit 6 Schnellladesäulen eröffnet. Noch bis Ende Mai ist dort der Strom kostenlos.

Noch bis Ende Mai verschenkt Ionity Strom an E-Autos

Die Autobahn A61 hat ihren ersten Ladepark für Elektroautos bekommen. Der Rasthof Brohltal Ost an der viel befahrenen Penlderstrecke hat den Betrieb der 6 Schnellladesäulen von Ionity am 16. April aufgenommen.

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Der Autobahnabschnitt bei Niederzissen, zwischen Koblenz und Bonn gelegen, wird täglich von bis zu 50.000 Pkw und Lkw befahren. Bis zum 31. Mai profitieren Fahrer von E-Autos auf diesem Autobahnabschnitt noch von kostenlosen Ladungen. Zu den Kosten fürs Laden nach diesem Zeitpunkt hat sich Betreiber Ionity noch nicht geäußert.

Um den Service nutzen zu können, muss das aufzuladende E-Auto mit einem CCS-Anschluss kompatibel sein. Das Combined Charging System gewährleistet eine weitgehend breite markenunabhängige Kompatibilität und wird von den meisten Elektrofahrzeugen unterstützt.

Um die Ladezeit an dem Rasthof zu reduzieren, verfügt jeder Ladepunkt über eine Leistung von bis zu 350 kW, wobei die reale Ladezeit letztlich von mehreren Faktoren abhängt – nicht zuletzt auch vom Modell des E-Autos.

Ionity plant 400 Schnellladesäulen bis 2020

Ionity ist ein Zusammenschluss mehrerer Automobilhersteller (BMW, Daimler, Ford und VW), die sich zum Ziel gesetzt haben, die Elektromobilität in Europa gemeinsam voranzutreiben und die gesellschaftliche Akzeptanz von E-Autos zu steigern. Als Eckpfeiler dient der Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der europäischen Hauptverkehrsachsen.

Von München aus steuert Ionity die Planung eines fläckendeckenden HPC-Ladenetzwerks (High Power Charging), das bis zu 350 kW Leistung verspricht. Bis 2020 will Ionity insgesamt 400 dieser Schnellladesäulen in 19 europäischen Ländern bereitstellen.

Als Standortpartner für die Schnellladesäulen kooperiert Ionity unter anderem mit Shell, OMV sowie Tank & Rast. Letztere betreiben auch den Rasthof Brohltal Ost.

Lieber nicht bis 2020 warten – so lässt sich die Reichweite eines E-Autos vergrößern

Die vermeintliche Mehrbelastung des Stromnetzes in Deutschland aufgrund der wachsenden Zahl an Elektroautos ist einer der Hauptkritikpunkte von Skeptikern. Dabei liefern ausgerechnet die ausgedienten Akkus von Stromern das Potenzial Stromnetze kurzzeitig zu stabilisieren.

Ionity plant, das Ladenetz seiner Schnellladesäulen möglichst engmaschig zu knüpfen, um die Risiken des Liegenbleibens zu minimieren. Dennoch ist es auch für Fahrer von E-Autos ratsam, sich zu informieren, wie sie die Reichweite erhöhen können. Denn vor 2020 ist mit einer bundesweiten Verbreitung der Ladeparks nicht zu rechnen.

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